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Landkreis Donau-Ries

31.08.2020

Läuft im neuen Kita-Jahr im Kreis Donau-Ries trotz Corona alles normal?

Das sogenannte AHA-Konzept – Abstand, Handhygiene, Alltagsmasken – ist in Kindertageseinrichtungen nicht vollständig umsetzbar. Verstärktes Händewachsen ist beispielsweise leichter umzusetzen als die andernorts derzeit üblichen Distanzgebote.
Bild: Alexander Kaya

Plus Am 1. September startet das neue Kindergartenjahr im Kreis Donau-Ries. Wie trotz Pandemie der Ablauf funktionieren soll. Claudia Wernhard erklärt, was bei steigenden Infektionen passiert.

Einige Eltern werden dankbar sein, ihre Kinder wieder geregelt in den Kindergarten bringen zu können. Andere Kinder haben am 1. September ihren ersten Tag im Hort. Für Mamas und Papas stellt sich nun die Frage, wie das alles ablaufen soll. Wie ist die aktuelle Lage?

Spezifisches Hygienekonzepte für jede einzelne Einrichtung

Zur Orientierung für die Einrichtungen hat das bayerische Sozialministerium einen „Rahmen-Hygieneplan“ herausgegeben. „Für den Regelbetrieb wurde ein sogenanntes Drei-Stufen-Modell veröffentlicht“, sagt Claudia Wernhard, die Fachberaterin für Kindertagesbetreuung im Landkreis Donau-Ries. Bei niedrigen Infektionszahlen wie momentan im Landkreis ändert sich für die Kinder vorerst nichts.

Steigen jedoch die Infektionszahlen, können sich die Kinder möglicherweise nicht mehr so frei bewegen, und es gibt feste und sogar kleinere Gruppen. Zudem soll das Personal Masken tragen. Bei einer starken Verschlechterung greift die eingeschränkte Notbetreuung. Das örtlich zuständige Gesundheitsamt entscheidet über die jeweilige Stufe. Neben Händewaschen und stündlichem Lüften müssen die Kinder weder Masken tragen noch Abstand mit anderen Kindern oder den Erziehern einhalten. „Die Kindergärten machen sich schon seit einigen Wochen Gedanken, denn sie müssen spezifische Hygienekonzepte für ihre Einrichtung erstellen“, sagt Wernhard. Überall gäbe es andere Gegebenheiten. Träger, Kindergartenleitung und Eltern müssten zusammen erarbeiten, wie man reagiert.

Kinder mit milden Krankheitssymptomen dürfen in den Kindergarten

Was ist, wenn mein Kind Schnupfen oder Husten hat? Bis September mussten die Kinder zu Hause bleiben. Doch nun gilt: Kinder mit milden Krankheitssymptomen wie leichter Schnupfen oder gelegentlichem Husten dürfen in den Kindergarten. Es gilt keine Attestpflicht. Die Ausnahme: Wenn die eingeschränkte Notbetreuung gilt, dürfen Kinder mit Krankheitssymptomen nur nach einem negativen Corona-Test zurückkommen.

Wann ist mein Kind zu krank? „Diese Entscheidung ist für die Mitarbeiter schwierig. Aber als Erzieher oder Erzieherin hat man ein Gefühl dafür, wie es den Kindern geht“, so Wernhard. Wenn der Allgemeinzustand sich während des Tages verschlechtert, kann dieses isoliert und die Eltern angerufen werden, um es abzuholen.

Landkreis Donau-Ries: Bisher hat mit den Eltern beim Bringen der Kinder alles gut geklappt

Wie ist es mit Kindern, die neu in die Einrichtung kommen? Bisher betreten Eltern nicht die Kindergärten, sondern geben ihre Kinder einfach am Eingang ab. Eine Ausnahme gilt nun für Mütter und Väter von neuen Kindergartenkindern. „Eine gute Eingewöhnung ist aus entwicklungspsychologischer Sicht sehr wichtig“, teile das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den Einrichtungen mit. Bei der Eingewöhnung, die in der Regel zwei bis drei Wochen dauert, müssen die Eltern eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. „Bisher hat beim Bringen aber alles gut mit den Eltern geklappt“, berichtet Wernhard für den Landkreis Donau-Ries. Auch bei mehreren Familien gleichzeitig seien die Abstände gewahrt worden. Werden Erzieher getestet? Für die Erzieher gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Reihentestung, zu denen sich die Einrichtungen freiwillig anmelden konnten. Bestenfalls werden diese in Kooperation mit nahe gelegenen Grundschulen gleichzeitig durchgeführt.

Was tun, wenn es Unklarheiten gibt? „Eine offene Kommunikation zwischen allen macht vieles leichter“, rät Claudia Wernhard. Die aktuelle Situation sei für die Erzieher sowie für die Eltern schwierig. Bei Unklarheiten sollten Eltern auch nachfragen und auch Verständnis haben. Durch Konsens könnte man diese Zeit zusammen überstehen.

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