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Landkreis Dillingen

25.10.2020

Kreis Dillingen überschreitet den Corona-Warnwert von 50

Auch im Landkreis Dillingen werden immer mehr Menschen auf das Coronavirus getestet.
Bild: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Wie das Landratsamt am späten Sonntagvormittag mitteilte, überschreitet der Kreis Dillingen den Corona-Warnwert von 50. Was jetzt gilt

Erst am vergangenen Donnerstag hat der Landkreis Dillingen den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 überschritten (Covid-19: Kreis Dillingen überschreitet Warnwert von 35). Weil die Zahl der positiv getesteten Personen weiter anstiegt, überschritt der Landkreis am Wochenende den Schwellenwert von 50. aktuell liegt der Wert laut Pressemitteilung bei 54,89.

Damit gelten nun auch im Landkreis Dillingen ab Montag, 26. Oktober, neben den bereits geltenden Beschränkungen weitere verschärfte Verhaltensregeln und Maßnahmen:

1. Es besteht Maskenpflicht auch am Platz an Schulen aller Jahrgangsstufen und somit auch an den Grundschulen.

Was bei privaten Feiern im Landkreis Dillingen jetzt gilt

2. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt; dies gilt auch für die Gastronomie.

3. Der Teilnehmerkreis an zulässigen privaten Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten)ist unabhängig vom Ort der Veranstaltung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt.

4. Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt (Sperrstunde); ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder mitnahmefähigen nichtalkoholischen Getränken.

5. Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

6. Der Konsum von Alkohol ist auf den öffentlichen Plätzen, auf denen Maskenpflicht besteht, in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Dies gilt für folgende Örtlichkeiten:

Dillingen: Königstraße, Bayerisch-Hof-Platz, Taxispark, Bahnhofsgelände, Kapuzinerstraße, Rosenstraße, Adolph-Kolping-Platz sowie Teile der Gabelsbergerstraße, der Regens-Wagner-Straße und der Maria-Theresia-Haselmayr-Straße

Lauingen: Marktplatz einschließlich der angrenzenden Bereiche der Herzog-Georg-Straße, der Imhofstraße und der Albertusstraße, Platz vor der Stadthalle einschließlich der angrenzenden Bereiche von Brüderstraße und Oberer Schanzweg, Bahnhofsgelände sowie der Bereich des Buswendeplatzes in der Friedrich-Ebert-Straße

Gundelfingen:Professor-Bahmann-Straße, Schnellepark, Bahnhofgelände, Vorplatz Salerno,Burggraben, Sägplatz

Höchstädt: Marktplatz und Bahnhofgelände

Wertingen: Marktplatz

Im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Schulen im Landkreis gilt Stufe 3 des jeweiligen Rahmenhygienekonzeptes.

Eine Voraussetzung ist notwendig, damit die Maßnahmen im Landkreis Dillingen ab Montag gelten

Die vorgenannten Maßnahmen gelten unter der Voraussetzung ab Montag, 26. Oktober, dass das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege noch heute, also am Sonntag, den Landkreis Dillingen auf der Homepage des Staatsministeriums unter den Landkreisen listet, die den Warnwert von 50 überschritten haben. So regelt die 7. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung laut Pressemitteilung, dass die dort verbindlich geregelten Maßnahmen per Verordnung erst ab dem Folgetag der erstmaligen Nennung eines Landkreises auf der genannten Seite des Ministeriums gelten.

Dillingens Landrat betont: Es gibt keinen lokal abgrenzbaren Hotspot

„Der bayernweite Trend des raschen Anstieges der Infektionszahlen macht auch vor dem Landkreis Dillingen nicht halt“, sagt Landrat Leo Schrell. Derzeit liegen keine lokal abgrenzbaren Hotspots vor. Vielmehr verteilt sich das Infektionsgeschehen gleichmäßig über den gesamten Landkreis. „Dies macht die Eindämmung der Infektionen durch Verfolgung der Kontakte und Unterbrechung der Infektionsketten umso schwieriger“, so Schrell.

Umso mehr sei jeder Einzelne in dieser für die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens so entscheidenden Phase aufgerufen, mit der notwendigen Selbstdisziplin auf die nun geltenden Corona-Regeln zu achten und sie einzuhalten. „Nur so wird es zu schaffen sein“,betont der Landrat, „das Infektionsgeschehen im Landkreis im Griff zu behalten und Infektionsketten möglichst rasch zu identifizieren und zu unterbrechen“. (pm)

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