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30.07.2010

Im Bauamt wird kräftig umgebaut

Donauwörth In der Bauabteilung der Kreisverwaltung in Donauwörth gibt es eine Reihe von gravierenden Änderungen. Zum einen werden mehrere Führungspositionen neu besetzt, zum anderen will das Landratsamt die Verfahrensabläufe optimieren, damit Bauangelegenheiten effektiver und schneller abgewickelt werden können. Landrat Stefan Rößle möchte vor allem die Beratung im Vorfeld eines Bauantrags weiter verstärken und die Koordination innerhalb der verschiedenen Fachstellen verbessern.

Die Abteilung Bauwesen und Umweltschutz gibt es in dieser Form erst seit 2003. Damals organisierte der Landrat (er ist seit 2002 im Amt) die Landkreisverwaltung komplett neu (siehe "Wissenswert"). An der Spitze der Abteilung steht seitdem Heinz Lehndorfer (60). Der wechselt nun als Leiter ins Rechtsamt. In dieser Position ist er auch für die Vergabestelle und für Grundsatzfragen für Europa-Angelegenheiten zuständig - ein "sehr breit gefächertes und diffiziles Aufgabengebiet", wie Rößle betont. Die bisherige Leiterin des Rechtsamts, Christina Hillenbrand, arbeitet künftig als Juristin im Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt. Für Lehndorfer übernimmt Lars Oldag (33) die Abteilung Bauwesen und Umweltschutz. Der Oberregierungsrat kommt aus dem bayerischen Innenministerium.

Kreisbaumeister geht

Das Landratsamt verlässt auch Kreisbaumeister Christian Einzmann. Der war bis vor gut einem Jahr Leiter des Fachbereichs Bauwesen/Denkmalschutz/Wohnbauförderung, musste dort aber hinter Martin Reitinger ins zweite Glied zurücktreten. Einzmann übernimmt jetzt eine neue Aufgabe im Großraum München. Seine Stelle im Landratsamt wird ausgeschrieben.

Im Bauamt wird kräftig umgebaut

Im Fachbereich Natur- und Umweltschutz verabschiedet sich aus familiären Gründen die Leiterin Klaudia Fackler. Nachfolger wird Wolfgang Klimm, bisher stellvertretender Teamleiter im Baurecht.

Neben dem personellen Umbau sollen nach Auskunft von Landrat Rößle auch nach und nach die Abläufe optimiert werden. In dieser Angelegenheit sei vor einiger Zeit der Kommunale Prüfungsverband auf den Landkreis zugekommen und habe angeboten, ein entsprechendes Gutachten zu fertigen. In dieses seien die Anregungen der Mitarbeiter des Bauamts mit eingeflossen.

"Das Bauamt des Landratsamts soll für die zukünftigen Anforderungen eines modernen Dienstleisters bestens gerüstet sein", erklärt Rößle. Die Bediensteten hätten bei den Neuerungen eine große Aufgeschlossenheit und Motivation an den Tag gelegt, lobt der Landrat. Der verweist darauf, dass zwischenzeitlich eine Sprechstunde eingeführt worden sei, bei der alle Bürger ihre Anliegen direkt bei ihm oder beim Bauamtsleiter vortragen könnten.

In den vergangenen Monaten hatte es beispielsweise aus den Reihen der Bürgermeister wiederholt Kritik am Kreisbauamt gegeben (wir berichteten). Das registrierte auch Rößle. Er meint aber: "Das ist auch ein bisschen aufgebauscht worden." Kritik am Bauamt werde es immer geben, weil sich dieses an die gesetzlichen Vorgaben zu halten habe und Meinungsverschiedenheiten nicht zu vermeiden seien. Der Landrat stellt klar, dass in der Abteilung in den vergangenen Jahren "viele Sachen sehr gut gelaufen sind" - zum Beispiel bei Bauprojekten von Unternehmen.

Dass nicht immer alles reibungslos vonstattengegangen sei, habe auch daran gelegen, dass die Verwaltung durch Krankheit und Tod innerhalb kurzer Zeit zwei leitende Mitarbeiter verlor. In der jüngeren Vergangenheit hätten zahlreiche Anträge für Photovoltaikanlagen die Abteilung an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. (wwi)

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