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Donauwörth

29.01.2020

Die neue Multifunktionshalle soll definitiv kommen

Wo heute am Donauwörther Zusamweg verwaiste Gebäude stehen, soll in Zukunft eine Multifunktionshalle gebaut werden. Dieser Beschluss wurde jüngst im Stadtrat bekräftigt.

Die Entscheidung für die Multifunktionshalle in Donauwörth wird bekräftigt. Was das Vorhaben mit der Ausrichtung des Tanzhauses zu tun hat.

Einige Ratsmitglieder hatten sich schon im Oktober für eine neue Multifunktionshalle ausgesprochen, aber eben „nur“ diejenigen, die Teil des Haupt- und Finanzausschusses sind. Jetzt hat sich auch der Stadtrat mit übergroßer Mehrheit für das Vorhaben ausgesprochen.

Aber: Einige Vertreter werden zunehmend vorsichtig, was die baldige Verwirklichung dieses weiteren Donauwörther Großprojektes angeht. Denn es steht viel auf der Aufgabenliste in der Großen Kreisstadt – und das ist nicht immer kostengünstig.

Zuletzt mehrere Optionen

Zuletzt waren Mitte November mehrere (theoretisch) infrage kommende Grundstücke im Rathaus erörtert worden – im Gespräch waren hierbei der Schwabenhallenparkplatz nahe dem Airbuswerk, die Industriestraße – ebenfalls in der Nähe des Airbuswerks –, das Baywa-Gelände an der Dillinger Straße sowie eventuelle Flächen am Berger Kreuz. Auch das künftige Alfred-Delp-Quartier stand zur Auswahl.

Die neue Multifunktionshalle soll definitiv kommen

Letzten Endes verständigte sich der Haupt- und Finanzausschuss auf das von der Stadt erworbene Gelände am Zusamweg (ehemals Sibinger-Gelände). Dieser Beschluss wurde nun im Stadtrat bekräftigt – damit soll die Veranstaltungshalle definitiv kommen.

Die Aufgabenliste der Stadt ist lang

Doch es gibt auch vorsichtige Stimmen, was dieses Thema angeht. Grünen-Vertreter Albert Riedelsheimer mahnte den Finanzierungsvorbehalt an – nur bei weiterhin guter Kassenlage könne ein solches Großprojekt gestemmt werden. Des Weiteren stünden andere Themen vorrangig auf der Aufgabenliste, wie beispielsweise die Tanzhaus-Sanierung, die Entwicklung des Alfred-Delp-Quartiers sowie die Zukunft des Bürgerspitals. Einem Grundsatzbeschluss könne er jedoch zustimmen, so Riedelsheimer.

Daraufhin erwiderte Wolfgang Fackler ( CSU), dass jener Finanzierungsvorbehalt selbstverständlich gelte. Dennoch dürfe man das Projekt „jetzt nicht abwürgen“. Es müsse „gesamthaft“ gedacht werden in der Stadt. Will heißen: Für die Planungen hinsichtlich der Innenstadt und der Ausrichtung des Tanzhauses müsse klar sein, ob es in Zukunft auch eine große Multifunktionshalle geben soll oder nicht. Eine Stadt von der Größe Donauwörths habe einen „Anspruch auf kulturelles Angebot“ – und für dieses brauche es entsprechende Räumlichkeiten. Ähnlich argumentierte Heinrich Kopriwa (SPD).

„Zeichen des Umbruchs“

Es könne zudem nicht sein, dass Vereine und Schulen für ihre Feiern und Veranstaltungen auf Hallen in anderen Kommunen ausweichen müssen. Zudem könne man es sich „nicht leisten, wieder aufzuschieben“. Michael Bosse (FW/ PWG) argumentierte in die gleiche Richtung – man dürfe nicht ständig „andere belasten“; der Bau einer solchen Halle, welchen die Parteifreien angestoßen hätten, sei inzwischen eine „Notwendigkeit“.

Josef Reichensberger (AL/ JB) bezeichnete eine Multifunktionshalle als „Zeichen des Aufbruchs“. EBD-Stadtrat Manfred Hofer unterstrich indessen, ähnlich wie vor ihm Fackler, dass die Ausrichtungen von Multifunktionshalle und Tanzhaus zwingend aufeinander abgestimmt sein müssten.

Nur Dinger ist dagegen

In diese Richtung war auch die Argumentation in einem Workshop der Stadträte am 25. Januar gegangen, bei der betont wurde, dass die Wechselwirkungen und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen der Multifunktionshalle und dem Stadtsaal im Tanzhaus bereits für die Planungsphase aufgezeigt und berücksichtigt werden sollen. Mit jener Bekräftigung unterstrich der Stadtrat die Notwendigkeit einer Multifunktionshalle „für Sport, Kultur, Bildung und gesellschaftliche Anlässe“.

Einzig Stadtrat Gustav Dinger (ÖDP) votierte gegen das Vorhaben. Momentan habe man vielleicht Geld, das könne sich jedoch rasch ändern, sobald es Einbußen bei der Gewerbesteuer gäbe. Eine Multifunktionshalle sei „nice to have“ (frei übersetzt: Ganz nett, wenn man sie hat), aber eben nicht notwendig. Es sei bedauerlich, wenn sich die Stadt so etwas leiste, sich aber aus anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem kommunalen Wohnungsbau, zurückziehe.

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