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Tapfheim/Donauwörth

29.04.2015

Maibaumdiebe aus Tapfheim schlagen schon wieder zu

Symbolbild.
Bild: Claudia Stegmann

Burschen haben im Donauwörther Stadtgebiet den nächsten Stamm geklaut. Zuvor haben sie die Bäume nach Binsberg zurückgebracht. Dort gab es nicht nur freudige Gesichter.

Die Verhandlungen waren erfolgreich: Die Maibaumfreunde Binsberg und der Schützenverein Adler Berg haben ihre Maibäume zurückbekommen. Die Verantwortlichen der Vereine einigten sich am Dienstagabend mit den Vertretern vom Häusle und vom Bauwagen Tapfheim auf eine Auslöse. An die 20 Burschen aus Tapfheim hatten – wie berichtet – in der Nacht auf Montag die beiden Stämme gestohlen, die in einer Halle in Binsberg lagerten.

Die Vereine erklärten sich bereit, der Truppe aus Tapfheim 200 Liter Freibier und eine Brotzeit zukommen zu lassen. Gleich nach der Einigung brachten die Tapfheimer die Maibäume zurück nach Binsberg.

Was nach einem üblichen Vorgang im Rahmen des Maibaum-Brauchtums klingt, war hinter den Kulissen durchaus brisant. Nach Informationen unserer Zeitung gab es in Binsberg und Berg zwischenzeitlich Stimmen, die den Fall als Straftat einstuften und deshalb die Polizei einschalten wollten. Grund: Die Diebe gelangten auf eine Art und Weise in das Gebäude, die eigentlich nicht hinnehmbar sei: Sie stiegen über das Dach, das sie teilweise abdeckten, in die Halle. Dort kletterten sie über ein fünf Meter hohes Regal nach unten und schraubten an einem der drei Tore – die allesamt von innen mit Vorhängeschlössern gesichert waren – den kompletten Verschluss ab. Besonders sauer stieß manchen Binsbergern und Bergern auf, dass die Tapfheimer selbst keinen richtigen Maibaum aufstellen und sich anscheinend darauf spezialisiert haben, Stämme zu stehlen. „Die Kameraden übertreiben es etwas“, ist aus den Reihen der Bestohlenen zu hören.

Unbeeindruckt von der Kritik schlugen die Tapfheimer, die betonen, keinen Schaden anzurichten, in der Nacht auf Mittwoch schon wieder zu. In Riedlingen entdeckten sie den völlig unbewachten Maibaum der Siedlergemeinschaft Ramberg. Die unbearbeitete Fichte sei auf dem Hof eines Betriebs gelegen – völlig offen und unbewacht. Da habe man nicht widerstehen könne, so einer der Beteiligten: „Das war in fünf Minuten erledigt.“ Die Verantwortlichen der Siedlergemeinschaft hätten sich kooperativ gezeigt. Man habe am Mittwoch 80 Liter Bier als Auslöse vereinbart und bringe den Stamm am Donnerstagmorgen nach Riedlingen zurück. (wwi)

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