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Bürgerversammlung

26.10.2017

Die Raser von Echenbrunn

Sind die Autofahrer an bestimmten Punkten viel zu schnell?

Claudia Flemisch ist wütend, als sie sich von ihrem Platz erhebt. „Ständig schimpfe ich, dass in Echenbrunn viel zu schnell gefahren wird“, sagte sie bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Gasthof Sonne. Sie traue auch der Statistik nicht, die Gundelfingens Bürgermeisterin Miriam Gruß zuvor präsentiert hatte. Nach dieser Statistik, die auf Messungen basiert, die über längere Zeiträume durchgeführt worden seien, seien kaum oder nur geringe Geschwindigkeitsübertretungen in Echenbrunn und Gundelfingen festgestellt worden. Auch nicht an neuralgischen Punkten, wie der Lauinger Straße oder dem Ortsrand, wo Claudia Flemisch wohnt. „Ich lade Sie alle gerne am Samstagabend auf ein Bier bei mir auf der Terrasse ein, dann sehen Sie, wie bei uns vorbeigerast wird“, sagte Flemisch. Miriam Gruß versprach, dass sie dieses Angebot annehmen und sich ein Bild von der Lage machen werde.

Auch Manfred Wengenmayer schilderte seine Situation in der Lauinger Straße. „Wenn es von Lauingen kommend den Berg hinab geht, ist jeder mit weit mehr als Tempo 50 unterwegs“, berichtete er. Gruß versprach, noch mehr Augenmerk auf das Thema Verkehr zu richten. Eine Möglichkeit sei es, noch mehr Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Jedoch: „Feste Blitzer können wir nicht aufstellen, das ist in Bayern nicht möglich“, erklärte sie.

Außerdem wurde über die Baugebiete gesprochen. Nach Ende der Ausschreibungsfrist sind noch immer vier Bauplätze frei, sagte Gruß. Reiner Bauer überrascht das nicht. „45 Jahre haben die Bürgermeister und Stadträte nichts für Echenbrunn getan“, monierte er. Es sei kein Wunder, dass niemand nach Echenbrunn ziehen will, wenn nicht mal ein Bus fährt, klagte er.

Bauer erkundigte sich außerdem nach der Barrierefreiheit. Er fragte die Bürgermeisterin, ob es vorgesehen sei, dass beispielsweise Bordsteine abgesenkt werden. Gruß, die beteuerte, dass ihr die Barrierefreiheit ein großes Anliegen sei, sagte: „Momentan geht der Trend dazu über, gar keine Bordsteine mehr zu verwenden. Davon halte ich aber nichts.“ Sie verstehe, dass für Menschen mit einem Rollator oder Frauen mit einem Kinderwagen auch ein niedriger Bordstein ein Hindernis darstelle, allerdings sei das immer noch besser als ein hoher. „Deswegen haben wir uns auch in der Uhlandstraße beispielsweise für den kleineren Bordstein entschieden“, sagte sie.

Eine Idee zur Gestaltung des Friedhofs kam schließlich noch von Claudia Flemisch. Sie regte an, wie in Lauingen, neben dem Friedhof einen Friedwald einzurichten. Der Friedhof sei schließlich relativ groß und das Konzept werde immer mehr angenommen. Gruß nahm den Vorschlag entgegen und erwägt, einen professionellen Friedhofsplaner mit der Gestaltung zu beauftragen.

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