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Alte Synagoge Binswangen

10.07.2018

Lydia Edin zieht künftig die Fäden

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Bei Lydia Edin werden ab sofort über das Kulturamt des Landratsamtes Dillingen die Fäden in Sachen Alte Synagoge Binswangen und „DLG – Kultur und Wir“ zusammenlaufen.

Das Entscheidungsgremium beruft Rischgauerin ins Amt. Die Vereinsgründung beim Netzwerk jüdische Geschichte stockt.

Die Verantwortlichen des Förderkreises Synagoge im Landkreis Dillingen beschäftigten sich bei ihrem Treffen im Binswanger Schillinghaus mit anstehenden Maßnahmen und Planungen für das zweite Halbjahr 2018. Bei der Sitzung wurde die neue Geschäftsführerin der Einrichtung, Lydia Edin, offiziell vorgestellt und einstimmig ins Amt berufen. Sie ist Nachfolgerin von Hedwig Regensburger-Glatzmaier, die mit Ablauf des Monats Juni beim Landratsamt aus dem aktiven Dienst ausschied. Edin ist bei der Kreisverwaltungsbehörde in einer Doppelfunktion tätig und zieht künftig auch die Fäden beim Verein „DLG – Kultur und Wir“.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Anton Kapfer, berichtete über den Sachstand bei den Bemühungen, das Netzwerk jüdische Geschichte und Kultur in Bayerisch-Schwaben in einen Verein überzuführen. Leider sei es bisher noch nicht gelungen, bei den entscheidenden Personen des jüdischen Kulturmuseums Augsburg für das Vorhaben offene Türen zu finden, bedauerte Kapfer. Gerade bei den Kommunen mit jüdischer Geschichte auf dem flachen Land gebe es seit Jahren zahlreiche Menschen, die sich für die wichtige Erinnerungskultur verantwortungsbewusst einsetzen, unterstrich der Vorsitzende.

Hier hoffe man weiter auf eine entsprechende Zusammenarbeit mit der Einrichtung jüdisches Kulturmuseum Augsburg, die aus wissenschaftlicher Sicht und organisatorischer Unterstützung heraus enorm wichtig sei, unterstrich Kapfer. Man werde sich vom Netzwerk aus weiter um eine Lösung bemühen, berichtete der Vorsitzende aus der jüngsten Sitzung der Netzwerk-Einrichtung. Bisher gebe es leider kein Signal aus Augsburg, sich an dem beabsichtigten Verein zu beteiligen. Eine Vereinsgründung brächte unter anderem eine gesicherte finanzielle Basis zur Realisierung geplanter Projekte, heißt es beim Förderverein. Freude herrschte bei der Sitzung über eine ansehnliche Spende der Gruppe „Saitenwind“, deren Konzerte in der Synagoge sehr erfolgreich waren. Eintausend Euro fließen nun in die Kasse des Fördervereins. Dies komme gerade recht, weil man eine Sprechanlage kaufen wolle, die dringend notwendig sei, um die Akustik-Situation in dem einstigen jüdischen Gotteshaus zu verbessern, das als Konzertraum sehr gefragt sei, erläuterte Vorsitzender Kapfer. Dem Kauf der Anlage wurde zugestimmt.

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Der Europäische Tag der jüdischen Kultur soll im Landkreis Dillingen wieder mit Friedhofsführungen in Buttenwiesen und Binswangen aber auch mit einer Veranstaltung in der Synagoge begangen werden. Erzählungen, Gedichte und Musik werden in die Feierstunde im September einfließen.

Auch das Pogromgedenken am 10. November werden Binswangen und Buttenwiesen gemeinsam durchführen. Junge Menschen sollen bei der Ausgestaltung des schicksalhaften Tages, der sich heuer zum 80. Male jährt, aktiv eingebunden sein.

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