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Donauwörth

19.07.2019

Wie sich das Reichsstraßenfest verändert hat

Ein Anziehungspunkt im historischen Ambiente: Das Reichsstraßenfest zieht Tag für Tag und Nacht für Nacht Tausende Besucher an. Heute öffnet die Festmeile letztmals, allerdings bereits ab neun Uhr. Schluss ist um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag.
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Ein Anziehungspunkt im historischen Ambiente: Das Reichsstraßenfest zieht Tag für Tag und Nacht für Nacht Tausende Besucher an. Heute öffnet die Festmeile letztmals, allerdings bereits ab neun Uhr. Schluss ist um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag.

Trotz des großen Aufgebots an Neuheiten – sowohl kulinarisch, kulturell als auch im Bereich der Sicherheit – weht ein Hauch Nostalgie durch das Donauwörther Bürgerfest. Ein Bummel durch die Festmeile vor dem großen Finale.

„Damals, 1994, war ich zwar noch ein kleiner Junge, aber ich kann mich daran erinnern, dass wir auf dem Reichsstraßenfest den einzigen Stand hatten, der Döner verkaufte“, erinnert sich Ilhan Sönmez, Inhaber der Döner-Manufaktur in Rennertshofen. Er betreibt heuer einen Falafelstand, der allerdings nicht nur Anlaufstelle für Vegetarier und Veganer ist. Ja, so manches hat sich verändert auf dem mittlerweile 22. Reichsstraßenfest in Donauwörth, wie auch das Motto „Bürgerfest zwischen Tradition und Moderne“ belegt.

Mehr zum Thema: Reichsstraßenfest Donauwörth 2019: Programm, Ablauf, Verkehr

Traditionelle Gerichte wie Bratwurstsemmel oder Kässpatzn reihen sich an gezupften Wasserbüffel, Falafel mit Apfel-Chili-Soße und Veggie-Burger mit Süßkartoffelpaddies. Aber es weht auch ein Hauch Nostalgie durch das Fest. „Der Eiskönig“ beispielsweise ist das dritte Mal mit dabei und bietet seinen Kunden Softeis. „Klassisch wie früher“, sagt Inhaber Karl Leumüller aus Holzheim „Vanille-Schoko wird am häufigsten gekauft.“ Wobei Leumüller auch Mango, Erdbeere oder Apfel anbietet. Trotz der Exotik bleibt es regional.

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Sicherheit auf dem Reichsstraßenfest ist wichtiger geworden

Martina und Martin Grob von der Firma „ Schwaben Büffel“ aus Allmannshofen halten ihre 65 Tiere sowohl in ihrem Heimatort, als auch in Auchsesheim. „Das ist kein Hobby mehr, sondern eine Vollzeitstelle“, so Martin Grob. Mit dem Interesse an seinem Angebot „gezupfter Büffel“ ist er sehr zufrieden. Auch Martin Weißenburger, Mitarbeiter beim Foodtruck „Jim’s Große Klappe“, hat „auf jeden Fall Spaß“. Er ist das zweite Mal dabei.

Mehr zum Thema: Reichsstraßenfest: Gelungener und ruhiger Auftakt

Sicherheit hat auch beim Reichsstraßenfest oberste Priorität. Betonblöcke wurden aufgestellt und das Sicherheitspersonal verstärkt. Security-Mitarbeiter Michael Gmeiner ist bereits den dritten Tag auf dem Fest. Seine bisherige Bilanz: „Eine ruhige Veranstaltung. Man hat das Gefühl, jeder kennt jeden. Bis jetzt gab es keine Ausschreitungen.“ Das wünscht er sich auch für das Finale am Samstag.

Apropos Sicherheit: Da der Toilettengang in der Vergangenheit nicht immer in den dafür vorgesehen Containern erfolgte, sondern man sich in den umliegenden Gärten erleichterte, hat die Stadt Bauzäune mit blickdichter Folie angebracht. „Das hat acht Wochen lang in meinem Garten gestunken“, so ein Anwohner im Spindeltal. „Jetzt wird an die Folie gepinkelt, aber durch das Mehraufgebot des Sicherheitspersonals ist es besser geworden.“

Beim "Meet & Greet" kann man Menschen wiederfinden

Der Zugang zur Sonnenstraße ist für die Flaneure frei – das heißt auch, man kann sich kurz eine Auszeit vom Trubel nehmen. Was die Ruhe in der Straße ein wenig trübt, ist der durchfahrende Verkehr. „Was sie toll gemacht haben, ist die Fahrradgarage“, sagt Gastronom Dieter Kleinle.

Die städtische Tourist-Info vor dem Rathaus bietet die Aktion „Meet & Greet“ – Mitmachen erwünscht. Es geht darum, Menschen, die man aus den Augen verloren hat, wiederzufinden und gemeinsam zu feiern. Einfach eine Karte am Infostand ausfüllen und der Aufruf wird an der Pinnwand angebracht. „Eine tolle Sache“, so Ursula Langer, „aber wir würden uns ein bisschen mehr Resonanz wünschen.“

6000 Besucher am Donnerstag

Mehr los war dagegen am Donnerstag an den Ständen weiter oben in der Reichsstraße. Rund 6000 Besucher waren es insgesamt an Tag zwei, wie der Sicherheitsverantwortliche Michael Öhlhorn mitteilt. Der Mittag inklusive Seniorentreff sei mit circa 1000 Gästen gut frequentiert gewesen, dann aber folgte bis 16 Uhr eine kleine Flaute. Am Abend nahm die Party naturgemäß wieder Fahrt auf. „Da war mehr los als am Mittwoch, aber wegen der Delle am Nachmittag waren es insgesamt etwas weniger Leute“, so Öhlhorn.

Das Programm am Samstag:

8.45 Uhr Farbenprächtiger Einzug der Gartenbauvereine und Kleingärtner

9 bis 11 Uhr Traditioneller Gärtnermarkt

9.15 bis 12.30 Uhr Usseltaler Blechhaufen (Bühne am Liebfrauenmünster), Stadtkapelle Donauwörth (Bühne am Tanzhaus, bis 12 Uhr), Musikkapelle Wörnitzstein (Bühne an der Rosenwirtsgasse)

13.30 bis 17Uhr Kapfer & Kapfer (Tanzhaus)

14 bis 17 Uhr Musikverein Mertingen (Liebfrauenmünster), Mella und Rudi (Rosenwirtsgasse)

14 bis 17 Uhr Bernies Bunte Bühne, Airbrush-Tattoo-Studio, Luftballonmodellage (Hof der Stadtbibliothek)

17.30 bis 18.30 Uhr Vorführung Traditional Taekwondo Donau-Ries

17.30 bis 19 Uhr Afro-Trommel-Gruppen mit Buschfeuer (gesamte Reichsstraße)

18 bis 21 Uhr Caro Blues Band (Rosenwirtsgasse)

19 bis 0 Uhr Overman Brass Band (Liebfrauenmünster), D’Holzheimer (Tanzhaus)

21.30 bis 0 Uhr Fischer and Friends (Rosenwirtsgasse)


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