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  3. Corona-Regeln Bayern im Dezember 2022: Quarantäne, Masken- und Isolationspflicht

Überblick
01.12.2022

Corona-Regeln in Bayern: Welche Maßnahmen gelten im Dezember 2022?

Hier erfahren Sie, welche Corona-Regeln in Bayern gelten.
Foto: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Welche Corona-Maßnahmen sind im Dezember 2022 in Bayern gültig? Hier erfahren Sie, wo es Maskenpflicht gibt und wie es mit der Isolationspflicht aussieht.

Der Winter ist da – und damit auch die nächste Corona-Welle? Um diese so gut wie möglich einzudämmen, gibt es seit Oktober neue Corona-Regeln in Deutschland. Das Ziel der vom Bundesrat abgesegneten Maßnahmen soll laut Bundesregierung sein, den Schutz von vulnerablen Gruppen in der kalten Jahreszeit zu verbessern.

Die neuen Corona-Regeln gelten vorerst bis 7. April 2023. Die Maßnahmen wurden in zwei Pakete unterteilt – sogenannte "Winterreifen" und "Schneeketten". Letztere können dann greifen, wenn sich die Lage verschärft und eine konkrete Gefahr für das Gesundheitssystem besteht. Manche Regeln gelten bundesweit, bei anderen Maßnahmen haben die Länder die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.

Die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die neue Corona-Verordnung beschlossen. Es soll allerdings "weder zu Verschärfungen noch zu Lockerungen kommen", so Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU). Zusätzlich zu den Basisschutzmaßnahmen bleibt es in Bayern bei einer Maskenpflicht im ÖPNV. Für Erleichterung sorgt vielerorts die Abkehr von der Isolationspflicht im Falle einer Corona-Infektion. Hier finden Sie einen Überblick über die Maßnahmen, die im Dezember im Freistaat gelten.

Corona-Regeln Bayern im Dezember 2022: Bundesweite Maskenpflicht

Seit dem 1. Oktober gilt bundesweit an bestimmten Orten eine Maskenpflicht. Die Länder haben dabei keinen Handlungsspielraum. Konkret gilt die Maskenpflicht an folgenden Orten:

  • Fernverkehr: Im Alter ab 14 Jahren gilt dort eine FFP2-Maskenpflicht. Kinder ab 6 Jahren sowie das Personal müssen hingegen mindestens eine medizinische Maske tragen.
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: Hier gilt eine FFP2-Maskenpflicht sowie eine Testpflicht.
  • Arztpraxen: Patienten und Besucher sind dazu angehalten, eine FFP2-Maske zu tragen.

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Corona-Regeln im Dezember 2022: Maskenpflicht im ÖPNV in Bayern

Ergänzend zur bundesweit verschärften Maskenpflicht können die Bundesländer eigenständig weitere Corona-Maßnahmen einführen, um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur zu gewährleisten. Bayern hält die Maskenpflicht im ÖPNV zunächst bei. In Bussen und Bahnen muss auch weiterhin mindestens eine einfache medizinische Maske getragen werden. Folgende zusätzliche Corona-Regeln wären möglich:

  • Innenräume: In Innenräumen könnte eine Pflicht für medizinische oder FFP2-Masken eingeführt werden.
  • Restaurants, Bars, Kultur- und Freizeitbereich und Sport: Auch hier könnte eine Maskenpflicht eingeführt werden. Es soll dabei aber eine Ausnahme geben. Wer über einen Testnachweis verfügt, soll von der Maskenpflicht ausgenommen sein. Die Länder können diese Ausnahme auf Personen ausweiten, die nachweisen können, dass sie frisch geimpft oder genesen sind.
  • Schulen und Kitas: Die Länder können eine Testpflicht an Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie eine Maskenpflicht in Schulen ab dem fünften Schuljahr vorschreiben.

Corona-Regeln Bayern im Dezember 2022: "Schneeketten"

Sieht die bayerische Regierung eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur für das gesamte Bundesland oder eine bestimmte Region, kann sie folgende weitere Maßnahmen anordnen:

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  • Veranstaltungen: Bei Veranstaltungen im Außenbereich können die Länder eine Maskenpflicht vorschreiben, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Zusätzlich ist eine Maskenpflicht ohne Ausnahmeregelung bei Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen möglich. Auch eine Personenobergrenze für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen kann eingeführt werden. Zudem kann ein Hygienekonzept gefordert werden.
  • Restaurants, Bars, Kultur- und Freizeitbereich und Sport: Für Groß- und Einzelhandel, Betriebe, Einrichtungen, Gewerbe und bei Veranstaltungen im Freizeit-, Kultur- und Sportbereich kann die Erstellung von Hygienekonzepten verpflichtend werden.

Isolationspflicht in Bayern? Seit dem 16. November Vergangenheit

Bayern schafft die Isolationspflicht für Corona-Positive ab: Seit dem 16. November müssen Cornoa-Infizierte nicht mehr zwingend zu Hause bleiben. "An die Stelle der Isolationspflicht treten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Gestestete", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Wer mit Sars-CoV-2 infiziert ist und seine Wohnung verlassen will, muss allerdings bestimmte Regeln befolgen, sogenannte Schutzmaßnahmen.

Für positiv Getestete gibt es fortan eine Maskenpflicht sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote für Bereiche mit vulnerablen Personengruppen (Dauer mindestens fünf Tage).

Welche Schutzmaßnahmen gelten für Corona-Positive?

  • Wer sich mit Corona angesteckt hat und seine Wohnung verlassen will, muss einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das bayerische Gesundheitsministerium empfiehlt eine FFP2-Maske.
  • In der eigenen Wohnung gilt die Maskenpflicht nicht. Und auch nicht im Freien, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Auch in Innenräumen, in denen sich keine anderen Personen aufhalten, entfällt die Maskenpflicht für Corona-Positive.

Manche Einrichtungen dürfen auch weiterhin nicht betreten werden

  • Corona-Positive dürfen keine medizinischen und pflegerischen Einrichtungen besuchen. Wie Krankenhäuser und Altenheime. So sollen besonders gefährdete Personengruppen geschützt werden. Eine Ausnahme gilt laut Gesundheitsministerium für Besucher von heilpädagogischen Tagesstätten.
  • Außerdem gilt in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen ein Tätigkeitsverbot für Beschäftigte, Betreiber und Ehrenamtliche. Heilpädagogischen Tagesstätten sind von dieser Regel ausgenommen.
  • Eine weiter Ausnahme: In Krankenhäusern, Vorsorge-, Rehabilitations- und Behinderteneinrichtungen sowie bei Rettungsdiensten sind von dem Tätigkeitsverbot alle Beschäftigten und Ehrenamtlichen ausgenommen, die keinen Kontakt zu vulnerablen Menschen haben.
  • Tätigkeits- und Betretungsverbote gelten auch für Beschäftigte, Betreiber, Ehrenamtliche und Besucher in und von großen Gemeinschaftsunterkünften. Etwa Obdachlosenunterkünften, Gemeinschaftseinrichtungen für Asylbewerber und Justizvollzugsanstalten.
Video: AFP

Wie lange gelten die Schutzmaßnahmen?

Die Schutzmaßnahmen gelten für mindestens fünf Tage. Corona-Infizierte müssen 48 Stunden symptomfrei sein, bevor die Maßnahmen wegfallen. Nach zehn Tagen enden die Schutzmaßnahmen auch für Menschen, die noch Symptome haben.

Darf ich mit Corona zur Arbeit?

Strenggenommen: ja. Gesundheitsminister Klaus Holetschek empfiehlt allerdings: "Wer krank ist, bleibt zuhause – wie bei anderen akuten Atemwegserkrankungen auch." Außerdem hat Holetschek die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich selbst zu isolieren, wenn sie positiv auf Corona getestet werden. "Wem es möglich ist, der sollte beispielsweise von zu Hause arbeiten und sich so weit wie möglich von anderen Personen im Haushalt fernhalten."

Gelten die neuen Maßnahmen auch an Schulen?

Die Maßnahmen gelten für alle Menschen. Also auch für Schüler und Lehrer. Laut dem Gesundheits- und Kultusministerium gelte dabei aber der Grundsatz: "Wer krank ist, geht nicht in die Schule".

"Wichtiger Meilenstein auf dem Weg aus der Pandemie"

Gesundheitsminister Holetschek nannte den Wegfall der Isolationspflicht einen "wichtigen Meilenstein auf dem Weg aus der Pandemie". Und betonte: "Wir lassen der Pandemie keinen freien Lauf. Nach Rücksprache mit Experten haben wir uns für ein Bündel an Schutzmaßnahmen entschieden. Damit schaffen wir die Balance zwischen Eigenverantwortung und dem Schutz vulnerabler Personengruppen."

So begeistert wie Holetschek sind allerdings nicht alle von den neuen Maßnahmen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz nannte die neuen Regelungen "widersprüchlich" und "chaotisch". Von einem Infektionsschutz für vulnerable Gruppen könne nicht die Rede sein. Auch Vertreter der bayerischen Lehrerverbände zeigten sich irritiert und forderten eine klare Definition dazu, was "krank" oder "ansteckend" bedeute.  Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete die Aufhebung der Isolationspflicht als "verantwortungslos".

Wie es mit Maskenpflicht im ÖPNV weitergeht, ist unklar

Wie es mit der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr weitergeht, ist noch offen. Die akutelle Regelung gilt noch bis zum 9. Dezember. Aus dem Kabinett hieß es dazu: Man wolle nach dem 9. Dezember entsprechend der Lage entscheiden, ob es die Pflicht weiter brauche. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor bereits ein Ende der Maskenpflicht für Bayern ins Gespräch gebracht.

Wird die Isolationspflicht auch in anderen Bundesländern abgeschafft?

Auch in Baden-Württemberg ist die Isolationspflicht seit dem 16. November abgeschafft. Weitere Bundesländer haben nachgezogen und die bestehenden Corona-Regeln gelockert: In Schleswig-Holstein ist sie am Donnerstag, den 17. November, ebenfalls entfallen und auch in Hessen ist die Isolationspflicht mit mindestens fünf Tagen anhaltender Quarantäne aufgehoben.

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