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Landkreis Dillingen

08.08.2015

Gitarren-Guru mit Wurzeln in Glött

Siggi Schwarz (rechts) hat auch schon  mit Bryan Adams gespielt.
Bild: Horst von Weitershausen

Siggi Schwarz, ein weltweit anerkannter Blues-Rock Gitarrist, kommt mit Sarah Straub nach Lauingen. Der Heidenheimer hat Wurzeln im Landkreis.

Was haben die internationalen Rock-Pop-Blues Größen Bryan Adams, Carlos Santana, John Mayall oder Eric Burden mit der Gemeinde Glött zu tun?

Auf den ersten Blick eigentlich nichts, doch Kenner der Szene werden die Gemeinsamkeiten erahnen sobald sie den Namen Siggi Schwarz hören oder lesen. Denn als einer der anerkannt besten deutschen Rock-Blues-Gitarristen hat Siggi Schwarz im Februar 1958 das Licht der Welt in Glött erblickt. Und obwohl er bereits als Kleinkind mit seinen Eltern nach Heidenheim umgezogen war, verbindet ihn heute noch viel mit seinem Geburtsort. Verbrachte er doch dort häufig seine Schulferien bei Tanten und Onkeln.

„Ich habe immer gute Erinnerungen an Glött“, sagt Siggi Schwarz beim Besuch der DZ in seinem Heidenheimer Musikdomizil, wo dem Besucher sofort einige legendäre Gitarrenmodelle von Gibson und Fender sowie Marshall Amps und Boxen ins Auge stechen. Siggi schnappt sich eine Les Paul und intoniert einige der weltberühmtesten Gitarrenriffs, darunter „All along the Watchtower“ im Hendrix-Stil, Richi Blackmore’s „Smoke on the Water“, Jimmy Pages „Whole lotta love“ oder Keith Richards „Satisfaction“. „Mit diesen Riffs habe ich mir das Gitarrenspiel selbst beigebracht und dabei auch meinen eignen Stil entwickelt“, sagt er und erzählt mit großem Enthusiasmus, dass seine Eltern gegenüber seinen Gitarrenspielübungen sehr aufgeschlossen waren. Ganz wichtig für seinen zukünftigen Weg als Gitarrist und Musiker sei auch der Film über das legendäre Woodstock gewesen.

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„Da habe ich mich entschlossen, diesen Weg zu gehen, gründete mit Schulkameraden das Blues-Rock-Trio Ash und tourte durch Jugendtreffs im Raum Heidenheim.“ Mittlerweile hat Siggi Schwarz, der nach dem Besuch der Fachhochschule eine Ausbildung als Siebdrucker absolviert hat, mit diversen Bands über 2500 Konzerte mit über einer Million Zuschauern gespielt, wobei er beispielsweise mit seiner Band VIP, 1987 im Circus-Krone-Bau von München den Marlboro Music Award als beste deutsche Rockband unter mehr als 1200 Teilnehmern gewann und von der einschlägigen Presse mit den „Scorpions“ verglichen wurde.

Die Liste der Musiker mit denen Siggi Schwarz auf der Bühne stand klingt wie das „Who is Who“ der Blues-Rock-Szene. Neben den bereits erwähnten, stand er an der Seite von Pete Townshend (The Who), Deep Purple, Toto, Tina Turner, Jonny Winter, Mick Taylor (ehemals Rolling Stones), ZZ Top, Alan Parsons Project, Uriah Heep und vielen, vielen mehr.

Darüber hinaus hat er auch 13 eigene Alben produziert und auf weiteren 30 Alben als Studiomusiker mitgewirkt. Sein jüngstes Album „Siggi Schwarz – Milestones of Rock“ mit den großen Hits der Rockgeschichte, wie Stairway to Heaven, Hotel California, Imagine, Wish you were here, eingespielt mit den Ulmer Philharmonikern sowie Bobby Kimball und Geoff Whitehorn, kam im Mai dieses Jahres heraus.

Neben seinen Aktivitäten als professioneller Musiker machte er sich im Jahr 1980 als Gitarrenhändler selbstständig, gründete die Firma Pro Music und kaufte im Jahr 1990 ein idyllisch gelegenes Geschäftsgebäude am Stadtrand. Dieses Geschäft wurde in den folgenden Jahren zu einem weltweiten Überbegriff für einzigartige Exklusivität. Eine wahrscheinlich einmalige, atemberaubende Auswahl an Custom Shop, Vintage´Gitarren und erlesenen Röhrenverstärkern führte Interessenten und Kunden sowie berühmte Musiker aus der ganzen Welt in das kleine süddeutsche Städtchen Heidenheim.

Nachdem ihm jedoch sein Engagement als Musiker, Produzent und Konzertveranstalter immer mehr abverlangte, schloss er im Jahr 2007 seinen Gitarrenshop. Davor hatte er sich jedoch schon im Sommer 2004 dazu entschlossen, Kultur in seine Heimatstadt zu bringen. Seit dieser Zeit veranstaltet er jährlich sieben bis zehn mittelgroße Konzerte in Heidenheim. So auch das alljährliche Brenzpark Open Air, auf dem Stars der internationalen und nationalen Szene auftreten.

Als Produzent arbeitete er zusammen mit den Rock-Pop-Größen Michael Schenker, Chris Thompson, Chris Norman, Mungo Jerry, Steve Lukather, Simon Phillips, Frank Diez, Geoff Whitehorn, Laurie Wisefield, Alex Conti und Pete Haycock, um nur einige von ihnen zu nennen. Vor einiger Zeit begegnete er nun auch Sarah Straub und war von ihrem musikalischen Können sehr beeindruckt, weshalb er auch ab und an mit ihr gemeinsame Auftritte veranstaltet. Dabei bekommen die Songs von Sarah Straub durch sein einzigartiges Gitarrenspiel eine völlig andere Note. Zu hören sein werden die beiden mit Florian Hirle am Sonntag, 9. August, ab 18 Uhr im Lauinger Kannenkeller. Das Konzert findet bei schlechter Witterung im Foyer statt.

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