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Sommerrätsel

10.08.2020

Er prägte das Musikgeschehen in Wertingen

Die Kommunion war für die heute gesuchte Person und seine Eltern ein wichtiges Ereignis. Viele Verwandte kamen an dem Fest zu Besuch auf den „Herzfelderhof“ in Oberbechingen.
Bild: privat

Aufgewachsen ist der heute 67-Jährige glücklich im Bachtal. Manches hat er sich selbst beigebracht

Die heilige Kommunion war für ihn und seine Generation ein großes Ereignis, das mit einem „sehr festlichen, endlos langen“ Gottesdienst gefeiert wurde. Die ganze Verwandtschaft kam damals zu Besuch nach Oberbechingen im Bachtal. In dem kleinen Dorf erlebte er eine Kindheit, die er rückblickend oft als ziemlich anstrengend und gleichzeitig sehr spannend empfand, war er doch während seiner Schulzeit Ministrant, Oberministrant, im Kirchenchor und für kurze Zeit sogar Organist.

„Zu den größten Herausforderungen gehörte das Glockenläuten im und sogar auf dem Kirchturm, weil meine Freunde und ich das noch mit eigener Muskelkraft erledigt haben und uns an den Seilen bis zum Zwischenboden hochziehen ließen“, erinnert er sich noch gut. Bei Flurumgängen und Prozessionen beobachteten sie alles vom Glockenstuhl im Kirchturm aus und mussten dann an der richtigen Stelle läuten. „Das Klettern im Gebälk und die mächtige, dröhnende Lautstärke der Glocken in unmittelbarer Nähe waren echte Höhepunkte für uns und jeder wollte mehr riskieren und die Freunde übertreffen.“ Heute empfindet er es fast wie ein Wunder, dass sie alle überlebt haben, bei so viel Risiko und „Heldentum“. Die Eltern bewirtschafteten damals bereits in der zehnten Generation den „Herzfelderhof“. Auf dem Bauernhof, in den Wäldern und im Ried erlebte er insgesamt eine „glückliche, unbeschwerte Kindheit“.

Im Alter von 13 Jahren begann für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Der Musikverein hatte um Mitglieder für die Jugendkapelle geworben. Und er war als fleißiger Klarinettenschüler dabei. Wegen seiner schnellen Fortschritte und Begeisterung durfte er bei allen Veranstaltungen mitspielen und machte dadurch in jungen Jahren viele Erfahrungen, die sein späteres Leben prägen sollten. Statt die elterliche Landwirtschaft zu übernehmen, wie es ursprünglich vorgesehen war, absolvierte er das musische Albertus-Gymnasium in Lauingen. Ein Schock war für ihn allerdings die Tatsache, dass zwei Stunden Musik sechs Stunden Latein gegenüberstanden.

Über Mitschüler aus Augsburg und Dillingen gelangen ihm später Einblicke in Lebensformen, die ihm bis dahin verborgen geblieben waren. In den folgenden Jahren lernte er viele Seiten des Lebens kennen, die weit über das Angebot in seinem Dorf und das Lernen in der Schule hinausgingen. Er interessierte sich für alle Sparten der Musik, professionelles Theater, bildende Kunst, Literatur, Politik und die aufmüpfige Jugendbewegung der 68er, wodurch die Schule nach und nach zur Nebensache wurde. 1971 begann er eine Lehre als Schriftsetzer in Gundelfingen und spielte und sang nebenbei in einigen Kapellen und Bands. Keyboard, Schlagzeug, Klarinette, Trompete und Saxofon hatte er sich als Autodidakt und aufmerksamer Zuhörer erarbeitet und konnte dies elementar auch gut unterrichten. Durch Vermittlung seiner Frau kaufte er schließlich eine komplette Druckerei in Giengen. Neben der Gründung seiner Familie, dem Bau eines Eigenheimes und der selbstständigen Tätigkeit als Unternehmer machte er mit einer eigenen Band Tanz- und Unterhaltungsmusik.

1977 führte sein Weg nach Wertingen, wo er in den Folgejahren musikalisch viel bewirkte. In der Zusamstadt hatte er eine Chance, für die er anderes gerne opferte. Hier wuchsen nicht nur seine drei Söhne auf. Hier baute er Musikschule, Stadtkapelle, Bläserphilharmonie, Bigband und Jugendkapelle auf und aus. Hier verlieh ihm der Stadtrat einen ganz speziellen Titel.

Wissen Sie, von wem die Rede ist? Dann notieren Sie sich den Namen. Bis zum Ende der Sommerferien veröffentlichen wir jeden Tag ein neues Kinderbild. Schauen Sie in Ihre Zeitung und raten Sie mit! Je mehr Namen Sie herausfinden, umso höher sind Ihre Chancen auf einen Gewinn. Schicken Sie uns ihre Liste nach den Sommerferien entweder per Mail an redaktion@donau-zeitung.de, Betreff Sommerquiz oder per Post an Donau-Zeitung, Redaktion, Große Allee 47, 89407 Dillingen. Bitte denken Sie dabei an Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer. Wir sind schon gespannt, wie viele Promis Sie erraten.

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