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Bäumenheim

18.03.2014

CSU-Chef muss um Einzug bangen

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Michael Wimmer

Nur wenn Andreas Mayer die Bürgermeister-Stichwahl gewinnt, wird Michael Wimmer im neuen Bäumenheimer Gemeinderat vertreten sein

Hinter der Zusammensetzung des neuen Gemeinderats stehen noch Fragezeichen. Zwei Kandidaten müssen um den Einzug zittern: der CSU-Ortsvorsitzende Michael Wimmer sowie Julia Scholz von der SPD. Ob sie im neuen Gremium vertreten sein werden, hängt ausschließlich vom Abschneiden der jeweiligen Bürgermeister-Kandidaten in der Stichwahl am 30. März ab.

Martin Paninka (SPD) und Andreas Mayer (CSU) hatten sich souverän von ihren Mitbewerbern Roland Neubauer (PWG) und Nico Hippe (Bürger für Bürger) abgesetzt. Fraglich bleibt, ob die beiden Verlierer nun für einen der Kandidaten in der Stichwahl eine Empfehlung abgeben werden. Auch die Linkspartei hat sich in dieser Hinsicht, wie deren Vorsitzender Manfred Seel erklärt, noch nicht entschieden.

Die etablierten Kräfte im Gemeinderat haben sich quer durch die Gruppierungen durchgesetzt. Die CSU hat in der Wählergunst eingebüßt: Sie wird im Gemeindeparlament nur noch mit fünf statt wie bisher sieben Sitzen vertreten sein. Nicht auf Anhieb zum Zug kam Ortsvorsitzender Michael Wimmer. Er muss nun hoffen, dass Andreas Mayer zum Bürgermeister gewählt wird. Dann könnte er doch noch aufrücken. Und noch eine Überraschung gab es bei der CSU: Ingo Trabert erhielt hinter Andreas Mayer (1628 Stimmen) die meisten Voten, nämlich 1164.

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Bei der SPD lief offenbar fast alles nach Plan: Martin Paninka erhielt 1856 Stimmen, gefolgt von Christian Scholz, Sieglinde Schönherr und Irmgard Huber. Damit bleibt in der Fraktion alles beim Alten. Ludwig Schneider war nicht mehr angetreten. Der einzige Wermutstropfen: Im Moment hat die SPD nur vier Sitze. Wird ihr Kandidat Martin Paninka allerdings Bürgermeister, dann kommt auch noch Julia Scholz in den Gemeinderat – und die alte Sitzzahl hätte man gerettet.

Die PWG musste zwar mit ansehen, wie ihr Kandidat Roland Neubauer im Kampf um den Bürgermeister-Sessel chancenlos blieb, wird aber mit drei statt bisher zwei Vertretern im Gremium vertreten sein. Spitzenmann ist Roland Neubauer mit seinen 1294 Stimmen.

Nico Hippe und Hansrobert Schimmer wurden für „Bürger für Bürger“ in den Rat gewählt, während Ex-Schlafmützen-Präsident Holger Bügelsteiber knapp den Sprung verpasste. Für die „Junge Liste“ zieht Otto Uhl in den Gemeinderat, was wiederum garantiert, dass der Name des scheidenden Bürgermeisters auch künftig im Gemeinderat eine Rolle spielen wird.

Ihr Ziel knapp verfehlt hat die Linkspartei. Sie wollte zumindest mit zwei Vertretern im neuen Gemeinderat präsent sein. Erika Müller fehlten am Ende wenige Stimmen, um Manfred Seel zu begleiten. Der verfolgte die Situation mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Zwar wird er wieder alleine sein, doch dass er nach Martin Paninka und Andreas Mayer die meisten Stimmen, nämlich 1348, erhielt, sei für ihn eine Genugtuung, sagte er. Ob er mit einer anderen Gruppierung möglicherweise eine Fraktionsverbindung eingehen wird, ließ er gestern noch offen. Dazu müssten erst Gespräche geführt werden.

Gewählt wurden:

lCSU Andreas Mayer, Ingo Trabert, Anton Reicherzer, Bernhard Jung, Andreas Waldyra.

lSPD Martin Paninka, Christian Scholz, Sieglinde Schönherr, Irmgard Huber.

lPWG Roland Neubauer, Albert Uhl, Michael Schmidt.

l BFB Nico Hippe, Hansrobert Schimmer.

l Junge Liste Otto Uhl junior.

lDie Linke Manfred Seel.

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