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Oberndorf

30.01.2018

Feuer: Großer Schaden an Wohnhaus

Dichter Rauch quoll aus dem Dach, als die Feuerwehr am Samstag in Oberndorf ihre Arbeit aufnahm.
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Dichter Rauch quoll aus dem Dach, als die Feuerwehr am Samstag in Oberndorf ihre Arbeit aufnahm.
Bild: Großmann

Brand trifft eine fünfköpfige Familie. Welche Erkenntnisse die Ermittler der Kripo Dillingen haben.

Ein aufmerksamer Nachbar hat am Samstag in Oberndorf einen richtigen Großbrand verhindert. Der Mann entdeckte ein Feuer in einem Wohnhaus. Dadurch sei Schlimmeres verhindert worden, sagt Kreisbrandinspektor Jürgen Scheerer. Aber auch so ist der Schaden beträchtlich. Das schmucke, gut 13 Jahre alte Domizil wurde durch die Flammen, den Rauch und das Löschwasser derart in Mitleidenschaft gezogen, dass es unbewohnbar ist. Die fünfköpfige Familie, die in dem Haus lebt, muss deshalb bis auf Weiteres in eine Ersatzunterkunft ziehen.

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Der Nachbar schlug – wie schon kurz gemeldet – gegen 16 Uhr Alarm. Er verständigte nicht nur die Feuerwehr, sondern holte – er hatte einen Schlüssel für das Haus – auch einen Hund und eine Katze aus den Räumen. Die Familie war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Als die ersten Einsatzkräfte an dem Anwesen im Pater-Frey-Ring eintrafen, quoll nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Scheerer bereits starker Rauch aus dem Dach. Man habe gleich weitere Feuerwehren nachalarmiert. So waren insgesamt rund 150 Kräfte aus Oberndorf, Eggelstetten, Mertingen, Rain (mit Drehleiter), Feldheim und Genderkingen vor Ort.

Um die Flammen zu bekämpfen, mussten laut Scheerer die Dachplatten entfernt und die Verschalung geöffnet werden. Immer wieder loderte das Feuer hoch. Es dauerte einige Zeit, bis alle Glutnester abgelöscht waren. Die Oberndorfer Feuerwehr hielt die ganze Nacht über Brandwache.

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Schnell war klar, dass der Brand im Dachspitz ausgebrochen sein muss. Am gestrigen Montag schauten sich Beamte der Kripo Dillingen auf der Suche nach der Ursache in dem Einfamilienhaus genauer um. Das Ergebnis beschreibt stellvertretender Kommissariatsleiter Andreas Schröter so: „Wir gehen von einem technischen Defekt aus.“ Für ein Fremdverschulden gebe es überhaupt keine Anhaltspunkte. Deshalb werde wohl auch kein eigener Gutachter eingeschaltet, sondern es reiche, dass ein Fachmann einer Versicherung sich der Sache annehme. Mit Angaben zur Höhe des Schadens hält sich die Polizei noch zurück. Das Ausmaß der Zerstörung lasse sich derzeit nur schwer abschätzen. Die Kosten für Reparatur und Sanierung dürften sich aber schon im sechsstelligen Bereich bewegen. Ein Zimmerer deckte den Dachstuhl am Montag provisorisch mit einer Plane ab.

Die Familie ist, so berichtet Bürgermeister Hubert Eberle auf Anfrage, vorerst bei einer anderen Familie in Oberndorf untergekommen. Überhaupt hätten andere Bürger den Betroffenen bereits in vielfältiger Weise geholfen. „Die Familie ist von der Solidarität sehr angetan“, weiß Eberle.

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