Donauwörth

28.07.2018

Gymnasium-Haltestelle kommt 2019

Für die Bushaltestelle am Gymnasium wurden die Pläne überarbeitet.
Bild: Hilgendorf

Ingenieurbüro stellt dem Donauwörther Bauausschuss Detailplanungen vor. Die Maßnahme ist inzwischen zu einem Millionenprojekt geworden.

Das verflixte siebte Jahr ist bereits vorüber. Und noch immer steht das brisante Thema „Bushaltestelle Gymnasium“ auf der Planungsagenda in Donauwörth. Das wiederum ist so verwunderlich nicht, gestaltet sich doch ein Bau großzügiger Halteplätze an der Berger Allee als ziemlich schwierig – und damit auch teuer. Am Donnerstagabend hat der Bauausschuss die nochmals überarbeiteten Pläne für zukunftsweisend befunden. Fortan soll sich der Verkehr wegen der Haltestelle nicht mehr stauen, die Schüler zudem wesentlich sicherer in die Schule gelangen. Die Pläne sehen an der zum Gymnasium gelegenen Seite der Berger Allee großzügige Busbuchten vor.

Der Schulbusverkehr vor dem Gymnasium ist seit Jahren für sämtliche Beteiligte ein Ärgernis: für die Auto- und Busfahrer wie für Eltern, Lehrer und Schüler. Die Wege von den bestehenden Haltestellen zum Schulhaus sind recht weit und zu gefährlich. Hinzu kommen die sich hinter den Bussen stauenden Autokolonnen zu den Stoßzeiten. Bereits seit 2011 gibt es dezidierte Überlegungen, an der Berger Allee umzubauen.

Vor vier Jahren noch 300000 Euro weniger

Der Parkplatz ist inzwischen gebaut, das Schulhaus modernisiert, der Sicherheitsaspekt soll jetzt konsequenterweise folgen. Die Rechnung dabei ist indessen teurer geworden: Waren einst, vor vier Jahren, noch 700000 Euro an Gesamtkosten veranschlagt, so liegt die Kostenkalkulation nun bei knapp über einer Million Euro.

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Die Erhöhung hat wohl seinen Grund: Das Ingenieurbüro Marcus Kammer hatte zuletzt den Auftrag erhalten, den Plan so zu überarbeiten, dass die Bushaltestelle stadtauswärts auf die Einfahrt zur Adalbert-Stifter-Straße verlegt wird. Der Bus fährt dann so, als würde er in die Straße abbiegen, wird dann allerdings auf eine eigene Busspur geleitet. Die Schüler müssen die Berger Allee nicht queren, Staus hinter haltenden Bussen ergäben sich nicht. Jene südliche Haltestelle wurde in den neuen Planungen ausgeweitet.

Die nördliche Haltestelle aus Richtung Kaisheim hätte nun sogar Platz für drei Gelenkbusse hintereinander. Es gäbe, wie Marcus Kammer dem Gremium erklärte, eine großzügig bemessene sichere Ausstiegsfläche sowie einen durchgehenden Rad- und Gehweg parallel zur Haltestelle. Die Pyrkstockstraße wäre angeschlossen. Aufwendig ist das Projekt auch deshalb, weil man die nicht gerade breite Berger Allee freihalten möchte für den fließenden Verkehr. Allerdings wäre in Zukunft eine Ampelschaltung – auch für abbiegende Busse – vonnöten.

Bäumen sollen nachgepflanzt werden

Der Bus, so Kammer, müsse auch im Sinne des fließenden Verkehrs ungehindert einfädeln können. Die Adalbert-Stifter-Straße muss etwas abgesenkt werden. Eine Querung für Fußgänger über die Berger Allee ist ebenso vorgesehen wie ein barrierefreier Zugang von den Busbuchten in Richtung Schulhaus. Um die Überbleibsel des einstigen Alleencharakters zu erhalten, sollen die herauszunehmenden Bäume auf jeden Fall nachgepflanzt werden, wie Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) erläuterte. Nicht unwichtig in nasseren Tagen: Großzügige Unterstände – ähnlich wie die am Bahnhof – sollen für Trockenheit sorgen.

Quer durch die Fraktionen erntete der neuerliche Entwurf Lob, Stadtrat Manfred Hofer (EBD) nannte ihn gar „die bislang beste Planung“. Wolfgang Fackler (CSU) resümierte, dass die Planer ihre Arbeit „vernünftig hinbekommen“ haben: „Wir erhoffen uns jetzt eine wirkliche Verkehrsentlastung sowohl stadtein- als auch stadtauswärts.“ Die Baumaßnahme solle, wie die Stadtverwaltung informiert, im kommenden Jahr ausgeführt werden. Förderanträge an die Regierung von Schwaben hierfür müssen bis Ende September eingereicht werden.

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