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Fußball

23.06.2020

Vor Endspiel des FC Heidenheim: Das sagt der Wertinger Edel-Joker Stefan Schimmer

Stefan Schimmer (Mitte) hat für den FCH bisher sechs Jokertore erzielt.
Bild: Sebastian Widmann, dpa

Plus Der Wertinger Stefan Schimmer legt beim 2:1-Sieg des 1. FC Heidenheim gegen den HSV den Siegtreffer auf. Wie es für den 26-Jährigen weitergehen soll.

Anfang August wechselte Stefan Schimmer von der SpVgg Unterhaching zum 1. FC Heidenheim in die Zweite Fußball-Bundesliga. 21 Spiele hat der Wertinger im Trikot der Württemberger von der Ostalb bisher bestritten. In der Anfangsformation von Trainer Frank Schmidt stand der Angreifer allerdings nur einmal – bei der 0:2-Heimniederlage in der Vorrunde gegen den SV Sandhausen. Wesentlich besser als das Spiel von Beginn an liegt ihm offensichtlich die Rolle als Joker.

FC Heidenheim: Stefan Schimmer glänzt als Joker

In dieser hat Stefan Schimmer auch am vergangenen Sonntag beim 2:1-Sieg gegen den Hamburger SV geglänzt. In der fünften Minute der Nachspielzeit legte er den Ball quer auf den ebenfalls eingewechselten Konstantin Kerschbaumer, der mit seinem entscheidenden Treffer die Emotionen beim neuen Tabellendritten zum Überschwappen gebracht hat.

Die gute Stimmung beim 1. FC Heidenheim war nach dem HSV-Sieg beim Training am vergangenen Montag noch zu spüren. „Ein Sieg in so einem Spiel hat natürlich noch einen etwas höheren Reiz“, betont Schimmer nicht nur wegen der Tatsache, dass dieser gegen einen Renommierklub gelang. Der Dreier war für die Hausherren auch wegen der Tabellensituation so wichtig: Heidenheim überflügelte die Hamburger und hat es nun selbst in der Hand, über eine mögliche Relegation ins Oberhaus aufzusteigen.

Vor Endspiel des FC Heidenheim: Das sagt der Wertinger Edel-Joker Stefan Schimmer

Sein Motto: "Step by step"

Doch so weit möchte Schimmer noch nicht gehen. „Step by step“ heißt das Motto. Was nichts anderes bedeutete, als dass Hamburg abgehakt sei und man nun am letzten Spieltag Arminia Bielefeld vor der Brust habe. Mit einem Auswärtserfolg beim bereits feststehenden Meister und Erstligaaufsteiger würde man gegen den Drittletzten der Bundesliga (Fortuna Düsseldorf oder Werder Bremen) die Relegation bestreiten.

Gut möglich, dass sich Stefan Schimmer beim Showdown auf der Bielefelder Alm zunächst wieder mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben muss. Wenn er dann allerdings eingewechselt wird, brennt es sehr schnell in den gegnerischen Strafräumen. Sechsmal hat der Joker bisher getroffen. Auch gegen den HSV traf der Wertinger. Doch sein Tor zum 1:1 zählte nicht, weil der Videoassistent in der Entstehung einen an den Arm von Sebastian Griesbeck gesprungenen Ball als Handspiel wertete. Schiedsrichter Deniz Aytekin nahm das Tor zurück. „Zunächst ärgerte ich mich schon über diese Entscheidung, aber wir hatten ja noch Zeit, um das Spiel zu drehen“, kann Schimmer gut lachen. Auf Dauer ist der 26-Jährige mit seiner Rolle als Joker freilich nicht zufrieden. Er wünsche sich in der kommenden Saison mehr Einsätze von Beginn an. In welcher Spielklasse das sein könnte, hängt auch von dem Ausgang der Partie am Sonntag in Bielefeld ab.

Für Privates bleibt wenig Zeit

Seit der Ball in den Profiligen wieder rollt, spielt sich das Leben für Stefan Schimmer und seine Teamkollegen zwischen Wohnung, Trainingsplatz, Stadion und Busfahren Woche für Woche nahezu gleich ab. Für Privates bleibe durch die Corona-Auflagen wenig Zeit. Seinen Eltern, Verwandten und Bekannten in Wertingen hat er seit März keinen Besuch mehr abgestattet. Was er aber nach Saisonende schnell nachholen will. Vielleicht dann sogar als gefeierter Erstligaspieler … (her)

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