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12.07.2010

Energie aus der Region

Georg Stark (rechts) übergab an Werner Müller den Förderbescheid.
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Georg Stark (rechts) übergab an Werner Müller den Förderbescheid.

Dillingen 365 000, 60 000, 1200 und 1100 - das sind die vier wichtigsten Zahlen im Zusammenhang mit dem neuen Biomassehof, der derzeit auf dem Gelände des Maschinenrings Dillingen beim Nordfelderhof entsteht. Am gestrigen Vormittag waren offizielle Übergabe des Förderbescheids und erster Spatenstich. 365 000 Euro kostet das Gesamtprojekt im ersten Abschnitt, in dem ein Freilager- und Sortierungs-Platz für Hackschnitzel entsteht. Der Freistaat Bayern und die EU geben in Verbindung mit dem Programm Leader-Plus 60 000 Euro Zuschuss.

Winter: Sinnvoller Anschub

1200 Waldbesitzer und 1100 Landwirte sind an dem Vorhaben der Dillinger Biomasse GmbH & Co. KG beteiligt. Maschinenring-Vorsitzender Walter Stegmüller sprach von einem bedeutsamen Tag für die Landwirtschaft und einer sinnvollen Investition. Landtagsabgeordneter Georg Winter nannte die öffentliche Förderung einen "sinnvollen Anschub" für ein Projekt, in dem regionale Produkte auch regional vermarktet werden können.

Landrat Leo Schrell erinnerte als Donautal-Aktiv-Vorsitzender an erste Überlegungen im Jahr 2002, die sich nicht realisieren ließen, und fügte an: "Jetzt haben wir es geschafft." Schrell: "Regenerativen Energien gehört die Zukunft." Als Gründe nannte der Landrat Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und das Bemühen, politisch weniger erpressbar zu werden: "Es ist volkswirtschaftlich blanker Unsinn, jedes Jahr Dutzende von Milliarden Euro ins Ausland zu überweisen."

Energie aus der Region

Der Leiter der Bewilligungsbehörde, Leitender Landwirtschaftsdirektor Georg Stark vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach, übergab den Bescheid an den Geschäftsführer der Dillinger Biomasse, Werner Müller. Müller sagte gegenüber unserer Zeitung, dass mit dem Bau eines Lagerplatzes für Holzhackschnitzel die Zwischenlagerung verbessert und die Verarbeitung des Materials sowie eine kontinuierliche Versorgung der Abnehmer gewährleistet werden.

Gemeinsam mit Leader-Manager Erich Herreiner vom Landwirtschaftsamt Krumbach, Geschäftsführer Johann Stuhlenmüller und Vorsitzendem Elmar Sinning von der Forstbetriebsgemeinschaft sowie Vorsitzendem Walter Stegmüller vom Maschinenring, nahmen Stark, Schrell und Winter den ersten Spatenstich vor.

Mit dem Bau des Biomasselagerplatzes und der Anschaffung eines Ladefahrzeuges, einer Fahrzeugwaage und einer Einrichtung zur Bestimmung der Trockenmasse wird künftig die Lagerung von Biomasse in Dillingen konzentriert. Bisher wurde das Material dezentral an verschiedenen Orten gelagert. Auf dem Grundstück am Nordfelderhof in Dillingen sollen dann auf den Abnehmer zugeschnittene Hackschnitzel von gleichbleibend hoher Qualität erzeugt werden. Mit der kontinuierlichen Liefermöglichkeit von Holzhackschnitzeln verschafft sich die Biomasse GmbH, ein Zusammenschluss aus Maschinenring und Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen, so einen besseren Marktzugang mit regionalen Produkten am regionalen Markt.

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