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Stiftung Warentest: Das Wasser von Gropper wird schlecht beurteilt.

Bissingen

Nach Verunreinigung: Wie steht es um das Bio-Wasser der Bissinger Molkerei Gropper?

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    So sieht das „Rieser Urwasser“, das stille Bio-Mineralwasser der Molkerei Gropper aus. In tausenden Aldi-Süd-Filialen ist das Produkt zu kaufen. Im Mai 2021 machte das Herzensprojekt des Bissinger Unternehmens mit schlechten Ergebnissen bei Stiftung Warentest Schlagzeilen. Mittlerweile ist das Geschichte.
    So sieht das „Rieser Urwasser“, das stille Bio-Mineralwasser der Molkerei Gropper aus. In tausenden Aldi-Süd-Filialen ist das Produkt zu kaufen. Im Mai 2021 machte das Herzensprojekt des Bissinger Unternehmens mit schlechten Ergebnissen bei Stiftung Warentest Schlagzeilen. Mittlerweile ist das Geschichte. Foto: Ehrenberg, Gropper

    Das Ergebnis von Stiftung Warentest war vernichtend. Das darauffolgende Medien-Echo ein herber Schlag. War doch bis zu diesem Zeitpunkt ausgerechnet genau dieses Produkt für die Geschäftsleitung eine absolute Herzensangelegenheit. Eine „kleine Pflanze, die man besonders schützen will“, beschreibt es Wolfgang Hoff, Geschäftsführer der Molkerei Gropper, vor wenigen Tagen. Daran habe sich nichts geändert.

    Stiftung Warentest: Note 4,6

    Das „Rieser Urwasser“, das stille Bio-Mineralwasser, das das Bissinger Unternehmen produziert, werde weiter vorangetrieben, so Hoff. Denn, und das ist dem Gropper-Geschäftsführer wichtig: „Sowohl unsere Vertriebspartner wie auch unsere Kundinnen und Kunden halten uns die Stange, sie sind uns treu geblieben. Es ist im Großen und Ganzen alles stabil geblieben“, betont Hoff. Trotz der Schlagzeile, die im Frühjahr lautete: „Bio-Wasser der Molkerei Gropper war verunreinigt“.

    Rückblick: Mitte Mai hat die Bissinger Molkerei von den Test-Ergebnissen von Stiftung Warentest erfahren. Das Urteil: Note 4,6. Das „Rieser Urwasser“ schneidet im Vergleich zu anderen Produkten in einigen Kategorien schlecht ab. Sofort, das versichert Hans Guggemoos, Bereichsleiter Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, sei die Produktion beziehungsweise Abfüllung des Mineralwassers gestoppt und umfangreiche Untersuchungen veranlasst worden.

    „Der Grund war schnell gefunden. Der Gemeindebrunnen hatte einen Kurzschluss“, erläutert Guggemoos. So seien unterschiedliche Substanzen ins Wasser gelangt. Hand in Hand habe man dann mit der Gemeinde Bissingen so schnell wie möglich das Problem behoben, sogar der hausinterne Gropper-Geologe war und ist bei diesen Arbeiten vor Ort miteingebunden, heißt es weiter. Noch Ende Mai dieses Jahre s sei der Brunnen wieder abgedichtet gewesen.

    Abfüllung des Wassers wurde sofort gestoppt

    Wichtig, das betonen Gugggemoos und Hoff beide immer wieder im Gespräch: Die Spuren, die die Stiftung Warentest im Bio-Mineralwasser gefunden habe, seien „alle immer unterhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte“ gewesen. Guggemoos: „Das Urwasser war zu jedem Zeitpunkt gesundheitlich völlig unbedenklich.“ So sei schon wenige Wochen später, sprich Mitte Juni, das Wasser wieder abgefüllt und verkauft worden.

    Seit September 2019 wird das Bio-Wasser von Gropper verkauft.
    Seit September 2019 wird das Bio-Wasser von Gropper verkauft. Foto: Gropper

    Zwischenzeitlich habe die Bissinger Molkerei zusätzliche Untersuchungen von externen und unabhängigen Unternehmen auf Eigeninitiative veranlasst, alles sei mit den zuständigen Behörden abgesprochen, immer mit dem Ergebnis, dass das Urwasser völlig in Ordnung sei. Mittlerweile hat die Gemeinde Bissingen auch ihren Brunnen vollständig saniert, noch ist er aber nicht ans Netz angeschlossen. Geschäftsführer Wolfgang Hoff sagt, dass man im ständigen Kontakt mit der Gemeinde stehe, die Zusammenarbeit gut sei.

    Eine erneute Verunreinigung durch technische Fehler dürfte nicht mehr passieren, denn: „Keine Frage: Das Ergebnis hat wehgetan, das war ein Schlag für uns“, sagt Hoff. Vor allem deshalb, weil das kleine Pflänzchen „Rieser Urwasser“ auch innerhalb des Betriebes von Beginn an sorgfältig behandelt werde. Und: „Es ist ein neuer Bereich für uns und wir wissen jetzt, was passieren kann. Wir haben gelernt, dass wir Prozesse noch mehr optimieren können.“

    Die Aldi-Kunden kaufen das Wasser weiter

    Mit Stiftung Warentest habe die Bissinger Molkerei, wie noch im Sommer von Inhaber Heinrich Gropper angekündigt, keinen Kontakt aufgenommen. Dabei wolle man es vorerst belassen, so Hoff weiter. Auch im Verkauf habe sich nichts geändert, bei mehr als tausend Aldi-Süd-Filialen in Bayern und Baden-Württemberg gibt es das „Rieser Urwasser“ für den Kunden zu erwerben – aktuell für 59 Cent pro Flasche reinstes Bio-Mineralwasser. „Es bleibt unser Herzensprojekt“, so Hoff.

    Info: Das Rieser Urwasser wird seit 9. September 2019 offiziell verkauft. Die Bissinger Molkerei hat zufällig auf dem Betriebsgelände eine uralte Tiefenquelle entdeckt – mit Wasser aus der Marienquelle. Diese liefert das reine und unberührte Urwasser. Mehr Infos unter www.rieser-urwasser.de

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