Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Hohe Auszeichnung für Donauwörther Bonbons

Wirtschaft

22.11.2019

Hohe Auszeichnung für Donauwörther Bonbons

Die Geschäftsführer (von rechts) Thomas Wippel, Martin Lang und Joachim Lang von der Edel Bonbonfabrik in Donauwörth nahmen in München den „Exportpreis Bayern 2019“ des Wirtschaftsministeriums entgegen.
Foto: StMWi

Die Eduard Edel Bonbonfabrik erhält dieses Jahr den „Exportpreis Bayern“. Dafür gibt es besondere Gründe.

In Donauwörth kennt sie wirklich jedes Kind – aber auch darüber hinaus sind die Bonbons in den markanten Verpackungen weithin bekannt. Und sie sind über Donauwörths und Deutschlands Grenzen so populär, dass ihr Hersteller nun dafür ausgezeichnet wurde am Mittwochabend in München. Die Firma Eduard Edel Bonbonfabrik aus Donauwörth bekam von Bayerns Wirtschaftsministerium den „Exportpreis Bayern 2019“.

Mehr zum Thema: Diese Firma aus der Region produziert jeden Tag eine Million Bonbons

Das Ministerium zeichnete fünf Unternehmen aus, die „mit außergewöhnlichen Ideen und Strategien grandiose Exporterfolge erzielen“. In der Kategorie „Genussland“ ging der Preis an Edel. Die Produkte des Preisträgers sei „in doppeltem Sinn positiv besetzt“, hieß es in der Laudatio am Mittwochabend. Denn es ist nicht nur zweimal „gut“, sondern es wird auch sehr gerne als Belohnung eingesetzt.

Seit der Geschäftsgründung 1864 durften sich erst die Donauwörther und die deutschen Länder durch das Sortiment hindurchlutschen. Als der Süßwarenmarkt immer umkämpfter wurde, besann man sich auf die traditionelle Herstellung der Bonbons. Damit wurde der Export in das Ausland eingeläutet: Erst nach Österreich und dann in weitere europäische Länder. Später konnten durch regelmäßige Auftritte auf der Süßwarenmesse Kunden unter anderem in den USA, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten von der süßen Masse überzeugt werden.

Erfahrene Zuckerbäcker sind gefragt

Die Zutaten sind denkbar einfach und doch eröffnen sie eine enorme Bandbreite an wohlklingenden oder exotischen Namen wie Cachou Würfel, Hustenkreuze, Apfelkugeln, Messbrocken, Seidenkracher oder die Weltneuheit „Inclusions Himbeere“ – um nur einige der insgesamt 250 verschiedenen Sorten zu nennen. Stets werde, wie Laudatorin Andrea Wirsching weiter ausführte, „auf die süßen Zungen der Kunden Rücksicht genommen“: Wiener Krachmandeln sind in unserem Nachbarland sehr begehrt, die Amerikaner mögen es fruchtig und auf die Wirksamkeit der Kräuter schwört Südkorea.

Trotz Maschinen sei das Gefühl erfahrener Zuckerbäcker gefragt, betonte Wirsching: „Als eine der wenigen Manufakturen seiner Branche weltweit wird hier noch die hohe Kunst der Herstellung echter Seidenglanzbonbons beherrscht.“ Dabei sei nicht nur Erfahrung, sondern auch richtig viel Handarbeit gefragt: bis der gewünschte Glanz erreicht wird, werden die Zutaten geknetet, gezogen, gedreht und gewickelt.

Eine Million Bonbons laufen täglich vom Band

Eine Million Bonbons laufen bei der Firma täglich vom Band – „und trotzdem ist das Thema Süßigkeiten ist bei unserem Preisträger noch lange nicht ausgelutscht“, schloss die Laudatorin.

Ausgezeichnet wurden heuer fünf Betriebe mit bis zu 100 Vollzeitmitarbeitern in den Kategorien Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und, erstmals in diesem Jahr, Genussland. Joachim Lang, Thomas Wippel und Eduard Lang (Inhaber und Geschäftsführer der Eduard Edel Bonbonfabrik) nahmen den Preis aus den Händen Ulrike Wolf vom Wirtschaftsministerium in München entgegen. (dz)

Lesen Sie auch:


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren