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Bauvorhaben

02.05.2014

Zwei neue Putenställe in Sonderheim geplant

Stadtrat Höchstädt erteilte gemeindliches Einvernehmen

Zwei neue Putenställe könnte es künftig in Sonderheim geben. Zumindest erteilte der Höchstädter Stadtrat am vergangenen Montag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Der Landwirt plant, so führte es Bernd Sing von der Verwaltung aus, seine Geflügelhaltung zu erweitern. Dazu solle ein dritter Standort für die Errichtung von zwei Putenmastställen mit den zugehörigen Nebenräumen und Futtersilos sowie eine Waschwassergrube gebaut werden. Die beiden geplanten Stallungen, so Sing weiter, bieten eine nutzbare Stallfläche von jeweils 4250 Quadratmetern. Vorgesehen sei eine Ausmast von jeweils 11900 Hähnen ab zehn Wochen. Bis zur 21. Woche (21 Kilogramm) sollen die Tiere in den Ställen verbleiben. Das Ausstallen beginne aber bereits ab der 19. Woche.

Alternativ möchte sich der Sonderheimer Landwirt ein Verfahren mit einer gemischtgeschlechtlichen Mast genehmigen lassen. Insgesamt 18700 Tiere würden dann in jedem Stall untergebracht sein. Künftig, so steht es in den Unterlagen des Betreibers, die dem Stadtrat vorlagen, sei mit einem jährlichen Anfall von 1200 Tonnen Putenmist zu rechnen. Dieser solle an zwei bestehende Biogasanlagen weitergegeben werden. Stadtrat Ludwig Kraus sagte dazu: „Die Landwirte haben schon genügend Auflagen, deshalb sollten wir ihnen nicht noch mehr auferlegen.“ Seine Anregung fand Zustimmung, die Stadt Höchstädt erteilte ihr gemeindliches Einvernehmen unter der Voraussetzung, dass unter anderem das Bauvorhaben baurechtlich im Rahmen einer Privilegierung genehmigungsfähig ist, dem Wasserrecht und Immissionsschutz entspricht, mit der Bahntrasse vereinbar ist oder eine Eingrünung erfolgen muss. Außerdem wolle man dem Sonderheimer mit auf den Weg geben, dass er bei der vorgesehenen Abfuhr oder Anlieferung des Putenmists, dieses in abgedeckten oder geschlossen Fahrzeugen vornehme.

Bei der Sitzung am Montag wurde auch das Thema Breitbandversorgung für die Betriebe und Unternehmen in Höchstädt diskutiert. Paul Roither stellte den aktuellen Stand zum Förderverfahren vor. Der Stadtrat war sich einig, auch weiterhin im Programm zu bleiben, um bestmöglich für die Zukunft aufgestellt zu sein.

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