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Stadtrat

15.06.2016

Neuer Kiesabbau und Rekultivierung

In Höchstädt wird darüber diskutiert, ob Freizeitflächen entstehen können. Auch ein Vogel spielt bei dem Thema eine große Rolle

Bei Höchstädt soll in den nächsten acht Jahren weiter Kies abgebaut werden. Nördlich des Riedschreinerhofs auf der Gemarkung des Dillinger Stadtteils Kicklingen soll bis zu einer Tiefe von bis zu sechs Metern gegraben werden.

In der jüngsten Stadtratssitzung stellte Stadtbaumeister Thomas Wanner die Details der Maßnahme vor. Die Firma Kiesa Quetschwerk will demnach den Nasskiesabbau durchführen. Wanner erläuterte anhand von verschiedenen Karten das Planfeststellungsverfahren zur Herstellung von zwei Gewässern des Nasskiesabbaues nebst Rekultivierung. Zuvor müssten jedoch die Erdoberfläche und Lehmschichten abgetragen werden, die dann an anderer Stelle bei Eignung als Füllmaterial bei der Rekultivierung Verwendung finden werden.

Höchstädt wird bei dem Planfeststellungsverfahren als Nachbargemeinde von Dillingen gehört. In diesem Zusammenhang wurden im Ratsgremium Stimmen laut, bei Zustimmung und der Herstellung des gemeindlichen Einvernehmens die Instandhaltung der Transportwege sowie nach Beendigung des Kiesabbaus den Rückbau dieser Transportwege in den ursprünglichen Ausbauzustand mit aufzunehmen. Stadtrat Wolfgang Konle schlug vor, schon jetzt bei der Zustimmung die Möglichkeit einer späteren Nutzung als Freizeitfläche mit aufzunehmen. Diesen Vorschlag wies sein Kollege Johann Jall zurück. Stattdessen sollten in den rekultivierten Flächen Wiesenbrüter, die durch den massiven Kiesabbau vertrieben wurden, wieder angesiedelt werden. Bürgermeister Stefan Lenz ergänzte, dass es noch Jahrzehnte dauern werde, bis in diesem Kiesabbau-Gebiet eine Rekultivierung ansteht. Die Räte erteilten im Planfeststellungsverfahren ihr Einverständnis, ließen jedoch den Zusatz aufnehmen, dass die Transportwege instandgehalten werden müssen. Außerdem sollen nach Beendigung des Kiesabbaus die Transportwege in den ursprünglichen Ausbauzustand zurückversetzt werden.

Bürgermeister Lenz stellte die bereits begonnene Rekultivierung von See 15 den Ratsmitgliedern zur Diskussion vor. Dabei berichtete Stadtbaumeister Wanner, dass an diesem See rund zwölf Hektar zur Teilkultivierung anstehen. Dabei solle die Verfüllung bis zum Jahr 2036 abgeschlossen sein und bereits im Vorfeld über eine Nutzung entschieden werden. Das Gremium beschloss einstimmig, dass, soweit geeignet, ein Großteil der Fläche wieder der Landwirtschaft zugeführt werden soll. Des Weiteren sollten ökologische Ausgleichsflächen sowie eine für Wiesenbrüter geeignete Grünlandkulisse vorgehalten werden. Darüber hinaus müssten die Zufahrtswege in einen ordentlichen Zustand versetzt werden.

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