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09.07.2010

Sitzung: Verspätet zum WM-Anpfiff

Sitzung: Verspätet zum WM-Anpfiff

Kaisheim Die Sitzungen des Gemeinderats sind in Kaisheim derzeit ein heißes Eisen. Erst platzte in der vorigen Woche eine Zusammenkunft, weil Bürgermeister Franz Oppel die Räte nicht fristgerecht geladen hatte (wir berichteten), nun kam König Fußball der Kommunalpolitik in die Quere. Nachdem die zunächst am 29. Juni geplante Haushaltsitzung zwangsweise um eine Woche auf vergangenen Dienstag verschoben worden war (siehe Seite 27), bat Oppel 24 Stunden später - also am Mittwochabend - das Gremium gleich wieder an den Ratstisch. Beginn: 19.30 Uhr. Verhängnisvoll nur, dass um 20.30 Uhr das WM-Halbfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien angepfiffen wurde.

Den Fußballfans unter den Gemeinderäten stockte da der Atem. "Ich glaube, wir sind die Einzigen in Deutschland, die an diesem Abend eine Sitzung haben", sagte einer der Kommunalpolitiker fassungslos unserer Zeitung. Während das öffentliche Leben in der ganzen Bundesrepublik zum Erliegen kam, marschierten die Kommunalpolitiker in Kaisheim ins Rathaus.

Die Tagesordnung deutete nicht auf ein schnelles Ende hin. Ein Beschluss über eine Zweckvereinbarung über den Bau einer gemeinsamen Kläranlage mit der Nachbargemeinde Buchdorf sollte her (Bericht folgt). Über das Millionenprojekt wird in Kaisheim seit Monaten intensiv beraten und diskutiert.

Fünf Kaisheimer Ratsmitglieder fehlten entschuldigt zu Beginn der Sitzung. Auf den Zuhörerstühlen nahmen der Buchdorfer Bürgermeister Georg Vellinger und einige seiner Räte Platz. Hubert Renelt (Grüne) stellte an Oppel gleich die bange Frage, wie lange man denn tagen wolle. Der Rathauschef zeigte sich kompromissbereit. Nach dem öffentlichen Teil könnte man aufhören: "Wenn wir zügig vorankommen, dürften wir bis 20.30 Uhr fertig sein." Ganz geschafft haben es die Räte nicht. Die Punkte auf der Tagesordnung waren erst um 20.50 Uhr abgearbeitet. Einer hielt nicht ganz durch: Renelt verließ schon vorher die Sitzung. (wwi)

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