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Ausblick

19.01.2015

B16 neu und ein neuer Wohnwagen

Frank Kunz
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Frank Kunz

Auf was sich Dillingens Oberbürgermeister Kunz kommunalpolitisch und privat freut

Das neue Jahr ist noch jung. In den Kommunen werden aber schon neue Pläne geschmiedet, viele Projekte wurden sogar schon angepackt. Die Donau-Zeitung hat mit den Bürgermeistern aus dem Verbreitungsgebiet gesprochen und sie gefragt, was auf ihrer Prioritätenliste ganz oben steht.

Als sein Highlight als Oberbürgermeister im neuen Jahr bezeichnete Frank Kunz die Fertigstellung der B16 neu. Das Stadtoberhaupt zur DZ: „30 Jahre haben die Bürgerinnen und Bürger hierauf gewartet! Heuer ist es soweit. Dafür, dass die Realisierung gelungen ist, bin ich unendlich dankbar.“ Für den Herbst kündigte er „ein großes Fest“ an.

Mitte Juli 2014 wurde mit der die sogenannten „Markterkundung“ für schnelles Internet begonnen. Ergebnis: Mehrere Unternehmen haben sich zu einem eigenwirtschaftlichen Ausbau bereit erklärt. Dies bedeutet zwar laut Kunz einerseits, dass der Ausbau in diesen Bereichen den Steuerzahler keinen Cent koste. Andererseits habe die Stadt dadurch nur begrenzten Einfluss. In der Praxis könnte das bedeuten, dass ein Unternehmen zwar innerhalb der nächsten Monate mit einem Teil des Ausbaus beginnt, jedoch müsste die Inbetriebnahme erst Ende 2017 erfolgen. Kunz machte deutlich: „Das wäre zwar auch aus Sicht der Regierung von Schwaben rechtlich in Ordnung – aus meiner Sicht aber völlig inakzeptabel.“ Voraussichtlich Ende Januar wird die Stadt mehr wissen.

„Wir sind so gut wie ausverkauft“, so schilderte Frank Kunz die Tatsache, dass Bauplätze in der Stadt knapp sind. Im Egaublick II in Schretzheim werden voraussichtlich rund 50 Bauplätze für Einzelhäuser geschaffen sowie ein Bauplatz für eine Wohnanlage mit bis zu sechs Wohneinheiten. Noch heuer soll erschlossen werden.

Auch das Gewerbegebiet in der Siemensstraße wird in diesem Jahr fertig erschlossen. Der Neubau von Pflanzen Spengler soll bereits in den nächsten Wochen am neuen Standort eröffnet werden. Noch vor Verkehrsfreigabe der B 16 neu soll der Kreisverkehr auf Höhe der Einmündung Schultheißstraße/Georg-Hogen-Ring entstehen.

Eine teure Angelegenheit wird laut Kunz die Sanierung der Mittelschule, für die rund 15 Millionen Euro notwendig werden. Allerdings wird das Projekt erst nach Abschluss der Sanierung der Turnhalle „und nach Finanzierbarkeit“ erfolgen können. Derzeit wird für zwei Millionen Euro ein Interimskonzept umgesetzt, das der Verbesserung des Brandschutzes dient. Dies soll bis Mitte 2015 abgeschlossen sein. Wie vom Stadtrat vergangenes Jahr beschlossen, soll die Erweiterung der Kita Donaualtheim bis zum neuen Kindergartenjahr fertiggestellt werden. Gestalterisch wird das bisherige Konzept übernommen. Die Planungen für die insgesamt rund 360000 Euro teure Erweiterung sind laut Stadtoberhaupt abgeschlossen, demnächst erfolge die Ausschreibung.

Ein großes Anliegen ist Kunz die Stärkung der Einkaufsattraktivität in der Innenstadt: „Um unsere heimische Wirtschaft und die Innenstadt auch in Zeiten des Internets und auch nach der Schließung des Kaufhauses Paul zu stärken, können und wollen wir als Stadt gute Rahmenbedingungen schaffen.“ Dazu zählt er besonders zusätzliche Parkmöglichkeiten, Aufwertung des öffentlichen Raums und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie attraktive und zusammenhängende Flächen zur Entwicklung von Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt.

Als „stellenweise haarsträubend“ bezeichnete Oberbürgermeister Kunz die bisher vorgestellten Überlegungen des Umweltministeriums zu den Flutpoldern Dillingen und Steinheim. Laut der Studie der TU München liege der Flutpolder Dillingen nahezu vollständig über dem Trinkwasser-Gewinnungsgebiet der Donau-Stadtwerke, grenze direkt an die Bebauung von Bleichstraße und Schmid-Ring an und würde nach der vorliegenden Studie auch das Eichwaldbad bedrohen.

Der Polder Steinheim läge in diesem Stadtteil in unmittelbarer Nähe des Sportgeländes und von Gewerbeflächen sowie der Wohnbebauung. Im Westen würde er mit gerade einmal 200 Meter Abstand an die Reutesiedlung angrenzen, am Klärwerk entlanglaufen und über dem Standort-Übungsplatz der Bundeswehr verlaufen.

Kunz: „Deshalb appelliere ich an alle Mitbürger: Seien Sie am 5. Februar bei der Info-Veranstaltung in Dillingen dabei. Unsere gesamte Stadt – unabhängig von der persönlichen Betroffenheit – muss an diesem Abend zusammenstehen und geschlossen gegen die derzeitigen Polder-Planungen kämpfen!“

Als „privates Highlight“ freut sich Frank Kunz jetzt schon auf Urlaube. Er erläuterte: „Nachdem ich mir vergangenes Jahr einen Wohnwagen gekauft habe, freue ich mich jetzt schon riesig darauf, gemeinsam mit der Familie erholsame und spannende Ausflüge zu starten. Da kann ich einfach mal abschalten und Zeit mit meiner Frau und den Kindern verbringen.“

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