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Bau

29.06.2015

Einkaufszentrum: Neue Details bekannt

So wurde der Entwurf für das neue Einkaufszentrum an der Dillinger Straße vor einem Jahr, Anfang Juni 2014, vorgestellt. Noch unklar ist die Situation der Radwege aus Richtung Riedlingen.
Bild: Stadt Donauwörth

Die Namen einiger Ketten, die in das große Nahversorgungszentrum an der Dillinger Straße in Donauwörth einziehen, sind jetzt offiziell. Das Thema „Radwege“ ist noch nicht geregelt

Jetzt ist es offiziell, wer in das geplante Einkaufszentrum an der Dillinger Straße in Donauwörth einziehen wird um seine Ware anzubieten. Zumindest zum Teil. In der Sitzung des städtischen Bauausschusses am Donnerstag wurden die Namen einiger Filialisten verlesen.

Demnach wird es neben dem großen Edeka-Markt ein 450 Quadratmeter großes Schuhgeschäft der Firma Deichmann geben, sowie eine ähnlich große Filiale des Textileinzelhändlers Takko. Auf einer großzügigen Fläche von 800 Quadratmetern wird laut Bauamt zudem das österreichische Sportgeschäft Harvest vertreten sein, das vier Filialen in Deutschland unterhalte. Des Weiteren findet man in den Plänen ein Café mit Außenbestuhlung und Backshop auf 240 Quadratmeter sowie eine Apotheke – ob es sich bei dieser um eine Kette oder ein inhabergeführtes Geschäft handeln wird, ist unklar. Noch nicht bekannt sind bislang auch die Mieter des Nagelstudios, des Accessoire-Ladens, des Reisebüros sowie des zweiten Bekleidungsgeschäftes.

Das sogenannte Nahversorgungszentrum ist als zweigeschossiges Flachdachgebäude mit einer Höhe von 11,8 Metern und einer Gesamtlänge von 180 Metern sowie einer Gesamttiefe von 92 Metern geplant. Insgesamt 261 Stellplätze zum Parken werden errichtet – vorgeschrieben wären bei der Größe des Baus 257. Die gesamte Verkaufsfläche bemisst sich auf knapp 7000 Quadratmeter, zulässig sind laut Bebauungsplan 7200. „Auch die Nutzungen der einzelnen Branchen bewegen sich innerhalb der festgesetzten Grenzen des Bebauungsplans“, betonte Stadtbaumeister Kay Wannick. Die Nachfrage von Stadtrat Albert Riedelheimer (Grüne), ob das neue Einkaufszentrum ausreichend Fahrradstellplätze vorweisen werde, wurde von Wannick bejaht.

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Eine offene Frage ist hingegen die der Verbesserung der Fuß- und Radwege aus Richtung Riedlingen. Dies ist kein unwichtiger Aspekt, da auf der Strecke zwischen Riedlingen und Bahnhof viele Bahnpendler sowie Schüler unterwegs sind. Wie im Bauausschuss ausgeführt wurde, müssten diese Verkehrswege im Zuge der Baumaßnahmen an der Dillinger Straße „besonders sicher und attraktiv“ gestaltet werden. Das sei aber nur möglich, wenn die Rampe der Deutschen Bahn – an der Verlängerung der Eduard-Rüber-Straße – in das Radwegenetz integriert würde.

Die Stadt ist bereits an die Bahn herangetreten, um die Mitnutzung der entsprechenden Teilflächen der Rampe als öffentlicher Geh- und Radweg zu erreichen.

Das Unternehmen habe auf die Bitte allerdings noch nicht reagiert. Die Stadt ihrerseits will im Falle einer Verweigerungshaltung der Bahn an die Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange (CSU, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag) und Anton Hofreiter (Grüne) herantreten.

Die Stadträte Franz Ost (CSU) und Josef Reichensberger (AL/JB) forderten, dass städtischerseits mehr Druck auf die Bahn ausgeübt werden sollte. Oberbürgermeister Armin Neudert nahm dies auf. Im Zusammenhang mit dem Neubau an der Dillinger Straße plant der Investor auch die Erneuerung des Supermarktes in der Parkstadt. Stadträtin Dr. Stefanie Musaeus (PWG/FW) mahnte an, dass man den Neubau dort zeitlich nicht aus den Augen verlieren dürfte. Neudert entgegnete dem, dass der Parkstadt-Markt vertraglich festgehalten sei – und der Investor zudem bis dato sämtliche Zusicherungen eingehalten habe. Man wisse um die Relevanz des Edeka in der Parkstadt, einem Stadtteil, in dem 4000 Bürger leben.

Dem Bauvorhaben für den Markt in der aktuellen Fassung stimmten die Räte mit drei Gegenstimmen von Grünen und PWG/ FW zu.

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