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Vermögen
20.06.2016

Rekordwert! So viele Milliarden hat das Erzbistum München

Das katholische Erzbistum München hat jetzt alle seine Immobilien, Kunstgegenstände, Verträge, Anlagen und Kapitalrücklagen bewertet.
Foto: Christina Sabrowsky dpa

Das Erzbistum München hat sein Vermögen bewertet und offengelegt. Es ist ein Spitzenwert in Deutschland. Ein ähnlich reiches Bistum gibt es nur noch in Chicago.

Das Erzbistum München hat zum ersten Mal sein Vermögen bewertet und ist auf rund sechs Milliarden Euro gekommen - ein Rekordwert in Deutschland. Die Besitztümer von 750 eigenständigen Pfarrkirchen- und Pfründestiftungen auf dem Gebiet des Erzbistums seien in der Bilanz noch nicht enthalten, sagte Generalvikar Peter Beer am Montag in München.

Einen Großteil des Vermögens - rund zwei Milliarden Euro - hat die Kirche Stiftungen zugewiesen, die dem direkten Zugriff des Erzbistums entzogen sind und von unabhängigen Experten kontrolliert werden. Die Erträge dürfen nur zweckgebunden für Seelsorge, Wohlfahrtspflege und Bildung verwendet werden.

Nach dem Finanzskandal um den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatten sich etliche der 27 katholischen Diözesen in Deutschland entschieden, mit den Finanzen transparenter umzugehen. Bisher galten Paderborn (rund 4 Milliarden Euro Vermögen) und Köln (3,4 Milliarden Euro) als die reichsten Bistümer. Jetzt konkurriert München mit Chicago (USA) um den Titel der reichsten Diözese der Welt.

Ist das noch Franziskus "arme Kirche für die Armen"?

Für den Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx ist das heikel. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gehört zu den engsten Beratern des Papstes und koordiniert den Wirtschaftsrat im Vatikan. Franziskus fordert dabei immer wieder eine "arme Kirche für die Armen".

"Arm an sich als solches ist ein relativer Begriff", sagte Beer. "Diese Möglichkeiten, die wir haben, sind kein Selbstzweck, dass wir uns das möglichst schön und bequem machen, sondern dass wir unseren Auftrag erfüllen." Das Erzbistum unterstütze die kirchlichen Hilfswerke in den Entwicklungsländern und setze sich insbesondere für das Partnerland Ecuador ein. Für die Kirche gelte, was Jesus laut Neuem Testament gesagt habe: "Ihr könnt nicht beiden dienen - Gott und dem Mammon." Dies dürfe kein bloßes Lippenbekenntnis sein, mahnte der Generalvikar. 

Den Wert Hunderter kirchlicher Gebäude, Grundstücke, Kunstgegenstände, Verträge, Anlagen und Kapitalrücklagen hat das Erzbistum München und Freising erstmals in einem Jahresabschluss aufgelistet. Die Bilanzsumme beträgt demnach 3,3 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon sind Immobilien und andere Sachanlagen im Wert von 1,3 Milliarden Euro; hinzu kommen Finanzanlagen von 1,5 Milliarden Euro und liquide Mittel von 440 Millionen Euro.

Ein großer Teil des Bistum-Geldes ist in Stiftungen gesammelt

Die Stiftungen sollen das Vermögen langfristig sichern, um auch das kirchliche Leben künftiger Generationen fördern zu können, erläuterte der Erzbischöfliche Finanzdirektor Markus Reif:

  • Die Bischof-Arbeo-Stiftung verfügt über 633 Millionen Euro, die Erträge sind für Bildungsaufgaben bestimmt. Dazu gehören 421 Kindertagesstätten und 22 katholische Schulen.
  • In der St.-Antonius-Stiftung sind 680 Millionen Euro veranlagt. Die Erträge dienen karitativen Zwecken. Der Caritasverband und andere katholischen Träger im Erzbistum betreiben 1300 soziale Einrichtungen für Kinder, Jugendliche, Senioren, Kranke, Pflegebedürftige, Behinderte und Flüchtlinge.
  • 620 Millionen Euro liegen in der St.-Korbinian-Stiftung, die dem gemeindlichen Leben in den 748 Pfarreien zugute kommen soll.

Hinzu kommen die Emeritenanstalt, die mit 237 Millionen Euro die Pensionen der Priester sichert, und der Erzbischöfliche Stuhl mit einer Bilanzsumme von 56 Millionen Euro. Das Domkapitel ist in der Bilanz noch nicht enthalten.

Für den Jahresabschluss 2015 hat das Erzbistum seine Finanzverwaltung von der sogenannten kameralistischen Buchführung auf die Doppik umgestellt, also auf das kaufmännische Rechnungswesen mit doppelter Buchführung in Konten.

Nach dem Finanzskandal um den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatten sich etliche der 27 katholischen Diözesen in Deutschland entschieden, mit den Finanzen transparenter umzugehen. Bisher galten Paderborn (rund 4 Milliarden Euro Vermögen) und Köln (3,4 Milliarden Euro) als die reichsten Bistümer. dpa/AZ

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.06.2016

Der Fluch einer unvollständigen Säkularisation!

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20.06.2016

Die Kirch sollte sich mal schämen so viel Reichtum zu haben , wie sie das Ihrem Herr Gott erklären

möchten ist mir schleierhaft,wo doch Jesus immer von teilen gesprochen hat. Den Missbrauchsopfer

haben sie mit lächerlichen 5000 Euro ruhig gestellt,und das ist eine Schande. Ich glaube nicht das

die Kirche mit der Aufarbeitung von Missbrauch es ehrlich gemeint hat.

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20.06.2016

Warum soll man sich wegen Reichtum schämen? Ich würde mich freuen, wäre ich Milliardär.

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20.06.2016

Reichtum was die Katholische Kirche den armen abgeluchst hat! Darüber würden Sie sich freuen? Das halte ich für charakterlos!

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20.06.2016

Wenn Sie die Bilanz gelesen hätten, wären Sie draufgekommen, dass 92% davon Anlagevermögen ist und damit nicht so ohne weiteres ausgegeben werden kann.

Nebenbei ein Mißbrauchsopfer ist mit keinem Geldbetrag der Welt ruhig zu stellen. Sie wissen offensichtlich nicht was Mißbrauch bedeutet.

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20.06.2016

Aha! Anlagevermögen? Wieso kann sich ein Bischof ein Bischofsitz für 30 Millionen bauen? Ein Bad für 1 Million? Wofür hält er sich eigentlich? Für den lieben Gott?

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20.06.2016

Siegfried .S ich weiß was Missbrauch heißt´ denn ich war 8 Jahre lang in einem

Kloster und wie die Pfarrer dicken weiß ich genau,denn ich habe leider

das auch erlebt

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21.06.2016

welche dicken Pfarrer?

Reicht es denn nicht, dass sie eigenartige Blogs schreiben, müssen sie jetzt auch noch hier rumnölen? Lesen sie mal den Artikel durch und denken drüber nach!

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24.06.2016

Ich auch; aber die 7 Jahre haben wir alle unbeschadet überstanden und wir treffen und immer noch alle 5 Jahre und reden über alte Zeiten und mir ist keiner bekannt, der sich da beschwert hätte. Morgen fahre ich wieder zu einem Klassentreffen.

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20.06.2016

Das ist nicht nur eine Schande sondern charakterlos! Es ist einfach eine Sauerei. Man hällt die Leute einfach für blöd!

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20.06.2016

Dann wäre es mal Zeit, die Kirchensteuer herunter zu fahren !!!

Kommt aber für die Kirche nicht in Frage.

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20.06.2016

Warum? Im Gegensatz zu anderen Steuern denen man nicht ausweichen kann, die man also zahlen muß, muß man die Kirchensteuer doch nicht zahlen. Wer sie zahlt macht das doch freiwillig.

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20.06.2016

Warum wird die Kirchensteuer nur in Deutschland abgeführt? Nicht einmal in Italien wird es praktiziert! Warum muß ein Bischof ein Gehalt von 8 000 Euro vom Staat beziehen?

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20.06.2016

Die Kämmerer würden gerne auf die Kirchensteuer verzichten. Dann müßte aber der Reichsdeputationshauptschluss aufgehoben werden und der Kirche die konfiszierten Liegenschaften zurückgegeben werden. Was glauben Sie wie hoch die Pacht für den Münchener Flughafen wäre?

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20.06.2016

Ich Frage nur eines.

Wie ist die Kirche an diese Liegenschaften gekommen ?

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20.06.2016

Gute Frage, wie kommt man an ein Kloster oder an eine Kirche?

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20.06.2016

Durch Ablässe armer Bevölkerung seit 2 000 Jahren! Die Katholische Kirche in Deutschland besitzt 500 Milliarden an Vermögen! Wäre damit Jesus einverstanden? Ich halte es für eine Sauerei!

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21.06.2016

Treten sie aus der Kirche aus und schon brauchen sie keine Kirchensteuer mehr zu zahlen. So einfach ist das!

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