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Donauwörth/Augsburg

10.07.2019

Ein Donauwörther gab den Anstoß zur Welterbe-Bewerbung

Martin Kluger stammt aus Donauwörth und war entscheidend an der erfolgreichen Bewerbung Augsburgs als Unseco-Welterbe beteiligt.
Bild: Annette Zoepf

Martin Kluger ist in der Großen Kreisstadt aufgewachsen. Wie er mit dem Augsburger Tourismuschef das weltweite Interesse auf das Thema Wasserversorgung lenkte.

Seine Wurzeln sind ihm wichtig. In Donauwörth aufgewachsen, in der Realschule Heilig Kreuz die Schulbank gedrückt ist Martin Kluger im Alter von 13 Jahren nach Augsburg gezogen.

Dort hat er Karriere gemacht: als Inhaber zweier Werbeagenturen, als Autor von Touristik-Büchern und Verfasser wissenschaftlicher Aufsätze. Schon in seiner Ausbildungszeit zum Verlagskaufmann hat er sich gerne in Themen „verbissen“. Nun ist Martin Kluger in aller Munde.

Idee wurde zunächst belächelt

Denn er ist gemeinsam mit dem Augsburger Tourismusdirektor Götz Beck der Vater der erfolgreichen Augsburger Welterbe-Bewerbung (überregional mehrfach berichtet). Er nährte die Idee einer Bewerbung, obwohl viele sie zunächst belächelten. Ein komplexes Thema wie es Kluger liebt. Nun ist es auf weltweites Interesse gestoßen. Dafür forschte er in Archiven, stöberte in Akten, sprach mit Experten. Kluger kann stundenlang über Augsburgs Wasserversorgung referieren.

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Dabei ist sein ursprüngliches Metier der Städte- und Kulturtourismus. Was viele nicht wissen: Kluger, Jahrgang 1957, hat einen Stadtführer über Donauwörth geschrieben und jüngst den Reiseführer „Nationaler Geopark Ries“. In zwölf regionalen Touren führt er den Leser durch die Region, hat sein Buch mit 500 eigenen Fotos bereichert. Orte, Denkmäler und Wege beschreibt Kluger so, dass man die Heimatverbundenheit spürt.

Über 25 Bücher geschrieben

Bisher hat Kluger mehr als 25 Bücher mit bis zu neun Auflagen mit rund 350 000 Exemplaren geschrieben. Hinzu kommen die leitende Funktion und Mitarbeit bei vier Museen. Eines seiner Spezialgebiete: die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger. Über Jahre setzte sich Kluger mit ihrem Imperium auseinander, veröffentlichte Bücher. In seinem Verlag gibt es die wohl weltweit größte Bilddatenbank zum Thema Fugger.

„Als ich ein Kind war in Donauwörth, dachte ich, dass man alle Städte so baut“, lacht Kluger. „Dass Gotik und Barock Baustile sind, wurde mir erst viel später bewusst.“ Kluger will sich, nachdem Augsburg mit seiner Wasserversorgung den Welterbe-Status erhalten hat, nicht zurückziehen. Im Gegenteil: Er hat noch viel vor. Der Bayerische Heimatpreis, 2016 von Ministerpräsident Markus Söder verliehen, ist nur ein Ansporn. Weil er ein Arbeitstier mit großer Liebe für die Region ist, wird er bald wohl ein neues Thema für sich entdecken – und dich darin verbeißen.

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