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Stadtrat Dillingen 2

23.05.2015

„Wir wollen Herr im eigenen Haus sein und bleiben“

Bebauungsplan „Donauauen Dillingen-Steinheim“

Erste Konsequenzen aus den Plänen der Wasserwirtschaft neue HQ-100-Gebiete auszuweisen sowie der bayerischen Staatsregierung, für künftige Flutpolder-Areale die vorläufige Sicherung durchzuführen, hat der Dillinger Stadtrat am vergangenen Donnerstag beschlossen. Damit soll die rechtliche Position der Stadt Dillingen, wie es Oberbürgermeister Frank Kunz und Leitender Verwaltungsdirektor Bernd Nicklaser formuliert hatten, verbessert werden. Grund: Die vom Bebauungsplan vorgesehenen Flächen würden sich räumlich zum Teil auch mit den Bereichen überschneiden, die von der sogenannten „vorläufigen Sicherung“ betroffen wären.

„Mit diesem Bebauungsplan wollen wir erreichen, dass die bisherigen Planungen und Überlegungen unserer Stadt für diesen Bereich nicht gefährdet werden. Es gilt, die Landwirtschaft, den Naturraum, Naherholung und Naturtourismus nördlich der Donau in Dillingen und Steinheim zu stärken. Gleichzeitig müssen der Betrieb, die Bestandser-haltung und die bedarfsgerechte Entwicklung der bereits vorhandenen Infrastruktur in diesem Bereich gesichert werden“, so fasste Oberbürgermeister Frank Kunz die Ziele zusammen, die der Stadtrat mit der Aufstellung des Bebauungsplans „Donauauen Dillingen-Steinheim“ verfolgt.

Von diesem Bebauungsplan betroffen ist der nördlich der Donau durch Auwald und landwirtschaftliche Flächen geprägte, wertvolle Naturraum zwischen den Gemarkungsgrenzen Lauingen im Westen und Höchstädt im Osten. In diesem Bereich liegen neben einigen bereits ausgewiesenen Schutzgebieten unter anderem der Trinkwasserbrunnen der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen, die Standort-Schießanlage der Bundeswehr, die Theresia-Haselmayr-Schule, die Sebastian-Kneipp-Halle und auch das Eichwaldbad. Direkt angrenzend befinden sich sowohl in Dillingen als auch Steinheim dichte Wohnbe-bauung sowie Gewerbebetriebe.

„Mit der Aufstellung des Bebauungsplans kommt die Stadt ihrer Verantwortung für die Wahrung der kommunalen Planungshoheit nach“, so Kunz. So müssten Gemeinden immer dann Bauleitpläne aufstellen, sobald und soweit dies für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist.

Josef Kreuzer nannte den Bebauungsplan „längst überfällig“, um die vorhandene Infrastruktur zu erhalten und neue Pläne umsetzen zu können. Günther Schwertberger sagte: „Die Stadt Dillingen will und muss sich auch weiterentwickeln können.“Albrecht Witte betonte, es gehe um Bestandssicherung, nicht um neue Pläne, dort etwas zu bauen: „Wir wollen Herr im eigenen Haus sein und bleiben.“

"Kommentar Seite 23

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