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Gundelfingen

03.11.2019

Reichlich Raum für Experimente

So frei kommt Fabio Kühn (Mitte) selten im gegnerischen Strafraum zum Kopfball. Wobei sich der Gundelfinger Verteidiger gar nicht in die Luft schrauben, sondern eher sogar ducken musste, um den Ball zum 1:0 im Gilchinger Tor zu versenken.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Gegen den TSV Gilching wird der FC Gundelfingen nur selten gefordert und kann etwas Kraft für den Jahresendspurt sparen.

Am Ende konnte der FC Gundelfingen in den Sparmodus schalten. Der Spitzenreiter der Landesliga Südwest führte schließlich mit 2:0 gegen den TSV Gilching-Argelsried, obendrein war der Gegner durch die Ampelkarte für Nick Schnöller unmittelbar vor der Pause dezimiert. „Da konnten wir schon ein wenig die Kräfte sparen“, hatte FCG-Trainer Martin Weng durchaus Verständnis, zumal sich am Ergebnis nichts mehr änderte.

Ein Stück weit hatte der Trainer diese Marschroute zur Pause vorgegeben. „Gilching stand ja ohnehin schon sehr tief“, so Weng, „und der Plan war, den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen und den Gegner etwas zu locken.“ Doch die Oberbayern ließen sich nicht locken und befürchteten wohl eine Klatsche wie vor einem Jahr, als sie im Schwabenstadion mit 0:6 untergingen. An dieses Spiel hatte der FCG-Coach seine Schützlinge ebenfalls erinnert, besonders an die Standards von Manuel Müller. „Genau diese Situation hatte ich angesprochen“, so Weng, und er freute sich, dass der Führungstreffer nach Müllers Flanke durch den Kopfball von Fabio Kühn fiel (17.). Fünf Minuten später hatte Müller von der Strafraumkante freie Schussbahn und jagte den Ball zum 2:0 ins Netz.

Damit war schon früh eine Vorentscheidung gefallen, denn die Gilchinger entwickelten in den gesamten 90 Minuten keine echte Torgefahr. FCG-Schlussmann Dominik Dewein war nie echt gefordert, was ein Stück weit auch am Platzverweis für Schnöller lag, bei dem die Oberbayern mit Referee Thomas Sprinkart haderten. Denn die erste halbe Stunde hatte Sprinkart bei mehreren hart geführten Zweikämpfen auf beiden Seiten die Karten stecken lassen. Als es dem Referee zu viel wurde, zeigte er Schnöller den gelben Karton – und kurz darauf nach einem weiteren Foul Schnöllers gegen Elias Weichler an der Strafraumkante gleich noch einmal. Was in der Summe Gelb-Rot war.

So konnten sich die Gärtnerstädter in der zweiten Halbzeit etwas schonen, ohne die Spielkontrolle zu verlieren. Dazu passte, dass Trainer Weng seinen Torjäger Philipp Schmid vom Feld holte. „Bei ihm macht sich langsam bemerkbar, dass er keine Sommerpause hatte. Da schadet es nicht, wenn er mal nicht durchspielen muss“, so Weng, der bei der Aufstellung noch weiter experimentierte und Jan-Luca Fink als Linksverteidiger anstelle von Elias Weichler einwechselte. „Fink hat bald alle Positionen bei uns durch, egal ob links oder rechts. Jetzt fehlt nur noch das Tor.“ Aber vielleicht ergibt sich in dieser Saison dafür noch die Gelegenheit.

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