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Turnen

20.11.2017

Ein Abstieg mit Hoffnung

Auch als der Abstieg bereits besiegelt war, unterstützten sich die Monheimer Turner, wie James Hall (links) und Lukas Schlotterer (rechts) weiterhin gegenseitig und feierten ihre guten Übungen.
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Auch als der Abstieg bereits besiegelt war, unterstützten sich die Monheimer Turner, wie James Hall (links) und Lukas Schlotterer (rechts) weiterhin gegenseitig und feierten ihre guten Übungen.

Der TSV Monheim verliert seinen letzten Bundesliga-Wettkampf des Jahres gegen den SC Cottbus und steigt damit ab. Doch das Team gibt sich kämpferisch und hat schon ein Ziel für 2018.

Monheim Durch eine 25:60-Heimniederlage gegen den starken SC Cottbus müssen die Turner des TSV Monheim drei Jahre nach dem Aufstieg ins Oberhaus wieder den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Als kleines Trostpflaster für den verlorenen Wettkampf blieb den Monheimern nur die Tatsache, dass auch ein Sieg nicht für den Klassenerhalt gereicht hätte, da Heilbronn überraschend den MTV Stuttgart besiegte.

Im Hinblick auf die kommende Saison gab sich Trainer Mario Reichert bereits wenige Minuten nach dem Abstieg schon wieder kämpferisch. „Wir wollen den sofortigen Wiederaufstieg schaffen, so wie es Wetzgau wahrscheinlich heuer gelingen wird“, verkündete er selbstbewusst. Zuvor hatte der Wettkampf, bei dem Monheims Kapitän Florian Lindner krankheitsbedingt passen musste, nur zu Beginn einen Hauch von Spannung zu bieten, als Dominick Cunningham am Boden mit einer gewohnt starken Vorstellung der zwischenzeitliche 5:5-Ausgleich gelang. Im Anschluss zogen die Lausitzer am Boden und insbesondere am Pauschenpferd jedoch gnadenlos davon. Selbst an den Ringen, eigentlich das Paradegerät der Monheimer, gab es dieses Mal nichts zu holen. Dennoch wusste hier Julius Rabenstein mit einer herausragenden Leistung zu überzeugen. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Cottbus seine Führung zur Pause auf 37:13 ausbauen konnte.

Mit außergewöhnlich starken Sprüngen und einem Tick konstanteren Übungen am Barren entschieden die Gäste auch das vierte und fünfte Gerät für sich. Dennoch sorgten die Monheimer Fans weiterhin für gute Stimmung und honorierten gute Leistungen der TSV-Athleten lautstark. Am Reck zeigten die Monheimer dann noch einmal eine tolle Moral und konnten in diesem Jahr zum ersten Mal dieses Gerät gewinnen. Somit verabschiedete sich die Mannschaft von Mario Reichert noch mit einem kleinen Erfolgserlebnis aus der 1. Bundesliga. Mit elf Punkten reihte sich zudem Dominik Cunningham als bester Monheimer auf Platz zwei der Topscorerliste des Wettkampfes ein. Trotz des Abstiegs waren sich die Beteiligten einig, dass die Mannschaft grundsätzlich stark genug für die 1. Bundesliga gewesen wäre, sie die diversen Ausfälle aber nicht kompensieren konnte.

Dass der TSV Monheim mit dem Problem nicht alleine war, zeigte sich bei der an den Wettkampf anschließenden Pressekonferenz. „Wir sind mit unserer heutigen Leistung sehr zufrieden. Leider hatten wir diese Saison einige Ausfälle zu verkraften und haben deshalb unser Ziel, das kleine Finale zu erreichen, verfehlt,“, sagte Lukas Gallay, Mannschaftsführer des SC Cottbus. TSV-Kapitän Florian Lindner war trotz seiner Krankheit zum Wettkampf gekommen, um seine Teamkollegen zu unterstützen. Nach dem Wettkampf resümierte er: „Die Enttäuschung ist heute nicht so groß, das war letzte Woche nach der Niederlage gegen Heilbronn noch ganz anders. Die Chance, heute zu gewinnen, war ohnehin sehr gering, denn dafür war Cottbus einfach zu stark.“

Dass das Ergebnis gegen Cottbus aber dann doch so deutlich ausfiel, lag in erster Linie aber an der langen Verletzten- und Krankheitsliste beim TSV Monheim. Julius Rabenstein war etwas angeschlagen, deshalb konnte Trainer Mario Reichert ihn nicht an allen Geräten einsetzen. Und da Florian Lindner zwei Tage zuvor krank wurde, musste kurzfristig Klaus Kirchberger einspringen und ging gleich an vier Geräten an den Start. Die Nachricht, dass er Lindner vertreten solle, war für ihn dann doch ein kleiner Schock: „Ich war die ganze Woche nicht im Training, da ich berufsbedingt unterwegs war. Aber ich bin ein absoluter Mannschaftstyp und springe für jeden ein, der ausfällt. Es war für mich eine Ehre, ihn zu vertreten!“ Der Routinier werde wohl auch in der nächsten Saison wieder mit dabei sein, „man bekommt vom Team und den Leuten so viel zurück“, schwärmte Kirchberger. Seinen Teamkollegen geht es da wohl ähnlich. Trotz des Abstiegs sind sich die Verantwortlichen beim TSV ziemlich sicher, dass die Mannschaft in der aktuellen Besetzung größtenteils zusammenbleiben wird. Und die Planungen sind bereits angelaufen. Spartenleiter und TSV-Vorsitzender Peter Bullinger verriet, zum Thema Kaderverstärkung habe man bereits das erste Gespräch geführt.

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