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29.05.2020

Flächennutzung:Lauingens Plan steht

Wofür das Verfahren notwendig ist

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Stadt Lauingen ist nun fast abgeschlossen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Feststellungsbeschluss zugestimmt. Sobald das Landratsamt die Genehmigung erteilt, kann die Satzung bekannt gemacht werden. Doch wofür braucht Lauingen den Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan überhaupt? Bürgermeisterin Katja Müller übergab Werner Dehm vom Planungsbüro Opla das Wort, der erklärte: „Das Ziel des Flächennutzungsplans ist, die Bodennutzung für die nächsten zehn bis 15 Jahre festzulegen.“ Also beispielsweise, wo und wie viel Wohngebiet umwelt- und ressourcenverträglich ausgewiesen werden kann. Allerdings wird der Plan nicht jedes Mal neu erstellt, sondern eben geändert, wie die Lauinger an diesem Verfahren sehen. Während der Flächennutzungsplan für das gesamte Gemeindegebiet erstellt wird, gelten Bebauungspläne jeweils für ein bestimmtes Gebiet. Gibt es dafür keinen Flächennutzungsplan, muss dieser parallel zum Bebauungsplan erstellt werden. Wird ein Bebauungsplan aus einem bestehenden Flächennutzungsplan entwickelt, braucht die Kommune keine Genehmigung durch das Landratsamt mehr und kann das Verfahren wesentlich schneller abschließen.

Während der Sitzung erläuterten Dehm und seine Kollegin Patricia Goj kurz, welche Stellungnahmen von den Behörden und Trägern öffentlicher Belange während der letzten Auslegung eingegangen waren. Unter anderem wies die Höhere Landesplanungsbehörde darauf hin, dass die geplanten Wohnbauflächen sowie gemischten Bauflächen den prognostizierten Flächenbedarf nicht unerheblich übersteigen. Dies sei laut Dehm darauf zurückzuführen, dass sich die Stadt einen Spielraum schaffen möchte, falls der Grunderwerb eines Teils der ausgewiesenen Flächen scheitern sollte. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Wertingen möchte, dass der Standort und die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten der 25 bis 30 landwirtschaftlichen Betriebe gesichert sind, indem sie beispielsweise vor heranrückender Wohnbebauung geschützt werden. Dabei verweist das Amt auf die enormen Möglichkeiten der Innenentwicklung in Lauingen und schreibt: „Wir begrüßen die Bemühungen der Stadt Lauingen, die Innenentwicklung zu forcieren und den Flächenverbrauch einzuschränken.“ Die unbebauten Grundstücke wurden laut Dehm angeschaut, Leerstände erfasst. Das Dilemma laut Dehm: „Lauingen ist bei fast keinem davon im Besitz der Grundstücke, sonst bräuchten wir im Außenbereich nicht so viel.“

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