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Politik

17.05.2016

Grüne: Gundremmingen sofort abschalten

Immer wieder in der politischen Debatte um die Abschaltung der Atomkraftwerke: Das Kernkraftwerk Gundremmingen im benachbarten Landkreis Günzburg.
Bild: Bernhard Weizenegger

Partei ärgert sich zudem über die Bestätigung der 10-H-Regel

Bei den Grünen standen in den vergangenen Wochen das Gedenken an die Atomkatastrophen in Tschernobyl (1886) und Fukushima (2011) sowie der Einsatz für die Energiewende im Landkreis im Vordergrund. In Veranstaltungen, wie einem Fachgespräch in der Biogasanlage in Wechingen, setzten sie sich mit den Chancen für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung vor Ort auseinander.

Vor allem Sonnen- und Windkraft haben im Landkreis Donau-Ries noch großes Potenzial, so die Partei in einer Mitteilung an unsere Zeitung. Atomkraftwerke müssten demnach schnellstmöglich abgeschaltet werden. Deshalb nahmen die Kreisgrünen an der Kundgebung „Abschalten vor dem Gau“ mit 800 Teilnehmern in Gundremmingen teil. Kreisvorstandsmitglied und Kundgebungsmitorganisatorin Eva Lettenbauer: „In Gundremmingen steht Deutschlands gefährlichstes Atomkraftwerk, doch es ist für die Stromversorgung und Netzstabilität in Bayern inzwischen überflüssig. Daher ist es unnötig die Bevölkerung noch bis 2021 täglich einer unkalkulierbaren Gefahr auszusetzen. Beide Blöcke des Billigreaktors müssen noch in diesem Jahr abgeschaltet werden.“

Auf dem kleinen Parteitag der bayerischen Grünen in München zum Thema Energiepolitik und Integration vertraten Eva Lettenbauer und Ursula Kneißl-Eder die Kreisgrünen. Kneißl-Eder erklärt: „Wir Grüne fordern nicht nur einen schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie, sondern vor allem einen rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Atommüll muss in wesentlich sichereren Anlagen verwahrt werden. Die Stromkonzerne haben in den vergangenen Jahren die Gewinne eingestrichen, jetzt dürfen die Kosten für die Atommülllagerung nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden.“ Kreisvorsitzender Albert Riedelsheimer sieht in der in der Bestätigung der 10-H-Regel durch den Bayrischen Verfassungsgerichtshof einen herben Rückschlag für die Energiewende: „Mit dieser absurden Regelung, die in Deutschland einzigartig ist, stärkt die CSU der Atomindustrie und unterwandert die Energiewende. Mittelständische Investitionen und Wertschöpfung vor Ort werden zugunsten der Großkonzerne blockiert.“ Er fordert konkrete Konzepte für das Ziel, den Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien sicherzustellen. (dz)

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