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Lauingen

13.01.2020

Mehr als Swing und Jazz: Was das Monday Night Orchestra auszeichnet

Neben Gitarristen, Posaunisten, Trompetern und mehr hat das Monday Night Orchestra auch eigene Sängerinnen. Das Bild zeigt die Band nach einem Auftritt im Jahr 2016.
Bild: Monday Night Orchestra

Plus Bei der Bigband Monday Night Orchestra steht das Niveau im Vordergrund. Warum es Neulinge nicht immer leicht haben.

Mit Swing und Jazz hat alles begonnen. Heute fühlt sich das Monday Night Orchestra aus Lauingen auch in vielen anderen Genres wohl, etwa Pop- oder Filmmusik aus bekannten Blockbustern. Udo Jürgens kommt in ihrem Repertoire ebenso vor wie die „Blues-Brothers“, der 90er Hit „Wannabe“ oder „Don’t stop believing“. In 25 Jahren entwickelt sich eine Band eben weiter, nicht nur, wenn es um die Musik geht.

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Begonnen hat alles 1994

Begonnen hat alles 1994, als ein paar Freunde aus Lauingen und Umgebung ein Bläserensemble gründeten. Ein Jahr später kam das Rhythmusregister dazu, die Band No Please entstand. 2019 und 2020 feiert ihr Nachfolger also gleich ein doppeltes Jubiläum. Seitdem spielen nicht nur Posaunen, Trompeten und Saxophone in der Band, sondern auch Keyboards sowie elektrische Gitarren und Bässe. Aus dem Bläserensemble wurde eine richtige Big Band.

Aus No Please wurde irgendwann das Monday Night Orchestra. Wie es ausgerechnet zu diesem Namen kommt? „Na, weil wir immer montags proben“, erklärt Cornelia Schwarz. Die Gundelfingerin spielt selbst seit 14 Jahren in der Big Band die Posaune. Manchmal, sagt sie, dauere so eine Probe schon auch bis in die Nacht. Gemeinsam mit einigen Musikerkollegen erzählt Schwarz, worauf es beim Monday Night Orchestra ankommt.

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Anspruch steht für Mitglieder im Vordergrund

Und das ist so einiges: Der Anspruch steht für die Mitglieder im Vordergrund. Jeder der Musiker muss seine Rolle perfekt beherrschen. Denn jede Stimme ist nur einmal besetzt. Und jeder Auftritt wird mit Mikrofonen aufgezeichnet. Falsch gespielte Noten oder ein verpasster Einsatz fallen so viel eher auf. Anfangs habe die Band nur relativ leichte Six-Pack-Nummern gespielt, heute sind es dagegen meist aufwendigere Arrangements, erzählt Schwarz. Der Anspruch aber macht für viele Musiker, die aus dem ganzen Landkreis und weit darüber hinaus herkommen, auch den Reiz an der etwa 20-köpfigen Band aus. Keyboarderin Rosi Gentner sagt zum Beispiel grinsend: „Als ich angefangen habe, hatte ich keine Ahnung, was da auf mich zukommt.“ Ihr Vorgänger habe sein Instrument sehr gut beherrscht. „Da hadert man dann schon. Aber man wird selbst auch besser. Und darum geht es ja.“ Auch wenn die Anfangszeit nicht ganz leicht gewesen sei: Heute könne sie es sich ohne die Band nicht mehr vorstellen.

Leah Schneider geht es ähnlich. Die 18-jährige Posaunistin ist noch kein ganzes Jahr Mitglied des Monday Night Orchestra. Vor ihrem ersten Auftritt vor einigen Monaten sei sie besonders nervös gewesen, eben wegen der Mikrofone. „Aber das hat ganz gut geklappt“, sagt sie. Die Anfangszeit ist für so manche Neulinge trotzdem nicht ganz leicht. Denn für sie gibt es zahlreiche Lieder zu lernen. Cornelia Schwarz erklärt: „Wenn jemand bei uns anfängt, hat er richtig viel zu tun.“

Schwierige Suche nach Nachwuchs

Der hohe Anspruch der Band aber führe auch dazu, dass sich die Suche nach Nachwuchs eher schwierig gestalte. Wie viele andere Bands und Musikkapellen beklagt auch das Monday Night Orchestra fehlende Verstärkung. Aktuell fehlen etwa Saxophonisten und Trompeter. Wie viel Arbeit hinter jedem einzelnen Stück steckt, wird klar, wenn man Probezeiten und Konzertauftritte vergleicht: Fünf bis zehn Auftritte spielen die Musiker im Jahr. Geprobt wird aber trotzdem jede Woche, im Probenheim des Lauinger Spielmannszugs.

Hier ist das Monday Night Orchestra zu sehen

Zu sehen ist die Band bei Abibällen, Betriebsfesten, Konzertveranstaltungen oder, wenn sie regelmäßig eigene Veranstaltungen aus dem Boden hebt – etwa das Jubiläumskonzert im vergangenen Jahr, das gemeinsam mit einer befreundeten Gruppe gestaltet wurde. Dann gibt es auf der Bühne einiges zu sehen: In schillernden Kostümen stehen die Musiker dort oben, ganz vorn die Sänger. So manche Musiker haben im Lauf der Zeit sogar eigene Choreografien entwickelt. Die Posaunistinnen Schwarz und Schneider zum Beispiel: „Wir tanzen immer mit, wenn wir spielen“, erzählt Schneider und die beiden lachen.

Jedes Jahr im Winter bewerben sich die Musiker für Veranstaltungen im kommenden Jahr. Was 2020 auf dem Plan steht, können sie noch nicht sagen. Eines ihrer Ziele in diesem Jahr: Sie wollen auf dem Herzplatzfest im Juli in Lauingen mit dabei sein.

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