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Trauer

21.11.2015

Bewegender Abschied von einer „großartigen Frau“

So haben viele Menschen Loni Grünbeck gekannt: Mit einem Lächeln auf den Lippen. Dieses Bild mit Trauerflor war gestern bei der Trauerfeier im Grünbeck-Forum aufgestellt.
Bild: B. Veh

Hunderte geben Loni Grünbeck bei der Gedenkfeier in der Höchstädter Wasseraufbereitungs-Firma die letzte Ehre. Ihr gewinnendes Lächeln bleibt in Erinnerung

Das Bild mit Trauerflor, das bei der Gedenkfeier im Grünbeck-Forum in Höchstädt aufgestellt ist, sagt alles. Es zeigt Loni Grünbeck mit dem gewinnenden Lächeln, das viele Menschen in Bann gezogen hat. Am Samstag voriger Woche ist die Gesellschafterin und Beirätin der Grünbeck Wasseraufbereitung nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Hunderte Trauernde haben am Freitagnachmittag bei einer Gedenkfeier im Forum und anderen Räumen des Unternehmens Abschied von der Ehefrau des Firmengründers Josef Grünbeck genommen, der vor drei Jahren gestorben ist. Peter Lachenmeir, der zusammen mit Dr. Günter Stoll die Geschäfte führt, würdigte Loni Grünbeck als „großartige, warmherzige, humorvolle und geradlinige Frau“. Und er sagte in Erinnerung an die Verstorbene: „Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.“ Lachenmeir zitierte die gute Seele des Unternehmens, das heute etwa 800 Menschen beschäftigt, mit einem ihrer letzten Worte: „Ich hatte ein wunderschönes Leben, aber jetzt mag ich heim zu meinem Seppl.“

Bürgermeister Stefan Lenz erinnerte vor den vielen Trauergästen, unter ihnen auch Landrat Leo Schrell und Landtagsabgeordneter Georg Winter, an die „herausragende Persönlichkeit“ Loni Grünbeck. 2012 wurde ihr als erste Frau in Höchstädt die Ehrenbürgerwürde verliehen. Lenz würdigte Eigenschaften der früheren Egerländerin wie Verantwortungsbewusstsein, Aufrichtigkeit, Wertschätzung, Dankbarkeit und Disziplin. Der Vorsitzende des Beirats der Grünbeck Wasseraufbereitung, Michael Blechschmidt, sagte: „Ein ganz liebenswerter Mensch ist von uns gegangen.“ Loni Grünbeck habe das Lebenswerk ihres Mannes, der die Wasseraufbereitungsfirma 1949 nach der Vertreibung in Höchstädt gegründet hatte, mit Erfolg fortgeführt. Die Menschlichkeit Loni Grünbecks sei dem Unternehmen eine Verpflichtung für die Zukunft.

Für die einfühlsame musikalische Umrahmung der Trauerfeier sorgten Marianne Rieder (Sopran), Maria Fey (Piano) und Magdalena Leitner (Querflöte). Geschäftsführer Stoll stellte eben diese „menschliche Wärme und Herzlichkeit“ heraus, mit der Loni Grünbeck die Entwicklung der Firma begleitet habe. Bodenständigkeit und Bescheidenheit seien herausragende Eigenschaften gewesen. Nachdem Josef Grünbeck 1995 zum Pflegefall geworden war, habe Loni Grünbeck ihren Mann über Jahre hinweg liebevoll gepflegt. Mit der Gründung der Loni und Josef Grünbeck-Stiftung habe sie die Zukunft des Unternehmens gesichert. Die Stiftung hält mehrheitlich unverkäufliche Anteile an der Firma. Zudem wurde bei der Gründung der Firmenstandort Höchstädt festgeschrieben.

FDP-Ortsvorsitzender Günter Ballis sagte, Loni Grünbeck sei eine große Verfechterin des liberalen Gedankens gewesen. „Die Liebe und das Soziale lebten mir ihr Tür an Tür.“ SSV-Abteilungsleiter Gerrit Maneth erinnerte daran, dass die nun Verstorbene 1955 die Höch-städter Tischtennisabteilung gegründet und zuletzt mit einer großzügigen Spende den Weiterbau des Vereinszentrums der SSV Höch-städt ermöglicht hatte. Bewegend waren die Worte der Wertingerin Emmi Arbes, die sich mit einem Gedicht im egerländer Dialekt von Loni Grünbeck verabschiedete.

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