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Kommentar

31.01.2020

Nicht Corona ist das Problem

Ein Mundschutz ist sinnvoll, um andere zu schützen, wenn man selbst krank ist. Doch die Sorge vor dem Coronavirus ist übertrieben: Die Grippe greift vielmehr um sich, so hat sich die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Tagen stark erhöht.
Bild: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Während sich die Situation in China zuspitzt, packt die Angst vor dem neuen Coronavirus jetzt auch Menschen in Europa.

(Liebe Leser, dieser Artikel stammt vom 31. Januar dieses Jahres.)

Ja, auch dort gibt es die ersten Virenfälle , doch bislang, zum Glück, mit gutem Verlauf. Anders als in China , wo nicht nur immer mehr Menschen erkranken, sondern auch sterben. Und es gibt noch mehr Unterschiede, etwa die Staatsform, der Umgang mit der Öffentlichkeit, mit den Bürgern, ist in China ein anderer als hier. Auch durch das Vorgehen der chinesischen Regierung, den Nahverkehr einzustellen, Ausgehsperren zu verhängen und Städte abzuriegeln, ist die Lage dort dramatisch. Kein Vergleich mit unserer Situation.

Aber auch in unserem Land herrscht eine Gefahr. Sie heißt Influenza. Jedes Jahr erkranken daran in Deutschland Tausende von Menschen. Laut Ärzteblatt hat die Grippewelle 2017/18 allein in Deutschland 25100 Menschen das Leben gekostet. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, stellt das Robert-Koch-Institut fest. Mit keiner anderen Impfung als der gegen die Grippe lassen sich demnach in Deutschland mehr Leben retten.

Nicht Corona ist das Problem

Im Fasching steigt die Zahl der Grippe-Kranken

Jetzt im Fasching , wenn viele Menschen ausgelassen miteinander feiern, steigt die Zahl der Infizierten erfahrungsgemäß rasant an. Aktuell von einem Patienten pro Woche auf jetzt 14 Patienten im Landkreis Dillingen. Es werden in den nächsten Wochen sicher mehr. Die Grippe wird vor allem älteren und kranken Menschen gefährlich. Trotzdem ist es auch sinnvoll, wenn sich Jüngere impfen lassen, um Ältere nicht anzustecken. Auch der viel belächelte Mundschutz hat seine Berechtigung; eine leichte Erkältung hält in unserer Leistungsgesellschaft ja niemanden von der Arbeit ab. Aber man freut sich doch riesig, wenn das kranke Gegenüber im Zug einem nicht direkt ins Gesicht niest oder hustet. Ein Mundschutz verhindert so etwas.

Und wer nicht gerade in China war, wer keinen Kontakt mit jemandem hatte, der gerade aus China kommt, muss sich derzeit keine Sorgen um eine Infektion mit Coronaviren machen. In dieser Situation Ämter mit unnötigen Sorgen zu beschäftigen oder gar den Besuch im ausländischen Restaurant zu unterlassen, ist nicht sinnvoll, sondern panisch und schadet Behörden und der Gastronomie.

Die internationale Wirtschaft aber beschäftigt das Coronavirus tatsächlich auf der ganzen Welt. Die Folgen dafür sind – wie auch für die Menschen in China – überhaupt noch nicht absehbar. Man kann nur hoffen, dass schnell ein Impfstoff gefunden wird, dass nicht noch mehr Menschen am Coronavirus erkranken und dass unsere Grippewelle in diesem Jahr milde verläuft.

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26.02.2020

Die beste Überschrift seit Corona. Die Antwort ist recht einfach: Die Panikmache zu diesem Virus ist das ganze Übel. Auch gestern wieder die "Sensation", 2 neue Kranke mit dem Virus. Wie viele Krippe-Erkrankte hat es seit dem gegeben, und wie viele sind an Krippe gestorben ? Die Gefährlichkeit sollte mal auf das beschränkt werden, das in den meisten Fällen Kranke und vorbelastete Menschen gefährdet sind und an dem Virus gestorben sind. So lange die Panikmache in den Medien weiterhin bei jedem neuen Fall dramatisiert wird, ändert sich nichts.

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