Newsticker
Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Diskussion um Zufahrtsstraßen für neues Mietshaus in Berg

Donauwörth

01.12.2020

Diskussion um Zufahrtsstraßen für neues Mietshaus in Berg

Ein Mehrfamilienhaus im Donauwörther Stadtteil Berg war Thema im Bauausschuss.
Bild: Barbara Feneberg

Plus Am Zollfeld im Donauwörther Stadtteil Berg soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Die Zufahrtsmöglichkeiten dort standen nun in der Diskussion.

Das Zollfeld im Donauwörther Stadtteil Berg ist zwar etwas abgelegen, dürfte aber den älteren Bürgern sehr bekannt sein – dort befand sich einst das Heim des Bayerischen Roten Kreuzes; vor einigen Jahren wurden dort Mietwohnungen eingerichtet – und seitdem ist wieder mehr Leben an jenem schmalen Weg. Ins Zollfeld soll nun bald ein weiteres Mietshaus mit sieben Wohnungen kommen. Das an sich stand zwar im Bauausschuss nicht zur Debatte, vielmehr jedoch die Erschließung rund um das geplante Gebäude.

Das angedachte Mietshaus soll im Erdgeschoss drei Wohnungen, im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils zwei Wohneinheiten haben, wie Rechtsdirektor Richard Lodermeier den Mitgliedern des Bauausschusses erklärte. Die Geschosszahl füge sich gut in die Gegend ein, zumal an der Stelle des alten BRK-Heimes ein fünfgeschossiges Haus steht.

Einfahrt in Nürnberger Straße sei „höchst anspruchsvoll“

Woran es jedoch nach Ansicht von Wolfgang Fackler ( CSU) hapere, das sei die Infrastruktur, allem voran die Zu- und Abfahrtswege. Die aktuelle Erschließung zu dem relativ abgelegenen Bereich sei „zweifelhaft“: Die Einmündung in die viel befahrene Nürnberger Straße sei für Autofahrer mithin „höchst anspruchsvoll“. Fackler plädierte dafür, die Straße Am Zollfeld mit der Jurastraße zu verbinden, um so eventuelle Rückstauungen in die Siedlung hinein zu den Stoßzeiten am Morgen zu verhindern.

Dem entgegnete Lodermeier, dass dies durchaus geprüft werden könnte – allerdings seien rein rechtlich alle Voraussetzungen für einen Neubau an ebenjener Stelle erfüllt. Fackler gab zu bedenken, dass künftig in der Stadt die Infrastruktur rund um neue Bauten zuerst angepackt werden sollte, dann erst die Ansiedlungen umgesetzt werden – „woanders ist das so üblich“. Auch Bärbel Stahl (Grüne) monierte Mängel bei der Infrastruktur am Zollfeld; so seien Besucherparkplätze Mangelware.

Franz Ost: In Donauwörth wird Wohnraum benötigt

Brigitte Kundinger-Schmidt (SPD) nannte die Gegend diesbezüglich gar einen „Brennpunkt“. Einige Anwohner sicherten sich zuletzt ihren Stellplatz mit abgelegten Altreifen. Indes bezeichnete Albert Riedelsheimer (Grüne) die Zufahrtsmöglichkeiten für die Feuerwehr als bedenklich.

Derweil mahnte Franz Ost (CSU) an, dass man – vor allem weil alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien – dem Vorhaben zustimmen müsse. Zudem brauche man in der Stadt dringend Wohnraum, weswegen gerade ein solches Projekt mit mehreren Wohneinheiten nicht verzögert werden sollte. Auch Baureferent Walter Surek (PWG/ FW/ BfD) betonte: „Wir können nicht jedes Mal diskutieren, wo die Besucher parken sollen.“

Bauprojekt wird gegen zwei Stimmen beschlossen

Indessen gab Birgit Rößle (CSU) zu bedenken, dass Verdichtung im Stadtgebiet zwar erwünscht sei, sich der Bauherr jedoch im Klaren sein müsse, dass in der Nachbarschaft seit jeher Gewerbe angesiedelt sei – weswegen es einen „gewissen Geräuschpegel“ gebe. Dies dürfe nicht ignoriert und hernach seitens der neuen Bewohner geklagt werden. Die Firmen seien letztlich zuerst da gewesen, weswegen gewisse Lärmimmissionen geduldet werden müssten.

Letzten Endes wurde das neue Bauprojekt am Zollfeld gegen zwei Stimmen beschlossen.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren