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Genderkingen

08.02.2018

Neuer Kindergarten soll 2020 fertig sein

Der Kindergarten in Genderkingen ist in die Jahre gekommen. Zudem ist die Einrichtung nur über Treppen zu erreichen. Deshalb hat sich der Gemeinderat um Bürgermeister Roland Dietz für einen Neubau ausgesprochen. 
Bild: Manuel Wenzel

Die aktuellen Räume stammen aus den 1970-er Jahren. Zudem sind sie nur über eine Treppe erreichbar. Deshalb wird ein neues Gebäude errichtet. Kosten: über zwei Millionen Euro.

Der Zeitplan ist ehrgeizig, das gibt Roland Dietz zu. Vielleicht, so hofft der Bürgermeister, könne noch heuer die Bodenplatte betoniert werden. Fertiggestellt sein soll das Gebäude jedenfalls in zwei Jahren. „Es wäre schön, wenn der aktuelle Gemeinderat noch gemeinsam die Einweihung feiern kann. Die Amtsperiode endet im April 2020“, sagt Dietz, der allerdings gleich hinterher schiebt: „Wir werden bei diesem Projekt aber nichts übers Knie brechen.“ Die Rede ist von dem neuen Kindergarten, der in Genderkingen gebaut wird. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung. Dieser fiel einstimmig aus.

Der aktuelle Kindergarten wurde im Jahr 1975 im Untergeschoss des Schulhauses eingerichtet. Baulich entspräche dieser nicht mehr dem heutigen Standard, erklärt der Bürgermeister. Ein weiterer Nachteil sei, dass der Eingang nur über mehrere Treppenstufen zu erreichbar ist – also nicht barrierefrei oder behindertengerecht. „Ein zeitgemäßer Kindergarten gehört zu einem modernen Dorf dazu und ist auch ein gewisses Aushängeschild“, begründet Dietz das Vorhaben. Dieser Meinung sei auch das gesamte Ratsgremium.

Neubau in unmittelbarer Nähe

Für den Neubau ist eine Fläche unmittelbar nördlich des jetzigen Standorts vorgesehen. Diese befindet sich im Besitz der Gemeinde. „Da befinden wir uns in einer glücklichen Lage.“ Dietz weiter: „So sind auch künftig kurze Wege möglich und die Turnhalle in der Schule kann gemeinsam genutzt werden.“ Der neue Kindergarten soll eine Hauptnutzfläche von etwa 400 Quadratmetern haben. Wie genau die Aufteilung der einzelnen Räume aussehen und wie das Gebäude auf dem Grundstück platziert werden soll, sei dann Sache des Architekten. Ein Büro dafür habe man noch nicht beauftragt. Um sich Anregungen zu holen, wird der Gemeinderat demnächst mehrere neue Einrichtungen in der Region besichtigen, darunter in Münster oder Feldheim. „Wir wollen uns Eindrücke vor Ort verschaffen, um sagen zu können, wo die Reise in etwa hingehen soll.“

In Genderkingen geht man aktuell von Kosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro aus. Abzüglich der staatlichen Förderungen muss die Kommune wohl circa 1,5 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen. „Wir haben Rücklagen von mehr als zwei Millionen Euro“, betont der Rathauschef. Er hofft daher, den Kindergarten und das neue Baugebiet „Riedfeld Süd – dieses liegt übrigens in unmittelbarer Nähe der Schule und wird ebenfalls in diesem Jahr angegangen – ohne Kreditaufnahme verwirklichen zu können.

Derzeit sind 40 Kinder untergebracht

Derzeit sind 40 Buben und Mädchen im Kindergarten untergebracht, der von montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet hat. Am Freitag ist um 13.30 Uhr Schluss. Eine Besonderheit in Genderkingen ist, dass im Kindergarten auch bis zu zehn Grundschüler nach deren Unterrichtsende betreut werden. „Die kommen ja aus unserem Kindergarten, kennen dessen Personal und gehen immer wieder gerne runter – besonders die Erstklässler genießen das sehr“, weiß Bürgermeister Dietz.

In dem zu errichtenden Gebäude soll es dann auch eine Krippe mit zwölf Plätzen geben. Eine Abfrage in der Gemeinde habe ergeben, dass der Bedarf nach einem solchen Angebot steigt, berichtet Dietz. „Ein Kindergarten ist für eine Gemeinde, wenn man rein nach den Zahlen geht, ein Verlustgeschäft. Darum muss jede Kommune für sich selbst entscheiden: Was ist mir eine solche Einrichtung wert?“ Bei den zu erwartenden Kosten handle es sich um eine „hohe Summe“, der Rathauschef sieht diese aber als „lohnende Investition in die Zukunft, die auch die Attraktivität des Dorfs steigert“.

Wenn der Kindergarten dann in einigen Jahren sein neues Domizil bezogen hat, was passiert dann mit den frei werdenden Zimmern im Schulhaus? Diese werden keinesfalls leer stehen, kündigt Dietz an. Vielmehr sollen sie weiter für die Kinder genutzt werden, etwa als Lager für Geräte oder Spielsachen. Denkbar seien auch zusätzliche Besprechungsräume. „Wir werden sicher eine gute Verwendung finden.“

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