Newsticker

Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Rekordernte versüßt die Geschäfte

Rain

13.01.2015

Rekordernte versüßt die Geschäfte

Bild: Johann Schilke

Im Südzucker-Werk in Rain werden knapp 1,5 Millionen Tonnen Rüben angeliefert. Der Standort wird voraussichtlich weiter gestärkt

Von Wolfgang Widemann

Wolfgang Vogl ist rundum zufrieden. In wenigen Tagen geht bei Südzucker in Rain die Kampagne 2014/15 zu Ende. Die verlief ideal, stellt der Werkleiter fest. Alles habe gepasst: Es gab eine Rekordernte und die Verarbeitung lief ohne nennenswerte Probleme. Damit nicht genug: Der Standort Rain wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter gestärkt.

Während viele Menschen sich über den oft kühlen und verregneten Sommer 2014 ärgerten, freuten sich rund 2800 Landwirte in Bayern und dem angrenzenden Württemberg: Die Zuckerrüben auf den Äckern der Lieferanten der Fabrik gediehen bei diesem Klima prächtig. Aktuell geht Vogl von einem Ertrag von rund 95 Tonnen pro Hektar aus: „Das war noch nie da.“ Seit dem 13. September werden die süßen Früchte von 70 Lastwagen rund um die Uhr aus einem Umkreis von über 100 Kilometern in die Lechstadt transportiert. In 125 Tagen kommt dort die für Außenstehende kaum vorstellbare Menge von knapp 1,5 Millionen Tonnen Rüben zusammen. Nur einmal waren es noch mehr: 2011 registrierte Südzucker in Rain etwa 1,6 Millionen Tonnen. Damals war allerdings die Anbaufläche noch etwas größer.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Angesichts der Tatsache, dass in der EU das Zuckergeschäft mit einer komplizierten Marktordnung bis Oktober 2017 geregelt ist – es ist unter anderem die Menge für Nahrungsmittel kontingentiert –, dürfte sich Vogl zufolge die Anbaufläche im kommenden Jahr nochmals verringern. Aus den Rüben der aktuellen Ernte werden gut 200000 Tonnen Zucker gewonnen. Die werden eingelagert und das ganze Jahr über abgepackt – in 500-Gramm-Pakete (Gelierzucker), in ein Ein-Kilo-Pakete, in 25-, 50- und 1000-Kilo-Säcke sowie lose in Lastzüge (bis zu 25 Tonnen). Die Silos auf dem Fabrikgelände haben eine Kapazität von 145000 Tonnen.

Größte Herausforderung bei der Anlieferung der Rüben sei das Wetter nach Weihnachten gewesen, berichtet Vogl. Trotz der starken Schneefälle und der damit verbundenen schlechten Straßenverhältnisse sei die Produktion ständig mit Rüben „gefüttert“ worden. Dies soll bis zum 15. Januar weiter der Fall sein. Die 125-tägige Kampagne ist eine lange Zeit. Vor einem Jahr waren es nur 81 Tage.

Die Technik lief störungsfrei

Störungsfrei gelaufen sei auch die mit einem Millionenaufwand installierte Technik, mit der die Rübenschnitzel bei niedriger Temperatur vorgetrocknet werden, teilt der Werkleiter mit: „Es hätte nicht besser laufen können.“

In den kommenden Jahren könnte die Fabrik in Rain mit ihren fast 250 Beschäftigten auf noch festeren Füßen stehen. Nach Auskunft von Vogl will der Konzern den Standort Regensburg im Jahr 2017 vollends schließen. Es sei geplant die Produktion von Sondersorten auch an den Lech zu verlagern. Näher äußern will sich Vogl dazu noch nicht.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren