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Donauwörth

20.11.2019

Polizei übt Ernstfall an Schule

Von der Polizei abgesperrt war am Mittwochvormittag die Ludiwg-Auer-Schule in Donauwörth.
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Von der Polizei abgesperrt war am Mittwochvormittag die Ludiwg-Auer-Schule in Donauwörth.
Foto: Wolfgang Widemann

Plus Polizei und Rotes Kreuz trainieren an Ludwig-Auer-Schule in Donauwörth. Was sich dort abspielt. Angenommen wird eine „lebensbedrohliche Einsatzlage“.

Es herrscht eine ungewohnte Ruhe rund um das Schulzentrum an der Neudegger Allee. Die großen Parkplätze sind weitgehend leer. Es ist Buß- und Bettag: Die Schüler haben frei. Ein Arbeiter schafft auf den verwaisten Stellplätzen das Laub beiseite. Plötzlich sind an diesem grauen Mittwochvormittag von mehreren Seiten Martinshörner zu hören. Beinahe im Minutentakt kommen Polizeiautos an der Neudegger Sporthalle an. Die Beamten der Inspektion Donauwörth werden erwartet. Vor den Augen von Kollegen, die als Beobachter beziehungsweise Ausbilder agieren, legen die Männer spezielle Schutzwesten an, die auch Schultern und Unterleib bedecken, und setzen sich Helme auf. Die Beamten eilen dann über einen Fußweg in Richtung Ludwig-Auer-Schule. Dort findet „ein Übungsszenario“ statt, wie es Silke Abt, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, ausdrückt.

„Lebensbedrohliche Einsatzlage“ wird angenommen

Es werde „eine lebensbedrohliche Einsatzlage angenommen“. Was genau, dazu will sich die Sprecherin nicht äußern. Man habe den „schülerfreien Tag“ ausgenutzt, „um verschiedene Sicherheitsabläufe, Einsatzkonzeptionen und Evakuierungsmaßnahmen zu trainieren“.

Bei solchen Sätzen kommt einem automatisch der Gedanke an Nachrichten aus US-Schulen, die fast schon regelmäßig traurige Realität sind. Auch in Deutschland haben sich Amok-Taten ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. In Winnenden, Erfurt und Ansbach töteten Jugendliche mit Schusswaffen Mitschüler und Lehrer.

Gelände weiträumig abgesperrt

Welche Szenarien in der Ludwig-Auer-Schule geübt werden, lässt sich nur erahnen. Das Gelände ist weiträumig abgesperrt. Mitarbeiter der Sicherheitswacht und Hausmeister achten darauf, dass niemand zu nahe kommt. Aus der Ferne ist zu sehen, wie mehrere Polizisten im Laufschritt in das Gebäude mit der markanten grünen Fassade eilen. Beamte – begleitet von Beobachtern, die jede Aktion fotografieren und filmen.

Zwei „Verletzte“ werden abtransportiert

Nach etwa 20 Minuten erscheint das Rote Kreuz mit einem größeren Aufgebot an der Bushaltestelle vor der Schule: zwei Sanka, Notärzte und ein Einsatzleiter. Zwei Polizisten in voller Montur eilen herbei. Die Absperrung wird entfernt. „Rettungsdienst mitkommen“, sagt einer der Beamten bestimmt. Zwei Sanka fahren zum Eingang der Schule. Wenig bringen die Sanitäter zwei „Verletzte“ auf Tragen in die Rettungswagen.

Am späten Vormittag ist die Übung beendet.

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