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Neubau

20.10.2017

Die Tage der Grundschule sind gezählt

Die Grundschule in Rain hält – wie auch das Schulzentrum – modernen Anforderungen nicht mehr stand. Der Altbau soll deshalb 2019 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Bild: Barbara Würmseher

Nach dem Rainer Schulzentrum werden auch weite Teile der Johannes-Bayer-Schule abgerissen. 2019 soll es so weit sein

Sämtliche Pläne für Real- und Mittelschule in Rain sind gerade erst unter Dach und Fach, da wirft schon das nächste Schulprojekt in der Tillystadt seine Schatten voraus: Die Johannes-Bayer-Grundschule soll in weiten Teilen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Anfang der 70er-Jahre war das Gebäude entstanden – jetzt hält es modernen Ansprüchen nicht mehr stand. Es ist baulich marode – Energetik und Statik spielen beispielsweise eine Rolle – und erfüllt geforderte pädagogische Konzepte nicht. Zudem besteht derzeit praktisch keine Barrierefreiheit. Sämtliche Klassenzimmer im Altbau sind ausschließlich über Treppen erreichbar.

Verwaltungstrakt, Fachräume für Musik, Handarbeit und Werken, die finstere Eingangshalle und ein Großteil der Klassenzimmer sind vom Abriss betroffen. Der lichtdurchflutete Anbau aus den 90er-Jahren mit Aula und weiteren Klassenzimmern sowie Mensa und Lernlandschaft, die um 2010 entstanden sind, bleiben natürlich erhalten.

Die europaweite Ausschreibung für die Architektenleistung ist beendet und wird nun ausgewertet. Bis Ende September 2018 sollen die Zuschussanträge gestellt werden, wie Rains Bürgermeister Gerhard Martin, der Vorsitzende des Grundschulverbands, auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Parallel zur Neubau-Variante sei auch die Möglichkeit einer Sanierung überprüft worden. Der unverhältnismäßig hohe Aufwand komme allerdings nicht infrage. „Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar“, so Gerhard Martin.

Für den künftigen Planer wird es laut Bürgermeister eine Herausforderung sein, die Flächen nicht zu knapp zu bewerten. Die jetzigen Klassenzimmer seien zwar nicht gerade klein – „sie wurden für viel größere Klassen konzipiert“ –, aber heutzutage „sind die erforderlichen Raumprogramme sehr viel komplexer“. Bauliche pädagogische Ziele, die das Kultusministerium fordert – etwa offene Lernlandschaften –, müssten erreicht werden.

Das neue Gebäude wird sich weiter zwischen den beiden Anschlussstellen Turnhalle/Hallenbad und Aula erstrecken. So gesehen wird es auch künftig eine Ost-West-Ausrichtung der Grundschule geben. Zumal es sinnvoll ist, sich von der Straße weg zu orientieren, wie Bürgermeister Martin sagt.

Kostenträger für den Neubau ist der Grundschulverband Rain. Zu über 80 Prozent ist damit die Stadt Rain für die Finanzierung zuständig, der Rest kommt auf die Gemeinden Genderkingen und Niederschönenfeld zu.

Derzeit besuchen 383 Mädchen und Buben die Johannes-Bayer-Grundschule in Rain. Die Schülerzahlen sind in den vergangenen fünf Jahren von 448 um 65 zurückgegangen, werden sich aber laut Gerhard Martin wieder stabilisieren. Berechnungen zufolge sollen sie sich auf Dauer bei ungefähr 400 einpendeln.

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