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Finningen

26.08.2019

Tausende Menschen kommen zu den Finninger Feldtagen

Die nach dem Krieg äußerst beliebten Hanomagtraktoren stehen in Finningen in Reih und Glied. Dazwischen hat sich als ein Kramer Oldtimer (Dritter von rechts) eingeschlichen und am Anfang der Reihe steht ein selten gebauter Großschlepper der Firma Eicher.
Bild: Horst von Weitershausen

Alte Traktoren, moderne Maschinen und jede Menge Party: Bei den Feldtagen in Finningen ging es heiß her.

Da war was los: Zu den Finninger Feldtagen strömten am vergangenen Wochenende tausende Menschen aus dem Landkreis und darüber hinaus. Dabei kamen längst nicht nur die Oldtimerliebhaber auf ihre Kosten. Die Traktorfreunde Finningen haben auch in diesem Jahr wieder ihr großes Festival mit alten Fahrzeugen, Maschinen, landwirtschaftlichen Vorführungen und jeder Menge Party organisiert – dank Petrus auch noch bei besten Wetterverhältnissen. Und wer geglaubt hatte, die Besucherzahlen der beiden vergangenen Veranstaltungen seien nicht mehr zu toppen, der irrte sich gewaltig. Was sich an diesem Wochenende in der kleinen Gemeinde abspielte, verlangte großes organisatorisches Können. Denn neben den tausenden von Besuchern mussten auch über 700 Teilnehmer mit ihren Oldtimertraktoren an ihre Plätze auf dem Areal eingewiesen werden, wobei viele der Teilnehmer von außerhalb der Region ihre rollenden „zu Hause“ mit sich führten.

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Beim „Heavy Volxmusik-Konzert“ der Troglauer Buam hielt es die Mehrheit der Besucher nicht sitzend auf den Bänken.
Bild: Weitershausen

Eröffnet wurden die Finninger Feldtage bereits am Freitag mit der Ausstellung „Landtechnik heute“, bei der Wekea Landtechnik aus Aislingen als John-Deere-Vertriebspartner einen Ausschnitt aus der Programmpalette der neustesten Schlepper und landwirtschaftlichen Maschinen der Firma Kerner Maschinenbau Aislingen vorführte.

Tanzen und singen auf den Bierbänken

Klar auch, dass in der Samstagnacht die Stoppelparty mit der „Heavy Volxmusik“ der Troglauer Buam das Festzelt zu beben brachte. Beinahe alle mehr als 1500 Besucher hielt es nicht sitzend auf den Bierbänken. Sie feierten ab den ersten Akkorden des Lederhosen-Rocks stehend und tanzend auf den Bänken und der einen oder die andere auch auf den Tischen.

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Tausende Besucher strömen auf die Finninger Feldtage
Bild: Horst von Weitershausen

Am Sonntag regierten nach einem Festgottesdienst im Zelt und anschließendem Frühschoppen mit den Finninger Musikanten die Oldtimertraktoren und -maschinen das Geschehen. Dieselqualm und Ölgeruch lagen über dem Areal der Finninger Feldtage. Die Auspufftüten von alten Traktoren gaben den Takt an und tausende von Schlepper-Oldtimerfreunde konnten sich an den Ausstellungsstücken nicht satt sehen. Ob Lanz, Hanomag, Deutz, Eicher, Schlüter, Fahr, Porsche, McCormik, MAN, Kramer, Glüdner oder Holder, Traditionsmarken vergangener Traktorenzeiten, alles war bei den Finninger Feldtagen der Traktorenfreunde Finningen vertreten.

Oldtimerliebhaber kommen voll auf ihre Kosten

Über 700 Oldtimer-Schlepper standen in Reih und Glied, um entweder im alten Originalzustand oder mit viel Liebe und Engagement restauriert, die Besucher zu erfreuen. Vorkriegsbulldogs aus den 1930er Jahren bis hin zu den ersten Großschleppern der 1970er Jahre, alles war präsent, was über Jahrzehnte in alten Scheunen oder Garagen „überlebt“ hat. Und wer von den zahlreichen Besuchern möglicherweise dachte, dass viele dieser Schlepper nur als Ausstellungsstücke dienten, der konnte sich bei der großen Schlepperparade durch Finningen vom Gegenteil überzeugen lassen. Hier wurde bei vielen Besuchern die bäuerliche Vergangenheit zur Gegenwart. Natürlich gab es neben zahlreichen Oldtimerliebhabern auch ausgesprochene Spezialisten zwischen den Traktorenreihen. Dabei war das eine oder andere interessante Fachgespräch über Marke, PS, Hubraum und erste hydraulische Einrichtungen zu hören.

Ein Stiftdrescher aus dem frühen 20. Jahrhundert stand bei den zahlreichen Besuchern ebenfalls im Mittelpunkt des Interesses.
Bild: Weitershausen

Neben den Oldtimerschleppern waren alte Maschinen der Vergangenheit zu sehen. So wurde mit historischen Traktoren vorgeführt, wie früher die Felder bestellt und beackert wurden. Darüber hinaus gab es Vorführungen im Gräser-Seil-Binden, Dreschen und einen historischer Göpel.

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