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Umwelt

19.11.2019

Wie eine Frau aus Bäumenheim für Nachhaltigkeit kämpft

Wie eine Frau aus Bäumenheim für Nachhaltigkeit kämpft
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Plus Carina Reitmair aus Bäumenheim kämpft für nachhaltigeren Konsum in der Region. Wie es dazu kam und was jeder tun kann. Die DZ startet neue Reihe mit Tipps für den Alltag.

Seitdem sie den Film „Eine unbequeme Wahrheit“ gesehen hat, ist für Carina Reitmair vieles anders. Als der Dokumentarfilm des ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Al Gore weitweit die Menschen erschüttert, ist sie 16 Jahre alt. Gore zeigt in dem Oscar prämierten Film auf eindringliche Weise, welche Folgen die Klimaerwärmung für die Menschheit hat. Vielen Zuschauern lief es eiskalt den Rücken herunter. So ging es wohl auch Reitmair.

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Für die junge Frau, die heute 29 Jahre alt ist, war der Film die Initialzündung. Seitdem beschäftigt sie sich mit dem Thema Umweltschutz, Klimawandel und CO2. Und seitdem versucht die gebürtige Mittelfränkin ihren CO2-Abdruck zu reduzieren und respektvoll mit Tieren, Pflanzen und Lebensmitteln sowie der Umwelt umzugehen. Die gelernte PTA und Ernährungsberaterin fühlte sich oft als Einzelkämpferin, weil sie bereits früh plastikarm und auch möglichst zuckerfrei leben wollte. Ihre zwei Söhne und ihr Mann, mit denen sie in Bäumenheim lebt, stehen dabei voll hinter ihr.

Reitmair: „Jetzt ist Zeit für Veränderung“

Doch Reitmair hat eine Veränderung in der Gesellschaft bemerkt. Und heute sagt sie: „Jetzt ist Zeit für Veränderung.“ Sie spürt, dass der Wille anders zu leben und nachhaltig mit der Umwelt umzugehen bei mehr Menschen da ist – und das diese auch dafür etwas tun wollen. Zusammen mit Claudia Drachsler-Praßler gründete sie in Thierhaupten den Plastikfrei-Stammtisch. Kurz darauf setzte sie diesen auch in Donauwörth um. Sie beteiligt sich an dem Projekt „Foodsharing“, bei dem Lebensmittel, die man selbst nicht mehr verwenden möchte oder kann an andere weitergegeben oder getauscht wird. Das regal dazu steht im Mehrgenerationenhaus in der Parkstadt.

Wie eine Frau aus Bäumenheim für Nachhaltigkeit kämpft

Verein setzt sich für Nachhaltigkeit ein

Aktuell ist das nächste Ziel die verschiedenen Aktivitäten zu vernetzten und die dahinter stehenden Ehrenamtlichen zusammenzubringen. Deshalb gründete sie zusammen mit der Donauwörtherin Katrin Gleißner die Initiative „Transition Town - Mehr Nachhaltigkeit für Donauwörth“. Den Verein gibt es seit wenigen Wochen.

Seit längerer Zeit hat Reitmair in ihrem Alltag Plastik reduziert. Dabei hat sich nicht einfach alles, was aus Plastik ist, aus ihrem Haushalt herausgeschmissen, sondern nutzt das, was da ist möglichst lange. „Es geht darum, bereits angeschaffte Dinge dauerhaft zu nutzen und damit sinnvoll einzusetzen.“ Seit Mai 2019 lebt sie komplett plastikfrei – kauft also so weit es möglich ist kein neues Plastik mehr. Ihre Einkäufe erledigt sie in Unverpacktläden – die nächsten sind übrigens in Nördlingen oder Neuburg – Dorfläden und bei Direktvermarktern ein. Überhaupt hat sie ihr Konsumverhalten komplett umgestellt.

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Minimalistischer Ansatz

Das betrifft nicht nur an sich die Frage, wo sie kauft, sondern auch die grundsätzliche Überlegung, ob denn überhaupt so viel Neues angeschafft werden muss. „Wir leben da eher einen minimalistischen Ansatz“, sagt Reitmair. Kleidung und auch Spielsachen kauft sie in Second-Hand-Kaufhäusern. „Die Auswahl dort ist sehr gut und gerade auch Kinderkleidung, die sehr wenig getragen wird, ist das eine gute und günstigere Alternative“, sagt die Bäumenheimerin. Sie hofft auch andere für ihre Art des Konsums begeistern zu können.

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