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Donau-Ries

17.12.2020

1000. Wildunfall: Landkreis Donau-Ries knackt die Marke wieder

Im Landkreis Donau-Ries hat es wieder mehr als 1000 Wildunfälle innerhalb eines Kalenderjahres gegeben.
Bild: Wolfgang Widemann

2019 wurde die Marke erstmals erreicht, nun gibt es wieder über 1000 Wildunfälle im Kreis. Ein Mensch kam dabei nicht ums Leben, aber unter anderem 672 Rehe.

Zum zweiten Mal in Folge hat es innerhalb eines Kalenderjahres mehr als 1000 Wildunfälle im Landkreis Donau-Ries gegeben. Im Vorjahr war diese Marke zum ersten Mal durchbrochen worden, heuer ist man rund zwei Wochen später dran.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr eine 29-Jährige um 17 Uhr mit ihrem Auto von Rettingen in Richtung Zusum. Auf Höhe der Kilischwaige lief unmittelbar vor dem SUV der Frau ein Reh über die Fahrbahn. Dieses sprang nach der nicht mehr vermeidbaren Kollision verletzt weiter. Die Fahrerin verständigte daraufhin telefonisch die Donauwörther Inspektion, die wiederum den zuständigen Jagdpächter informierte. Dieser machte sich auf die Nachsuche nach dem Tier. Am Pkw entstand ein Frontschaden, dessen Höhe noch nicht abschließend feststeht, wie die Polizei mitteilt.

1001. Wildunfall im Donau-Ries-Kreis ließ nicht lange auf sich warten

Statistisch gesehen war dies der 1000. polizeilich erfasste Wildunfall im Landkreis Donau-Ries in diesem Jahr. Glücklicherweise kam es dabei den Gesetzeshütern zufolge bislang zu keinem tödlichen Verkehrsunfall, allerdings – wie im Vorjahr – zu sechs Personenschäden (zwei schwer und fünf leicht Verletzte). 211 der bislang registrierten Wildunfälle ereigneten sich auf Bundes-, 263 auf Staats-, 284 auf Kreis- und 242 auf Gemeindestraßen. Innerorts passierten 56 der Wildunfälle.

Dabei fielen seit 1. Januar bisher insgesamt 672 Stück Rehwild, 205 Hasen, 15 Stück Schwarzwild, 37 Füchse, 26 Dachse, 15 Greifvögel und 31 Stück sonstiges jagdbares Wild (unter anderem Marder, Waschbären) dem Verkehr zum Opfer. 441 Fälle entfielen auf den Zuständigkeitsbereich der Inspektion Donauwörth, 374 gab es bei der Inspektion Nördlingen und 184 bei der Inspektion Rain. In den obigen Zahlen nicht eingerechnet sind bislang 21 Zusammenstöße mit Haustieren (Pferde, Hunde und Katzen), bei denen zwei Fahrzeugführer verletzt wurden.

Am Donnerstagmorgen um 7.50 Uhr ereignete sich dann auf der Kreisstraße DON 20 auch schon der 1001. Wildunfall. Hier wurde nach Polizeiangaben auf Fünfstettener Flur, kurz vor der Abzweigung nach Mündling, ein Fuchs getötet, der unmittelbar vor den herannahenden Wagen eines 33-Jährigen gesprungen ist. Am Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro.

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