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Haushalt

12.05.2018

Jetzt geht es an die Ersparnisse

So ist die Finanzlage in den Bachtalgemeinden Syrgenstein, Bachhagel und Zöschingen. Eine davon bleibt weiterhin schuldenfrei

Die Bachtalgemeinden Syrgenstein, Bachhagel und Zöschingen haben zum Teil große Projekte in diesem Jahr vor. Das macht sich auch bei den Finanzen bemerkbar. Ein Überblick über die jeweilige Haushaltssituation:

Mit über elf Millionen Euro Gesamtvolumen arbeitet Syrgenstein heuer mit dem größten Haushalt seit Jahren. Dies liegt vor allem an zwei Großprojekten: der Erschließung des Baugebiets Hofäcker III, die gut 1,7 Millionen Euro kostet, sowie dem Neubau von Mietwohnungen im Rahmen des Wohnungspaktes Bayern, für den 1,8 Millionen Euro vorgesehen sind. Dazu kommt unter anderem die Erneuerung der Wasserleitung in der Memminger Straße für 190000 Euro.

Die außergewöhnlichen Ausgaben kann die Gemeinde stemmen, indem sie an die Ersparnisse geht. Gut 1,6 Millionen Euro entnimmt Syrgenstein aus seinen Rücklagen. Damit hat Syrgenstein nur noch rund 368000 Euro an Erspartem übrig. Im Zusammenhang mit dem Wohnbauförderprogramm nimmt die Gemeinde außerdem einen Kredit von gut einer Million Euro auf. Parallel dazu bekommt Syrgenstein für das Wohnprojekt einen Zuschuss von 540000 Euro.

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Nach knapp zwölf Millionen Euro im Jahr 2016 und fast elf Millionen Euro 2017 ist das diesjährige Haushaltsvolumen in Bachhagel mit rund 6,5 Millionen Euro überschaubarer. Die knapp 1,8 Millionen für den Umbau des Brauerei-stadels wurden im Jahr 2017 finanziert und finden sich deshalb im diesjährigen Haushalt nicht wieder. Wesentliche Ausgabepunkte sind heuer vielmehr die Ortsumfahrung Bachhagel-Burghagel (525000 Euro), die erste Raten für die Sanierung der Grundschule (300000 Euro) und für die Gemeindehalle (100000 Euro) und Planungskosten für den Neubau beziehungsweise Anbau von zwei Krippengruppen (100000 Euro). Die diesjährige Rate für die Ortsumfahrung bekommt die Gemeinde als Zuschuss. Außerdem entnimmt sie gut 750000 Euro aus den Rücklagen. Eine Kreditaufnahme ist 2018 nicht vorgesehen. Damit bleibt Bachhagel seit 2008 schuldenfrei.

Der Haushalt der kleinsten der drei Bachtalgemeinden ist heuer gut drei Millionen Euro schwer. Wegen der hohen Gewerbesteuereinnahmen 2016 bekommt Zöschingen in diesem Jahr keine Schlüsselzuweisungen. Auf der anderen Seite muss die Gemeinde mehr als 610000 Euro Kreisumlage zahlen – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Für die Erschließung des Baugebiets Brauweg zahlt Zöschingen heuer gut 230000 Euro. Für den Neubau eines Geh-, Rad- und Wirtschaftsweges zusammen mit der Neugestaltung der Einmündung zur Ballmertshofer Straße bleibt für die Gemeinde in diesem Jahr ein Eigenanteil von 200000 Euro.

Um die Ausgaben zu stemmen, geht es – wie in den anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft – an die Ersparnisse. Fast 840000 Euro nimmt Zöschingen aus den Rücklagen, dort bleiben nicht einmal mehr 100000 Euro übrig. Ein Kredit ist heuer dagegen nicht vorgesehen. (ands)

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