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Wemding

29.04.2015

Birgit Rössle schmeißt hin

Birgit Rössle
Bild: Foto: fene

Donauwörtherin überwirft sich mit ihrem Ortsverband, kritisiert den menschlichen Umgang und tritt für den Kreisvorstand nicht mehr an.

Von Bernd Schied

Nach nur zwei Jahren im Vorstand der Kreis-CSU ist die Donauwörtherin Birgit Rössle nicht mehr angetreten. Sie kandidierte nach einem Zerwürfnis mit ihrem Ortsverband nicht mehr. Bei der Delegiertenversammlung des Kreisverbands in Wemding nannte sie die Gründe.

Der Donauwörther Ortsvorsitzende Wolfgang Fackler habe sie im Vorfeld gedrängt, nicht mehr als Stellvertreterin zu kandidieren und damit den Weg für ihn freizumachen, nachdem sie der Ortsverband aus dem Vorstand herausgewählt hatte, sagte sie vor versammelter Mannschaft und kritisierte den menschlichen Umgang mit ihr. Auf eine Kampfkandidatur gegen Fackler wollte sie es nicht ankommen lassen.

Seit geraumer Zeit schwelt der Konflikt zwischen Donauwörther CSU-Granden und der Stadträtin. Der Konflikt gipfelte in der Aussage des früheren Ortsvorsitzenden Bernd Lerch, Rössle habe während der innerparteilichen Auseinandersetzungen zwischen Nord und Süd im Zuge der Nachfolge von Georg Schmid den Donauwörther Ortsverband an den Norden „verkauft“. Gegenüber unserer Zeitung sagte Rössle, ihr sei es immer um den Zusammenhalt der CSU im Kreis gegangen, sie habe sich auf keine Seite geschlagen. Die Lerch-Vorwürfe seien absurd. Zudem beklagte sie die mangelnde Gesprächsbereitschaft der Donauwörther Christsozialen mit ihr.

Dies wies Wolfgang Fackler umgehend zurück. Es habe sehr wohl Gespräche mit Birgit Rössle über die Probleme gegeben, sagte er auf Nachfrage. Diese hätte jedoch zu keinem Ergebnis geführt.

Ulrich Lange hatte vor den 166 Delegierten eine positive Bilanz seiner ersten beiden Jahre als Chef der Kreis-CSU gezogen. Durch seine Position als verkehrspolitische Sprecher der gesamten Unionsfraktion in Berlin und dem damit verbundenen Einfluss auf die entscheidenden Stellen in Behörden und Ministerien in Bund und Land sei es gelungen, den Landkreis ein weiteres Stück nach vorne zu bringen.

Der Bundestagsabgeordnete nannte unter anderem die Infrastrukturprojekte im Bereich des Straßenbaus (B25, B29) und der Aufwertung des Technologie Centrums Westbayern als Hochschulstandort mit dem Fernziel, das TCW zu einer echten Außenstelle der Hochschule Augsburg zu machen. Eine wesentliche Rolle spiele in seiner Arbeit für den Wahlkreis auch die Konversion nach Abzug der Bundeswehr in Donauwörth. Maßgeblich beeinflussen können habe er zudem die Behördenverlagerung in Bayern, mit dem Erfolg, dass das Finanzamt Nördlingen personell aufgestockt werde.

Als wichtigsten Erfolg seiner ersten Jahre sieht Lange, dass es ihm gelungen sei, die Streitigkeiten zwischen Nord und Süd im Kreisverband zu beenden. Die CSU im Kreis stehe wieder gut da, beeinflusse die Politik im Kreistag nachhaltig und sei personell hervorragend aufgestellt. Die Delegierten quittierten die Rede mit viel Beifall.

Landrat Stefan Rößle hob in seinem Grußwort die hohen Investition des Landkreises in die Schulen hervor. Inzwischen sei das gemeinsame Kommunalunternehmen (gKU) finanziell auf einem guten Weg. Wolfgang Fackler wies darauf hin, dass nach dem Ende des internen Streits im Kreisverband Kräfte für eine gute Parteiarbeit freigesetzt worden seien.

Bei den Wahlen wurde Lange mit 93,6 Prozent als Kreisvorsitzender bestätigt. Bei seiner ersten Wahl 2013 waren es rund 20 Prozent weniger. Neu in der Stellvertreter-Riege sind der Donauwörther Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler (68,7) und Kreisrätin Claudia Marb (92) aus Rain. Die bisherigen Stellvertreter Reinhold Bittner (76) und Wolfgang Kilian (83,4) behalten ihre Ämter. Der bisherige Lange-Vize Robert Ruttmann (Holzheim) hatte auf eine Wiederwahl verzichtet. "Kommentar

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