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Tagmersheim

08.04.2021

Freibad in Tagmersheim bleibt geschlossen

Im Freibad in Tagmersheim wurde im vergangenen Jahr eine Wasserrutsche installiert. Die stand zuvor in Donauwörth.
Foto: Georg Schnell

Plus Der Gemeinderat hat entschieden. Warum das Freibad in Tagmersheim auch heuer nicht öffnet, was im Hintergrund passiert und wie es weitergehen soll.

Das Tagmersheimer Freibad wird in dieser Saison nicht geöffnet. Das hat der Gemeinderat in dieser Woche einstimmig beschlossen. Bereits im vergangenen Jahr war die beliebte Freizeiteinrichtung coronabedingt nicht in Betrieb gegangen.

Die Hygieneauflagen und Einschränkungen wegen der Pandemie stellten die Ehrenamtlichen vor eine zu große Herausforderung. Zu unsicher war auch angesichts der anfallenden Unterhaltskosten, wie lange das Bad überhaupt geöffnet sein durfte. Die Gemeinde wollte deshalb die Zeit für Sanierungsmaßnahmen, den Aufbau einer neuen Wasserrutsche und den Neubau eines Kleinkinderbeckens nutzen.

Wasserwelt für Kleinkinder wird in Tagmersheim gebaut

Gemeinderätin Tatjana Weber stellte nun in der Sitzung fest: „Seit unserer Ortsbegehung im Juni 2020 ist nichts passiert und das Bad ist nicht einsatzfähig.“ Bürgermeisterin Petra Riedelsheimer bestätigte dies – und erläuterte die Gründe: zum einen habe es im gemeindlichen Bauhof krankheitsbedingte Engpässe gegeben. Für die „Wasserwelt für Kleinkinder“, die als Leader-Projekt mit 100.000 Euro gefördert wird, habe ein Planungsbüro für Wassertechnik beauftragt werden müssen. Das Prozedere mit Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und Angebotseinholung habe sich wegen Corona hingezogen.

Das Becken solle aber fristgerecht bis Ende 2021 fertiggestellt werden, erklärte die Bürgermeisterin auf Anfrage der DZ.

Tagmersheimer bekommen Wasserrutsche aus Donauwörth

Immerhin stellten Mitglieder der Tagmersheimer Badinitiative noch im vorigen Jahr eine Wasserrutsche auf, die zuvor im Freibad in Donauwörth installiert war. Die Große Kreisstadt überließ die Rutsche den Tagmersheimern kostenlos.

Für die Sanierung der Sanitäranlagen und der Umkleiden suche man nun Freiwillige, so Petra Riedelsheimer. „Das Gute ist, dass wir durch die Schließung zwar keine Einnahmen, aber dafür auch keine Ausgaben haben“, merkte die Bürgermeisterin an. Mit der Einsparung der Pumpkosten und Wassergebühren könne die Gemeinde den Eigenanteil von 100.000 Euro am Kleinkinderbecken refinanzieren. „Das neue Kinderbecken ist das Signal dafür, dass es mit dem Freibad weitergeht“, zerstreut Petra Riedelsheimer Befürchtungen, das Bad könnte dauerhaft geschlossen bleiben.

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