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03.06.2020

Blindheim fühlt sich „ungleich behandelt“

Überschwemmung: Neue Gebiete werden derzeit festgesetzt

Grundsätzlich, das betont Jürgen Frank immer wieder, sei es sinnvoll, dass Überschwemmungsgebiete ausgewiesen werden. Hochwasser sei eine reale Gefahr, jede Schutzmaßnahme mache Sinn. Aber: „Wir fühlen uns ungleich behandelt“, sagt Blindheims Bürgermeister. Worum es geht? Das Landratsamt Dillingen hat eine Verordnung zur Festsetzung eines Überschwemmungsgebietes für die Donau verfasst. Dazu werden gerade Stellungnahmen von Betroffenen eingeholt – Anwohner, Landwirte und auch Kommunen. Und selbst wenn die Gemeinde Blindheim solch eine Festsetzung positiv bewerte und dahinter stehe, so gebe es laut Bürgermeister Frank „zwei, drei Details, die wir so nicht befürworten“. Hauptkritikpunkt der Blindheimer: Warum überhaupt im Norden zwischen Blindheim und der Donau ein Ü-Gebiet festgesetzt werden soll. „Wir haben dort einen Damm, der vor dem hundertjährigen Hochwasser schützen soll. Warum das Land dahinter dann noch als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen werden soll, verstehen wir nicht“, so Frank. Zumal bei Kommunen in ähnlicher Situation anders vorgegangen werde. Hinzu komme, dass die Gemeinde Blindheim sich „stark belastet“ fühle: im südlichen Donauried der Flutpolder, im Norden das Überschwemmungsgebiet und zwei Wasserschutzgebiete auf gemeindlicher Gemarkung. „Wir fühlen uns langsam überfordert. Alle Maßnahmen müssen mit Augenmaß sein.“

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