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Ifo-Institut

17.04.2020

Wirtschaft in Süddeutschland leidet besonders unter der Corona-Krise

Bayerns Wirtschaft ist stark von Industrie geprägt.
Bild: Felix Kästle, dpa

Exklusiv Die Krise trifft die wirtschaftlich starken Bundesländer am härtesten, wie eine Studie zeigt. Für sie könnte der Weg zurück zu alter Stärke trotzdem leichter sein.

Der Corona-Shutdown trifft die Wirtschaft in Bayern und Baden-Württemberg nach einer neuen Studie des Münchner Ifo-Instituts besonders stark. Während des Shutdowns büßt Baden-Württemberg demnach 57,4 Prozent seiner Wertschöpfung ein, Bayern 56,3 Prozen. Auf dem dritten Platz landet das Saarland mit einem Wertschöpfungsverlust von 54,1 Prozent.

Deutschlandweit rechnen die Forscher damit, dass die Wirtschaft aktuell etwas mehr als die Hälfte ihrer Wertschöpfung einbüßt. Dauert der Shutdown zwei Monate, könnte Deutschland nach Ansicht der Ifo-Experten zwischen 15,2 und 17,5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts verlieren – je nachdem, wie lange es dauert, bis die Wirtschaft sich wieder von der Corona-Krise erholt hat. 

 

Stark industrialisierte Länder trifft die Krise stärker

In Ländern wie Berlin (46,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (47,7 Prozent) wären die direkten Folgen eines Shutdowns den Angaben zufolge etwas geringer. „Die stark industrialisierten Bundesländer verlieren unmittelbar an Wertschöpfung“, sagte Joachim Ragnitz, Mitautor der Studie und stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung in Dresden, unserer Redaktion. Nach Ende des Shutdowns würden sie aber schnell zu alter Produktionsstärke zurückfinden. Grundsätzlich werde sich jedoch „kein Bundesland der pandemiebedingten Rezession entziehen können“, schreiben die Studienautoren. (schsa)

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