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Kein angenehmes Haushaltsjahr für Lauingen

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Kommentar Von Jakob Stadler
22.03.2018

Lauingen muss durchhalten, bis die Gewerbesteuer wieder steigt.

Das ist kein angenehmes Jahr für den Lauinger Stadtrat. Es gäbe viel zu tun in der Albertus-Magnus-Stadt – doch ohne Geld werden in diesem Jahr viele Themen auf der Strecke bleiben. Dass die Gewerbesteuer 2018 so viel niedriger angesetzt werden muss, trifft die ohnehin klamme Stadt empfindlich. Doch es gibt Gründe, auf eine positive Entwicklung zu hoffen.

Denn in Lauingen wurde investiert im vergangenen Jahr, sehr viel. Same Deutz-Fahr ist da natürlich als erstes zu nennen, aber der Traktorenhersteller war nicht der einzige. Etwa 130 Millionen wurden von den Unternehmen insgesamt investiert. Trotzdem ist die Gewerbesteuer nun deutlich niedriger als zuvor. Das hängt auch daran, dass die Stadt Gewerbesteuern aus den vergangenen beiden Jahren zurückzahlen muss. Woran das liegt, ist aus den Zahlen nicht wirklich ersichtlich und nur dem Finanzamt bekannt. Die Gewinne der Unternehmen obliegen schließlich dem Steuergeheimnis.

Es ist anzunehmen, dass es schlicht dauert, bis Investitionen zu höheren Gewinnen führen. Erst einmal wurde schließlich nur Geld ausgegeben – dadurch sind die Gewinne verschiedener Unternehmen niedriger. Das Ziel der Investitionen ist aber natürlich, mehr Geld zu erwirtschaften, was Jobs sichert oder sogar schafft. Wenn das geschieht, profitiert auch die Stadt Lauingen.

Bis dahin aber, es hilft ja nichts, muss die Stadt mit dem Geld auskommen, das da ist. Und das ist nun einmal nicht viel. Die Weichen sind gestellt, dass das in Zukunft etwas besser aussieht. Aber wann das sein wird, ist noch schwer zu sagen. Für die Stadt wäre es dringend notwendig, dass diese Wende schnell geschieht. Dieses Jahr kann die Kommune sich an den Rücklagen bedienen, die sie mit Blick auf zu erwartende schlechte Zeiten angelegt hat. Viel bleibt nach diesem Jahr aber nicht mehr übrig. Ein Haushalt wie in 2018 ist so für das Jahr 2019 nicht mehr möglich.

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