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Pflanzaktion

18.05.2018

Regen hält die Grüne Stadt Lauingen nicht auf

Die viereinhalbjährige Sarah Arnold im Vordergrund ist nur eine von etwa einem Dutzend Helfern, die trotz des Regens zur Pflanzaktion des Lauinger Jedermannsbeets gekommen sind.
Bild: Jakob Stadler

Die Untergruppe des Arbeitskreises Lebenswertes Lauingen hat ihr Jedermannsbeet neu bepflanzt. Wer etwas hinzufügen will, kann das weiterhin.

Sarahs rosa Gummihose ist von der Erde schon ganz fleckig. Ihre blonden Haare sind trotz der Kapuze ihrer Regenjacke nicht mehr so richtig trocken, und dass die Viereinhalbjährige ihre Gummistiefel angezogen hat, war sicherlich eine gute Idee. Mit der kleinen Schaufel buddelt sie ein Loch in die Erde des kleinen Hügels am Lauinger Ankerplatz. In das Loch kommt eine Pflanze. Der Hügel ist Lauingens Jedermannsbeet, dass es seit gut zwei Jahren gibt. Es ist ein Projekt der Grünen Stadt, einer Untergruppe des Arbeitskreises Lebenswertes Lauingen, angeführt von Simone Winkler.

Die Pflanzaktion ist der Startschuss für die neue Saison. Blumen, Kräuter und Gemüse wachsen dort nun, das Beet kann von jedermann gepflegt, erweitert und geerntet werden. „Wenn es ein bisschen trocken ist, dann kann man das Beet einfach gießen. Dafür stehen immer Gießkannen bereit“, sagt Ulla Seeßle vom Lauinger Quartierbüro. Das Gießen erledigt bei der Pflanzaktion noch der Himmel. Trotz des schlechten Wetters sind ein gutes Dutzend Ehrenamtliche gekommen um die Blumen in die Erde zu bringen.

Ums Eck der großen Beet-Fläche haben die Ehrenamtlichen zudem ein Hochbeet aufgebaut, in dem Kräuter und Gemüse wachsen werden. Auch das kann weiterhin bepflanzt werden. Wenn etwa jemand der Meinung ist, dort sollten viele Tomaten wachsen, „dann kann er da Tomaten anpflanzen“, sagt Quartiersmanagerin Seeßle. Bedienen darf sich dabei auch jeder. Wer also schnell etwas Minze braucht, kann das Beet aufsuchen. „Wenn der Mojito sonst ein bisschen fade ist“, nennt Seeßle eines von vielen Beispielen. Durch dieses Miteinander sei das Beet aber noch viel mehr als schöne Blumen und frisches Grün. „Der Platz wird dadurch ein bisschen zu einem Treffpunkt.“ Deswegen wird am Ankerplatz, gegenüber vom Beet, auch noch ein Spielgerät für kleine Kinder, eine Rutsche mit Klettermöglichkeit, aufgebaut. Seeßle lobt, so ein Projekt könne das Wir-Gefühl der Kommune stärken, Menschen zusammenbringen. Und: „Es tut auch etwas für die Bienen“, bemerkt sie. Denn im vergangenen Jahr hat das Beet einen Preis gewonnen. Beim Wettbewerb „Deutschland summt – wir tun was für Bienen“ hat der mit bienenfreundlichen Pflanzen bepflanzte Hügel den zweiten Platz in der Kategorie „Kommunale Flächen“ erreicht.

Das erfolgreiche Projekt hat auch das Bayerische Fernsehen bemerkt, das ein Team zum Jedermannsbeet geschickt hat. Am Montag, 28. Mai, läuft dazu ab 19 Uhr ein Beitrag in der BR-Sendung Querbeet.

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