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Respekt für alle Kandidaten!

Kommentar Von Wolfgang Widemann
18.01.2019

Vielerorts wird es zunehmend schwieriger Kandidaten für Stadt- und Gemeinderat zu finden.

Rund eineinviertel Jahre sind es noch bis zu den Kommunalwahlen 2020 in Bayern. Die Bemühungen der Verantwortlichen der Parteien und Gruppierungen, Bewerber für die Stadt- und Gemeinderäte sowie für den Kreistag zu rekrutieren, sind im Donau-Ries-Kreis vielerorts bereits angelaufen. Dabei ist häufig zu hören, es werde immer schwieriger, Kandidaten zu finden.

Ein Grund ist sicher die zunehmende Individualisierung. Frei und unabhängig von irgendwelchen Verpflichtungen möchten viele Menschen ihr Leben gestalten. Für solche Leute ist ein Posten, bei dem eine regelmäßige Präsenz nötig ist und der einem ein gehöriges Maß an Verantwortung aufbürdet, wenig attraktiv. Zumal man als Ratsmitglied bisweilen ein dickes Fell haben muss, wird man doch schnell kritisiert oder sogar angefeindet. Aber auch der zunehmende Druck in vielen Berufen hindert manchen Interessierten daran, sich für die kommunales Gremium zu bewerben. Wer abends ausgelaugt von der Arbeit nach Hause kommt, verspürt wenig Lust, sich anschließend bis in die Nacht hinein den Kopf darüber zu zerbrechen, wie er seine Kommune voranbringen könnte.

Unter diesen Gesichtspunkten gebührt jedem Bürger, der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisrat werden möchte, höchster Respekt. Es bleibt zu hoffen, dass sich in den Kommunen wieder genügend Kandidaten finden lassen.

Gleichzeitig muss an alle appelliert werden, die möglicherweise vorschnell oder aus persönlichem Interesse an der Arbeit der Kommunalpolitiker herummäkeln: Erst überlegen, dann reden! Letztlich sollte jedem klar sein: Eine Kommune lebt auch von den Fähigkeiten, der Motivation und dem Wissen der Ratsmitglieder.

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