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Haushalt

17.04.2019

Lutzingen baut, plant und hat Reserven

Der Blick in die Gaststätte: Hell, freundlich, offen, gemütlich und genügend Platz. Alles ist neu gemacht worden im „Zum IBL“ in Lutzingen.
Bild: Simone Bronnhuber, Archivbild

Fertige Bauplätze, neues Feuerwehrauto: Was 2019 alles in Lutzingen ansteht. In Unterliezheim steht an Pfingstmontag etwas Besonderes an.

Eugen Götz lacht laut auf. „Da muss ich nicht überlegen“, sagt er und schmunzelt. Lutzingens Bürgermeister hält die vielen Din-A4-Seiten des Haushaltes seiner Gemeinde in der Hand. Spielraum für Wunschprojekte hat er nicht. Dabei steht der Etat für 2019 auf gesunden Beinen. Es sind keine neuen Schulden geplant. „Und wir haben noch Geld für Investitionen“, erklärt er. Das will der Rathauschef vor allem für Grundstückskäufe einsetzen oder „mindestens auf Reserve“ haben. Diese Reserve ist im Haushalt, den der Gemeinderat vergangene Woche einstimmig abgesegnet hat, mit 250000 Euro eingestellt.

Götz und sein Gremium haben aber nicht nur diesem Polster zugestimmt. Sie wollen und müssen auch große Brocken ausgeben, erklärt der Rathauschef. Eine Viertelmillion Euro sind für den Kanal im Baugebiet „Holzbauernberg“ in Unterliezheim eingeplant. Die Arbeiten sind bereits abgeschlossen, auch die Straße für rund 80.000 Euro ist fertig. Götz: „Die Bauherren können loslegen. Vier Plätze sind schon reserviert. Insgesamt haben wir dort sieben geschaffen.“ Im alten Baugebiet in Unterliezheim gibt es zudem aktuell noch zwei freie Parzellen. In Lutzingen, im Baugebiet „Kreuzwiese“, stehen für Interessierte momentan noch vier Bauplätze zur Verfügung. Einige sind reserviert oder schon verkauft worden, so Eugen Götz. „Wir haben ja im ersten Schritt nur die Hälfte des Baugebietes erschlossen. Wir können bei Bedarf erweitern“, erklärt er.

Im "Bremerberg" soll die komplette Straße gemacht werden

Bauarbeiten finden in jeden Fall im Lutzinger Gewerbegebiet „Bremerberg“ statt. Dort soll laut Götz die komplette Straße gemacht werden – inklusive Kanal für die neuen Parzellen. Insgesamt rund 200.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

Lutzingen baut, plant und hat Reserven

Exakt die gleiche Summe steht im Finanzplan des Vermögenshaushalts der Gemeinde auch auf der Ausgabenseite beim Thema „IBL“, das Interkommunale Bürgerzentrum in Lutzingen. Bürgermeister Götz erklärt: „Das sind noch Restzahlungen. Wir bündeln Rechnungen und dann werden diese an die Regierung geschickt.“ So stehen auch gleichzeitig auf der Einnahmeseite rund 118000 Euro – die staatliche Förderung für das Leuchtturmprojekt, von der Götz ausgeht. „Das IBL ist ein voller Erfolg. Ich habe schon Reservierungen für eine Kommunionfeier im Jahr 2020 angenommen. Wir sind sehr stolz“, schildert er. Ein paar Kleinigkeiten sollen nun noch gemacht werden, unter anderem sollen ein Trinkwasserbrunnen sowie Ladestationen für E-Bikes installiert werden. Letzteres, so Götz, sei auch für das Klosterbräu in Unterliezheim geplant.

An Pfingstmontag steht in Unterliezheim etwas Besonderes an

Die Unterliezheimer dürfen sich aber noch über etwas anderes freuen. Am Pfingstmontag wird offiziell das neue Feuerwehreinsatzfahrzeug eingeweiht. Das gebrauchte Gefährt ist bereits vor Ort, es schlägt mit 43000 Euro im Etat 2019 zu Buche. Und es kommen noch weitere 7000 Euro dazu. Denn: Im Gerätehaus muss für das neue Auto eine sogenannte Abgasabsauganlage errichtet werden. So die Vorschriften.

Im Verwaltungshaushalt, der heuer mit rund 1,5 Millionen Euro abschließt, fällt vor allem eine erhöhte Zahl im Vergleich zum Vorjahr ins Auge. Ausgaben in Höhe von 26000 Euro für Straßenbeleuchtung. Götz erklärt: „Es fehlt noch eine einzige Straße, die Deisenhofer Straße in Lutzingen, dann ist die Gemeinde komplett auf LED umgerüstet. Dafür brauchen wir das Geld.“ Und dann überlegt Lutzingens Bürgermeister doch noch kurz, was er für Wunschprojekte für seine Gemeinde hat – wenn es die Finanzen zulassen. Schon lange zerbreche er sich den Kopf darüber, wie sich Lutzingen und Unterliezheim innerorts weiterentwickeln könnten. Speziell im Bezug auf das Thema Flächenverbrauch mache er sich viele Gedanken. Und der Bürgermeister hat auch Ideen. „Aber die sind nicht spruchreif und behalte ich noch für mich.“

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